Evakuierung nach Gasaustritt
An der Gartenstraße bestand „akute Explosionsgefahr“

Münster -

Im wahrsten Sinne brandgefährlich sei der Gasaustritt in der Gartenstraße am Mittwochabend gewesen. Das hat eine Sprecherin der Stadtwerke am Donnerstag gesagt. Deshalb mussten so schnell wie möglich die umliegenden Häuser evakuiert und der Strom abgestellt werden.

Donnerstag, 26.11.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 19:20 Uhr
105 Feuerwehrleute waren am Mittwoch im Einsatz.
105 Feuerwehrleute waren am Mittwoch im Einsatz.

Wegen einer defekten Gasleitung in einem leerstehenden Wohnhaus waren die münsterischen Feuerwehren am Mittwoch von 17.10 bis etwa 00.30 Uhr im Kreuzviertel im Einsatz. Dabei waren vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr mit einem Spezialfahrzeug, wie ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen berichtete. Ein fünfter Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr besetzte zudem die Wache 1 während des Einsatzes.

Der Bereich um das betroffene Gebäude, Gartenstraße 49, musste evakuiert und weiträumig abgesperrt werden. Von den etwa 350 von der Evakuierung betroffenen Anwohnern mussten dem Sprecher zufolge circa 50 Menschen vor Ort von den Hilfsorganisationen betreut werden. Die Stadtwerke hatten dafür drei Busse zur Verfügung gestellt.

Ursache für Gasaustritt wird noch ermittelt

Die genaue Ursache für den Gasaustritt werde noch ermittelt, sagte Stadtwerke-Sprecherin Lisa Schmees am Donnerstagmorgen. Dass so etwas wie am Mittwoch bei einer Gasleitung passiere, sei sehr sehr selten. „So ein Gasaustritt ist wirklich höchstgefährlich, und erfordert schnelles Handeln“, so Schmees. Das habe mit der Feuerwehr sehr gut geklappt. Besonders gefährlich war in diesem Fall, dass das Gas in das leerstehende Haus, einen Hohlraum gelangte. „Da genügt ein kleinster Funken, um eine Explosion auszulösen“, erläuterte Schmees, „deshalb haben wir in dem Bereich auch den Strom abstellen müssen.“ Auch die Feuerwehr sprach am Donnerstag in einer Pressemitteilung von „akuter Explosionsgefahr“.

Vier Tiefbaugruben wurden ausgehoben und an vier Stellen der defekten Leitung sogenannte Blasen gesetzt. Diese werden in die Leitung geschoben und dann geweitet, um sie abzudichten. Gegen 22.45 Uhr sei die Leitung wieder dicht gewesen. „Wir sind sehr dankbar, dass die Zusammenarbeit mit den Tiefbaufirmen so gut funktioniert, das ging schon sehr schnell“, sagte Lisa Schmees.

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