Krimi aus Münster
Wilsberg auf Wahrheitssuche in der Fake-News-Welt

Münster -

Wilsberg ermittelt wieder: Am Samstag (28. November) wird im ZDF die neue Folge "Alles Lüge" der Krimiserie aus Münster ausgestrahlt. Doch dieses Mal geht Wilsberg zusammen mit Ekki und Alex nicht nur auf Mörder-, sondern auch auf Wahrheitssuche. 

Donnerstag, 26.11.2020, 11:40 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 11:47 Uhr
Krimi aus Münster: Wilsberg auf Wahrheitssuche in der Fake-News-Welt
Wilsberg (Leonard Lansink; v.l.), Alex (Ina Paule Klink) und Ekki (Oliver Korittke) in einer Szene aus der Wilsberg-Folge „Alles Lüge“. Foto: Guido Engels/ZDF/dpa

Bilder können lügen. Diese schmerzhafte Erfahrung muss Wilsbergs bester Kumpel Ekki ( Oliver Korittke ) in dieser sich um Cybermobbing, Internet-Hetze und Fake-News drehenden Folge der ZDF-Krimi-Serie „Wilsberg“ gleich zu Anfang machen. Die neue Folge des Krimis aus Münster wird am Samstag (28. November) um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Die Folge hat den Titel "Alles Lüge".

Eben noch scherzte er mit dem Münsteraner Buchantiquar und Privatermittler ( Leonard Lansink ) auf dem Wochenmarkt über ein Festmahl aus Kaviar und Champagner, schon wird der Finanzbeamte heftig von einem Mann attackiert, der sich durch den Fiskus in den Ruin getrieben sieht. Es kommt zur Rangelei - vor den gezückten Handys der Passanten. Ein Video, das den Eindruck erweckt, der sich nur zur Wehr setzende Ekki sei ein gewalttätiger Pöbler gegen die Schwachen der Gesellschaft, findet im Internet rasende Verbreitung. 

Das Böse lauert im Internet

Der Vorfall katapultiert den Privatdetektiv Wilsberg hinein in einen Fall, in dem es vor Verleumdungen und Kampagnen nur so wimmelt. Opfer werden dabei die, die es gut meinen. Das Böse dagegen lauert im Internet, wo ein Portal Verschwörungsideen und plumpe Erfindungen als vermeintliche Wahrheiten verkauft. Nach der Lüge ist es die Eifersucht, die in diesem doch eher simpel gestrickten Krimiplot (Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Nathalia Geb; Regie: Hans Jörg Thurn) eine wichtige Rolle spielt.

Neue Folge von Wilsberg: "Alles Lüge"

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  • Wieder wird Alex (Ina Paule Klink, r.) für investigative Zwecke von Wilsberg (Leonard Lansink, l.) auf Mission geschickt, diesmal zum Dermatologen Dr. Nied-Cremer.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Alex (Ina Paule Klink, r.) wundert sich, dass Wilsberg (Leonard Lansink, l.) das lokale Klatschblatt studiert. Laut Wilsberg geht es dabei aber nur um die Recherche über verdächtige Personen.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Anna (Rita Russek, r.) ordnet an, dass Overbeck (Roland Jankowsky, l.) das Haus der Ärztin observieren soll – notfalls auch die ganze Nacht.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Wilsberg (Leonard Lansink, l.) schlägt vor, dass Alex (Ina Paule Klink, M.) bei "Beiderbeke News" pro bono anheuert, für Recherchezwecke natürlich. Ekki (Oliver Korittke, r.) hält das für eine Schnapsidee.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Als Wilsberg (Leonard Lansink, r.) und Ekki (Oliver Korittke, M.) einen entspannenden Einkauf auf dem Wochenmarkt machen, wird Ekki von dem Mechaniker Hartung (Johannes Zeiler, l.) plötzlich heftig beschuldigt, ihn durch Steuernachzahlungen in den Ruin getrieben zu haben.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Ekki (Oliver Korittke, M.) und Alex (Ina Paule Klink, r.) bieten dem insolventen Kfz-Mechaniker Hartung (Johannes Zeiler, l.) an, dass sie gemeinsam gegen "Beiderbeke News" klagen können. Das virale Video von Ekki und Hartung soll nicht weiter verbreitet werden.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Alex (Ina Paule Klink, r.) und Ekki (Oliver Korittke, l.) sind davon überzeugt, dass sie gegen "Beiderbeke News" eine Chance haben.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Hartung (Johannes Zeiler) will nichts von einer Zusammenarbeit wissen und wirft seine Gäste aus seiner Werkstatt.

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  • Anna Springer (Rita Russek, l.) und Overbeck (Roland Jankowsky, r.) beobachten das Haus von Britta Lüders. Anna missfällt die charmante Art, wie Wilsberg mit der Ärztin umgeht.

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  • Wilsberg (Leonard Lansink, l.) will herausfinden, wer hinter der Hetzkampagne gegen Ärztin Britta Lüders (Brigitte Zeh, r.) steckt.

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  • Paul Schlächter (Wolfgang Maria Bauer, r.) hat sich Zutritt zu "Beiderbeke News" verschafft, wird jedoch erwischt und von Mavie (Amelie Plaas-Link, l.) mit asiatischer Kampfkunst vertrieben.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Beiderbeke (Andreas Pietschmann, l.) findet Alex (Ina Paule Klink, r.) nicht nur als Anwältin interessant. Diese hat aber andere Absichten als Beiderbeke sich wünscht.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Beiderbeke (Andreas Pietschmann, l.) stellt Alex (Ina Paule Klink, M.) den Dermatologen Dr. Wotan Nied-Cremer (Martin Horn, r.) vor, der ein großer Unterstützer von "Beiderbeke News" ist.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Alex (Ina Paule Klink) begleitet Beiderbeke zu einem Treffen mit seinen Sponsoren.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Ekki (Oliver Korittke, l.) ist entgeistert, als Alex (Ina Paule Klink, 2.v.l.) ihm zeigt, dass ein unvorteilhaftes Video von ihm viral gegangen ist. Anna (Rita Russek, 2.v.r.) und Wilsberg (Leonard Lansink, r.) lesen interessiert die bösen Kommentare.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Wilsberg (Leonard Lansink) sammelt Informationen.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • In ihrer Praxis verarztet Frau Dr. Lüders (Brigitte Zeh, l.) den obdachlosen Paul Schlächter (Wolfgang Maria Bauer, r.), den Wilsberg (Leonard Lansink, M.) nach einer Auseinandersetzung auf dem Markt zu ihr gebracht hat.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Wilsberg (Leonard Lansink, r.) sucht Dr. Lüders (Brigitte Zeh, l.) in ihrer Praxis auf, um ihr schlechte Nachrichten zu überbringen.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Beiderbeke (Andreas Pietschmann, M.), der Betreiber des alternativen Nachrichtenblogs „Beiderbeke News“, hält eine Rede vor seinen Unterstützern.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Beiderbeke (Andreas Pietschmann) erhält während seiner Rede eine SMS, die besagt, dass ein Journalist ermordet wurde.

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  • Die Redakteurinnen von "Beiderbeke News" Mavie (Amelie Plaas-Link, r.) und Valerie (Valerie Stoll, l.) kennen sich mit alternativen Wahrheiten aus. Wilsberg (Leonard Lansink, M.) verwickelt beide in ein Gespräch.

    Foto: Thomas Kost/ZDF
  • Zwischen Fake-News und Hetzkampagnen im Netz ermittelt Wilsberg (Leonard Lansink) in einem sehr realen Mordfall.

    Foto: Thomas Kost/ZDF

Im Visier der Lügenkampagnen des Portals ist auch die Ärztin Britta Lüders (Brigitte Zeh) - Medizinerin mit Helfersyndrom, die Obdachlose bei sich wohnen lässt und Junkies beim Ausstieg aus der Sucht helfen will. Einer ihrer ehemaligen Patienten hat sich nun offenbar gegen sie gewandt. Er hat mit erfundenen wie boshaften Geschichten im Netz eine Kampagne gegen die Ärztin losgetreten, die längst zum Selbstläufer geworden zu sein scheint. Wilsberg lässt sich nicht lange bitten, der hübschen und sympathischen Ärztin zu helfen. Doch als er den Mann zur Rede stellen will, liegt dieser erschlagen auf seinem Schreibtisch.

Wilsberg auf Mörder- und Wahrheitssuche

Wilsberg auf Mörder- und Wahrheitssuche begegnet sodann einer Reihe von Verdächtigen: Da ist der jähzornige Obdachlose Paul Schlächter, der es nicht ertragen kann, wenn schlecht über die von ihm verehrte Ärztin geredet wird. Da ist aber auch der schmierige Initiator des Pseudo-Enthüllungsportals Beiderbeke (Andreas Pietschmann). Und haben eigentlich seine beiden Mitarbeiterinnen - die eine schlicht dämlich, die andere gewieft - etwas zu verbergen? Und wer zieht die Strippen im Hintergrund?

Das Thema Internethetze hat Potenzial. Doch die „Wilsberg“-Macher bleiben an der Oberfläche und skizzieren die Mechanismen eher schablonenhaft. So ist beispielsweise doch eher unglaubwürdig, dass den Figuren bei jedem Fehltritt gleich eine Horde Handyvideo-drehender Passanten auflauert, die ihre Bilder gleich in die Hände von „Beiderbeke News“ spielen.

Berauscht von Likes und Klicks

Verlässlich kann der Zuschauer auf den Unterhaltungswert der beliebten Krimi-Figuren setzen: Wie gewohnt macht sich vor allem Polizist Overbeck (Roland Jankowsky) zum Narren - dieses Mal vor dem gesamten World Wide Web. In einer Mischung auf enttäuschtem Cop und Wutbürger gibt er den Influencer „Ovinator“ und lässt sich von Likes und Klicks berauschen. Schlussendlich wird er gar eine geläuterte Fernsehberühmtheit: Der gebürtige Bielefelder Oliver Welke lädt den Münster-Ermittler in seine „heute-Show“ - mit einem durchaus wahrhaftigen Auftritt. Doch bis es soweit ist, müssen Wilsberg und seine Freunde erstmal einen Mörder entlarven.  

Krimidrehorte vom Tatort und Wilsberg

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  • Das Antiquariat Solder dient als Dreh- und Angelpunkt von Wilsberg.

    Foto: Markus Lehmann
  • Bei Wilsberg und im Tatort eignet sich der Aasee für dramatische Auftritte und um eine Leiche unter- und auftauchen zu lassen.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Aaseitenweg ist auch ein bekannter Drehort.

    Foto: Peter Imkamp
  • Der Allwetterzoo diente dem Tatort-Team bereits als Drehort.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch der Alte Steinweg ist hin und wieder im Fernsehen zu sehen.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch grüne Umgebung schützt im Film nicht vor Verbrechen.

    Foto: Julia Erdmann
  • Die Diözesanbibliothek diente bereits als Bankgebäude oder Firmenzentrale.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch der Erbdrostenhof wurde schon zum Drehort.

    Foto: Markus Lehmann
  • Prinzipalmarkt und Lambertikirche sind stets untrügliche Zeichen dafür, dass auch wirklich in Münster gedreht wurde.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch im LWL Museum am Domplatz haben die TV-Spürnasen schon ermittelt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Die Steinbrücke, die am Spiekerhof über die Aa führt, war ebenfalls schon ein Drehort.

    Foto: Peter Imkamp
  • Wilsbergs Kumpel Ekki Thalkötter geht in "Münsters Finanzamt" seinen beruflichen Pflichten als Steuerprüfer nach.

    Foto: Annika Wienhölter
  • Der Stadthausturm spielte im Tatort und bei Wilsberg bereits zentrale Rollen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Stubengasse war ebenfalls schon Drehort für Tatort und Wilsberg.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Überwasserkirche rückt recht häufig ins Bild, unter anderem, weil Wilsberg "sein" Antiquariat direkt gegenüber hat.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Prinzipalplatz von Münster ist immer ein Teil im Tatort und Wilsberg Krimi.

    Foto: Markus Lehmann
  • Auch von diesem Winkel aus wird der Prinzipalplatz gerne genutzt.

    Foto: Markus Lehmann
  • In Münsters Szene-Hafen ist Wilsbergs Patentochter als Rechtsanwältin tätig.

    Foto: Markus Lehmann
  • Der Friedensaal diente schon als Drehort für beide Krimis.

    Foto: Markus Lehmann
  • Das Amtsgericht musste in den älteren Wilsberg-Folgen als Stadtverwaltung herhalten.

    Foto: Markus Lehmann
  • Dieses Universitätsgebäude dient im Wilsberg als Polizeirevier.

    Foto: Markus Lehmann
  • Bei einem Tatort wurde der Hafen-Kran in einer Schluss-Szene verwendet.

    Foto: Markus Lehmann
  • Der alte Sitz des Aschendorff-Verlages diente im Tatort als eine Großbäckerei.

    Foto: Markus Lehmann
  • Im Bankhaus Lampe war im Tatort ein Priesterseminar untergebracht.

    Foto: Markus Lehmann
  • Auch die Redaktionszentrale der WN war schon Drehort für eine Wilsberg-Folge.

    Foto: Markus Lehmann
  • Das Universitätsschloss wird gerne als Drehort von beiden Münsterkrimis verwendet.

    Foto: Markus Lehmann
  • Der Domplatz ist ein gern genutzter Hintergrund für beide Krimis.

    Foto: Markus Lehmann
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