Stadtdekanat veranstaltet Krippensuche
Entdeckungstour durch die Kirchen

Münster -

Damit es gerade für Familien in den Lockdown-Ferien nicht allzu langweilig wird, haben sich die leitenden Pfarrer im Stadtdekanat in Zusammenarbeit mit den Westfälischen Nachrichten ein Gewinnspiel überlegt: Eine digitale Krippensuche, die Teilnehmer zu 15 Kirchen und Krippen in der Stadt führt.

Donnerstag, 24.12.2020, 18:00 Uhr
Ludger Picker (v.l.), Lieselotte Frommhold, Stephan Orth und Jörg Hagemann in der St.-Konrad-Kirche. Diese und 14 andere Kirchen nehmen an der digitalen Krippensuche teil.
Ludger Picker (v.l.), Lieselotte Frommhold, Stephan Orth und Jörg Hagemann in der St.-Konrad-Kirche. Diese und 14 andere Kirchen nehmen an der digitalen Krippensuche teil. Foto: Renée Trippler

Rausgehen, Neues entdecken und am Ende vielleicht sogar etwas gewinnen: Mit der Krippensuche möchte das Stadtdekanat Abwechslung in diese so andere Zeit zwischen den Jahren bringen. „Wir haben überlegt, wie wir unter diesen erschwerten Bedingungen auch gerade Familien in den Weihnachtsferien etwas anbieten können“, sagt Pfarrer Dr. Siegfried Kleymann .

Familien gingen in der Zeit nach Heiligabend gerne in ihre Kirche, um sich die Krippe anzusehen. Die Idee der Krippensuche ist „auf Entdeckungsreise zu gehen“, sagt Kleymann. „Jede Krippe erzählt eine eigene Geschichte.“

Koordiniert wird das Gewinnspiel über eine App, die man kostenlos herunterladen kann. Die Teilnehmer – natürlich nicht nur Familien – können verschiedene Kirchen im Stadtdekanat besuchen und die Krippen den jeweiligen Kirchen zuordnen.

Fremde Orte entdecken

„Das Thema der Krippensuche ist spannend, weil ja das Weihnachtsgeschehen auch etwas mit Herbergssuche zu tu hat“, erklärt Stadtdechant Jörg Hagemann. Zudem biete die Aktion Ausfluganreize: „Es gibt ja berühmtere Krippen, die sich viele anschauen, aber so entdeckt man auch Orte, an die man sonst nicht unbedingt kommt.“ Eine Woche lang sind die Kirchen von 9 bis 18 Uhr dafür geöffnet. Die Aktion startet am 25. Dezember um 12 Uhr. Auch Stephan Orth , pastoraler Mitarbeiter im Bistum, meint: „Menschen, die teilnehmen, versetzten sich vielleicht auch mehr in die Heilige Familie hinein – die wusste auch nicht, wo es hingeht.“ Orth ist für den digitalen Teil, für die App, verantwortlich. Er freue sich über das Zutrauen der Haupt- und Ehrenamtlichen, sich auf neue Wege einzulassen, sagt er: „Ich glaube, dass das die Kirche sehr vorangebracht hat.“ Nur, weil es Kontaktbeschränkungen gebe, höre das Leben nicht auf: „Man kann vieles digital umsetzen.“

Mit GPS-Daten zur Kirche

In der App wird den Teilnehmern ein Film der jeweiligen Kirche gezeigt, dem sie dann die Krippe zuordnen können. Über GPS-Daten und über eine Karte werden die Teilnehmer durch die Stadt zu den jeweiligen Kirchen geführt.

Zum Beweis, dass man vor Ort war, soll ein Foto hochgeladen werden: „Man kann sich eine Figur in der Krippe aussuchen, die einem besonders gefällt“, erklärt Orth. Für jede Krippe, die man fotografiert und zugeordnet hat, gibt es Punkte.

Die Teilnehmer mit den meisten Punkten erhalten je eine von drei Geschenktaschen von den Westfälischen Nachrichten mit verschiedenen Überraschungen.

Hier geht es zum App-Download .

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