Talkshow „RESpect StudiU“
Erste Sendung für mehr Vielfalt im Netz

Münster -

Rebecca Sleegers aus Münster fehlt es im deutschen TV – besonders in Talkshows – an Diversität, die die Gesellschaft abbildet. Deshalb hat sie ihre eigene Talkrunde entworfen. Jetzt wird die erste Sendung ausgestrahlt, allerdings nur im Internet und nicht wie geplant im Fernsehen.

Dienstag, 01.12.2020, 22:00 Uhr
Rebecca Sleegers
Rebecca Sleegers Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio

Im Sommer wurde gedreht, jetzt folgt die Ausstrahlung: Die Münsteranerin Rebecca Sleegers hat mit „RESpect StudiU“ eine Talkshow entworfen, die mehr Diversität auf die Mattscheiben bringen soll (wir berichteten). Ab dem kommenden Samstag (5. Dezember) kann man die erste Folge sehen – wenn auch nur auf Youtube und nicht – wie geplant – im Fernsehen.

Im August hegte Sleegers die Hoffnung, dass ein TV-Sender die 45-minütige Sendung ausstrahlen könnte. „Die Sendung ist mit einem internen Link an einige Sender und deren Redaktionen und Intendanten gegangen. Konkrete Kooperationen gibt es aber noch nicht“, erzählt die gelernte Schauspielerin und studierte Marketing- und Medienmanagement-Fachfrau mit äthiopischen Wurzeln.

Pilotfolge zur „Black lives matter“-Bewegung

Ihr Anliegen kann Sleegers aber auch – oder vielleicht gerade – im Internet verdeutlichen. „Besonders in den öffentlich-rechtlichen Talkrunden sind kaum People of Color zu sehen“, erklärt Sleegers das Zerrbild der Gesellschaft, das ihrer Ansicht nach in den deutschen Medien abgebildet wird.

Neues Format für mehr Vielfalt im TV

1/11
  • Die Münsteranerin Rebecca Sleegers moderiert die neue Sendung „RESpect StudiU“.

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Die erste Folge wurde in Köln aufgezeichnet.

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Vor der Kamera standen (v.l.) Blaise Francis El Mourabit (Anwalt aus Düsseldorf), Salomon Bob Jansen (Zahnarzt aus Köln), Rebecca Sleegers, Sara Milena Imhoff, Ivy Quainoo (Schauspielerin/Sängerin) und Mischa Rouzbehani (Modelbooker aus Hamburg).

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Das Thema der Sendung war die „Black lives matter“-Bewegung.

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Dreharbeiten TV-Format Respect Studiu

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Dreharbeiten TV-Format Respect Studiu

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Dreharbeiten TV-Format Respect Studiu

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Respect Studiu/Imhoff Realisation

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Dreharbeiten TV-Format Respect Studiu

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Dreharbeiten TV-Format Respect Studiu

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio
  • Dreharbeiten TV-Format Respect Studiu

    Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio

In der Pilotfolge diskutieren Sängerin Ivy Quainoo (erste Gewinnerin der Casting-Show „The Voice of Germany“), Modelbooker Mischa Rouzbehani, Zahnarzt Salomon Bob Jansen und Anwalt Blaise Francis El Mourabit über die „Black lives matter“-Bewegung.

Suche nach Sponsoren läuft weiter

Sleegers moderierte die Show, Sara Milena Imhoff kümmerte sich mit ihrer Produktionsfirma „Imhoff Realisation“ um die Projektkoordinierung und Produktion. Eigentlich sollte diese Folgen durch ein Crowdfunding finanziert werden, doch das Ziel von 10 000 Euro wurde nicht ganz erreicht. Mit Hilfe von Freunden ist das Projekt trotzdem gelungen. Und wie geht es weiter? „Eine zweite oder dritte Sendung wird es geben, wenn Sponsoren oder ein Sender mit dabei sind“, sagt Sleegers.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7703362?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker