Neubau am Nordkirchenweg
Mehr Platz für die Kita „Kanalhaie“

Münster -

Vor fast 33 Jahren haben Eltern die Kita „Kanalhaie“ gegründet. Jetzt zieht das Team in neue Räume um. Und dort ist auch Platz für deutlich mehr Kinder.

Donnerstag, 10.12.2020, 22:00 Uhr
Baustellenbesuch im Baugebiet Nordkirchenweg: Die „Kanalhaie“, hier mit Eltern und Erziehern, ziehen im Sommer hierher und vergrößern sich stark.
Baustellenbesuch im Baugebiet Nordkirchenweg: Die „Kanalhaie“, hier mit Eltern und Erziehern, ziehen im Sommer hierher und vergrößern sich stark. Foto: Karin Völker

So richtig anpacken mussten die kleinen „Kanalhaie“ der gleichnamigen Kita nicht, als sie am Mittwoch mit einigen Eltern, Erzieherinnen und dem Vorstand der Elterninitiative im neu entstehenden Baugebiet Nordkirchenweg einen Baustellenbesuch unternahmen. Es sieht gut aus, der vom münsterischen Architekturbüro Burhoff nach dem Vorbild des preisgekrönten Baus der Kita Dreifaltigkeit am Friesenring konzipierte Bau liegt im Zeitplan, freut sich die Vorsitzende des Trägervereins, Romy Heitschmidt .

Die „Kanalhaie“, vor bald 33 Jahren von Eltern gegründet und aktuell mit den bisher eineinhalb Gruppen auf dem Gelände der Gnadenkirche am Düesbergweg ansässig, werden sich im kommenden Sommer kräftig vermehren können. Wenn der Neubau fertig ist können bis zu 75 Kinder ab einem Jahr hier betreut werden, in dann vier Gruppen.

Von der Buchhaltung bis zur Gartenarbeit

Auch wenn die Stadt den Neubau zunächst vorfinanziert, an dem Elternverein hängt eine Menge Arbeit. Vor allem das Team um Kita-Leiterin Alexandra Hölscher-Tillmann braucht kräftig Verstärkung – und ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind bekanntlich auf dem Arbeitsmarkt schwer nachgefragt. „Wir freuen uns über Interessenten und Bewerbungen“, sagt Romy Heitschmdt, die mit den anderen Vorstandsmitgliedern die Organisation der Kita stemmt: Buchhaltung, Finanzplanung, Einkauf, Gartenpflege, Reparaturen und Wartung. Für letztere ist ihr Mann Klaus Evels zuständig, bei den „Kanalhaien“ ehrenamtlicher „Hausmeister Krause“, wie er lachend erzählt.

Während die Stadt für ihre zahlreichen neuen Kitas immer wieder bei der Trägersuche mangels lokaler Bewerber auf teilweise bundesweit tätige Unternehmen zurückgreift, sind die „Kanalhaie“ eine der wenigen Elterninitiativen in Münster, die sich mit einem Neubauprojekt auf den Weg machen und auch in einer großen Einrichtung Träger bleiben wollen. Andere Beispiele sind die „Regenbogenkinder“, die „Maulwürfe“ oder die „Hiltruper Strolche“.

Eltern lenken den Kita-Betrieb

In Elterninitiativen lenken Mütter und Väter selbst den Betrieb – müssen aber auch vieles selbst leisten, so Heitschmidt. Und es wird, wie schon vor über 30 Jahren, viel diskutiert: „Reibung erzeugt Wärme - und die ist erwünscht“, fasst Alexandra Hölscher-Tillmann ihre Erfahrungen zusammen. Sie arbeitet seit 1998 bei den „Kanalhaien“. Ihren Namen hat die Kita übrigens, weil der 1988 gegründete Verein ursprünglich mit der Kita an den Kanal ziehen wollte – Pläne die sich erledigten, als de Vereinsname schon feststand. Statt dessen residierte die Kita lange ganz in der Nachbarschaft der künftigen Heimat, am Werneweg.

Eltern, die ab August einen Betreuungsplatz für ihr ab ein Jahre altes Kind suchen, können sich im Kita-Navigator des städtischen Jugendamtes bei den „Kanalhaien“ vormerken lassen.

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