Innovationspreis für die Firma Lifa-Lichtsysteme
Nachhaltige LED-Leuchten aus Münster

Münster -

Neues Leuchtmittel einsetzten, statt gleich entsorgen: Die Firma Lifa-innovative Lichtsysteme in Münster hat für ihre nachhaltigen LED-Leuchten jetzt den Innovationspreis 2020 gewonnen. Die apren nicht nur Kosten, sondern auch reichlich Elektroschrott.

Mittwoch, 02.12.2020, 12:00 Uhr
Lifa-Geschäftsführer Wolfgang Möhle mit einem austauschbaren LED-Einbaupanel.Dafür gab es jetzt den Innovationspreis.
Lifa-Geschäftsführer Wolfgang Möhle mit einem austauschbaren LED-Einbaupanel.Dafür gab es jetzt den Innovationspreis. Foto: hpe

Weniger Elektroschrott, weil die LED-Leuchten künftig bei einem Defekt nicht mehr komplett ausgetauscht werden müssen, sondern wie früher bei den herkömmlichen Lampen nur ein neues Leuchtmittel eingesetzt bekommen.

 Die Firma Lifa-innovative Lichtsysteme in Münster (Lifa) hat jetzt für ihren „systemübergreifenden Ansatz mit nachhaltigen Effekten“ den Innovationspreis 2020 gewonnen. Eine Jury aus Architekten würdigte auf der weltgrößten Elektro-Fachmesse, der Light and Building in Frankfurt, die Neuentwicklung aus Münster.

Lifa-Geschäftsführer Wolfgang Möhle : „In fast allen Büros und Verkaufsräumen des Handels sind heute LED-Panels eingebaut. Aktuell ist eine Reparatur nicht möglich, weil Leuchte und Halterung untrennbar mit einander verbaut sind. Die Panels müssen bei einem Defekt komplett ausgetauscht werden und das verursacht neben Kosten einen gigantischen Schrottberg aus Metall, Kunststoff und Technik.“

Mit dem nenen System können professionelle Lampen und Strahler künftig an der Decke bleiben, wenn sie nicht mehr richtig leuchten. Weil es nun wechselbares Leuchtmittel gibt, die mit einem Klick aus der Halterung genommen und ausgetauscht werden können.

Den umweltgerechten Weg gewählt

Möhle: „Wir haben uns an einem Forschungsauftrag der BASF mit dem Ziel, nachhaltiger zu werden, beteiligt. Die großen Leuchtenhersteller waren von der Idee des wechselbaren Leuchtmittels zwar nicht begeistert, weil das für sie Umsatzrückgänge bedeutet. Wir sind trotzdem den umweltgerechten Weg gegangen und setzen auf den Austausch, statt der kompletten Erneuerung.“ Die Produktion in Münster ist inzwischen angelaufen und die Nachfrage ist laut Möhle „riesengroß“.

Möhle: „Als 1880 die Glühbirne erfunden wurde, entstanden daraus unendlich viele Lampentypen und dazu passende Leuchtmittel. Die Birnen wurden bei einem Defekt ausgetauscht und niemand kam auf die Idee, deshalb die ganze Leuchte wegzuwerfen. Das war erst der Fall, als die moderne LED-Technik in den Büros, Hallen, Schulen und Wohnungen einzog.“

Die ersten Anbieter am Markt

Ab 2023 werden auch die LED-Leuchten für die Privathaushalte austauschbare Elemente haben und damit den dann gültigen EU-Vorschriften für mehr Nachhaltigkeit entsprechen. Möhle: „Wir sind jetzt die ersten Anbieter am Markt für das innovative System.“

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