Friedenskrippe aus Polen im Hauptbahnhof aufgestellt
Jesus trifft Menschenrechtler

Münster -

Alle Jahre wieder: Im Hauptbahnhof ist die Friedenskrippe aus Polen aufgestellt worden. Bis 8. Januar thematisiert sie den Kampf um Menschenrechte.

Mittwoch, 02.12.2020, 22:00 Uhr
Kamen am Mittwoch zur Eröffnung der Weihnachtskrippe (vordere Reihe, v.l.): Malgorzata Wojcik (Polnische Katholische Mission), Metin Sönmez (stv. Bahnhofsmanager), Weihbischof Dieter Geerlings und Bürgermeisterin Angela Stähler.
Kamen am Mittwoch zur Eröffnung der Weihnachtskrippe (vordere Reihe, v.l.): Malgorzata Wojcik (Polnische Katholische Mission), Metin Sönmez (stv. Bahnhofsmanager), Weihbischof Dieter Geerlings und Bürgermeisterin Angela Stähler. Foto: kal

In der Friedenskrippe, die seit Dienstag in der Eingangshalle des Hauptbahnhofs steht, befinden sich drei Figuren, die man an dieser Stelle nicht vermuten würde: US-Menschenrechtler Martin Luther King , der spanische Bischof Bartholomé de Las Casas und der polnische Jurist Paulus Vladimiri . Sie alle setzten sich für ihre Mitmenschen ein, darunter Schwarze, unterdrückte Ureinwohner in Südamerika und Menschen, die mit brutalen Mitteln missioniert wurden.

Zu ihnen passt das Motto der Weihnachtskrippe, die bis zum 8. Januar im Hauptbahnhof zu sehen ist: „Bethlehem und die Menschenrechte.“ Junge Künstler der Kunstschule im südpolnischen Zakopane haben diese und die weiteren Krippenfiguren geschnitzt. Aufgestellt wurde die Krippe zum mittlerweile vierten Mal von der Polnischen Katholischen Mission in Münster.

Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit

Die Krippe im Hauptbahnhof verdeutliche, dass Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit seien, sondern dass sich die Menschen immer wieder neu für sie einsetzen müssten, betonte bei der Eröffnung am Mittwoch Weihbischof Dieter Geerlings. Dies gelte auch für den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus. Neben der Gesellschaft sieht er auch die Kirche in der Pflicht, sich immer wieder aufs Neue für Menschenrechte zu engagieren – das sei nicht immer der Fall gewesen, betonte der Weihbischof.

„Jeder Mensch sucht Impulse und Frieden in der Weihnachtszeit“, so Malgorzata Wojcik von der Polnischen Katholischen Mission. Die Krippe am Standort Hauptbahnhof, durch den jeden Tag viele Menschen kommen, sei ein guter Ort, um solche Impulse zu finden. Metin Sönmez, stellvertretender Bahnhofsmanager, betonte, dass die Krippe in der Eingangshalle Jahr für Jahr ein besonderes Ereignis sei. Mit dabei war auch Bürgermeisterin Angela Stähler – für sie war es der erste Termin im neuen Amt.

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