Corona-Streife ermittelt Verstöße
Seit Corona-Lockdown 120 Anzeigen

Münster -

Zwei Drittel aller Anzeigen, die wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln erstellt wurden, beziehen sich auf Verletzungen der Maskenpflicht. In der Innenstadt sind täglich 65 Mitarbeiter auf Corona-Streife.

Montag, 30.11.2020, 09:00 Uhr
Der Kommunale Ordnungsdienst führt regelmäßig Corona-Kontrollen in der Stadt durch.
Der Kommunale Ordnungsdienst führt regelmäßig Corona-Kontrollen in der Stadt durch. Foto: Stadt Münster

Weit mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht wurden in der Innenstadt von Münster und im Bahnhofsbereich zu Beginn des zweiten Lockdowns Anfang November festgestellt – und das nahezu täglich. „Mittlerweile haben sich die Zahlen im niedrigen dreistelligen Bereich stabilisiert, was einerseits mit der gestiegenen Bereitschaft und der umfänglichen Information aller Personen zusammenhängt, andererseits aber auch dem Einsatz von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) zuzurechnen ist“, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Meistens, so die Stadt, sei es um Aufklärungsgespräche gegangen, nur seilten seien Bußgelder ausgesprochen worden. „Nicht jeder Verstoß wurde zur Anzeige gebracht, da die Bevölkerung erst an die aktuellen Regelungen herangeführt werden musste“, sagt Oliver Stahl von der KOD-Leitstelle. Seit dem Teil-Lockdown ab dem 5. November seien täglich bis zu 65 Einsatzkräfte unterwegs, an Wochenenden auch im Dreischichtsystem. Weitere 25 Mitarbeitende des städtischen Ordnungsamtes seien täglich auch in den Stadtteilen auf „Corona-Streife“. Nicht statt, sondern zusätzlich zu den üblichen Pflichtaufgaben. „Täglich werden Kontrollen uniformiert durchgeführt, um der Öffentlichkeit die Präsenz und Kontrollen sichtbar zu machen – aber auch in Zivilstreifen, um beispielsweise unbemerkt Gewerbebetriebe, Maskenmuffel oder den Straßenstrich zu überprüfen“, so Stahl. Gerade der anfänglich eher laxe Umgang mancher Personengruppen mit der Maskenpflicht machte eine Vielzahl von Ansprachen durch die Einsatzkräfte erforderlich. „Ein Schwerpunkt liegt bei den Verstößen eindeutig im Bahnhofsumfeld“, bestätigt Polizeihauptkommissarin Monika Hahn.

Erfasst wurden seit dem Start des Lockdowns nach Angaben der Stadt rund 120 Anzeigen und etwa 50 Platzverweise. Zwei Drittel aller Anzeigen als letztes Mittel erfolgten aufgrund eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht (50 bis 150 Euro Bußgeld). Zehn Anzeigen wurden bei Zusammenkünften von mehr als zwei Haushalten (250 Euro) erstattet, weitere zehn Anzeigen wegen der ordnungswidrigen Ausübung der Prostitution (500 Euro), und noch einmal 15 Anzeigen erfolgten aufgrund von Verstößen gegen Hygienevorschriften im Gastrobereich (1000 bis 2000 Euro).

Bei Fragen erreichten Bürger die Corona-Hotline unter  02 51/4 92-10 77 und corona@stadt-muenster.de

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