Ehrenamtlicher Rettungsdienst endet zum Jahresende
Abschied von der „Wache 8“ nach 15 Jahren

Münster -

Am 30. September 2005 begann an der „Wache  8“, dem Standort des Deutschen Roten Kreuzes an der Zumsandestraße, die erste Schicht. Nun ist damit Schluss.

Samstag, 02.01.2021, 10:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 10:20 Uhr
Einsatzkräfte der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) ergänzen in der „Wache 8“ Münsters Notfallrettung.
Einsatzkräfte der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) ergänzen in der „Wache 8“ Münsters Notfallrettung. Foto: Gemeinsam für Münster

Am 30. September 2005 begann an der „Wache  8“, dem Standort des Deutschen Roten Kreuzes an der Zumsandestraße, die erste Schicht. Am 31. Dezember 2020 rückte der hier an den Wochenenden stationierte, rein ehrenamtlich besetzte Rettungswagen ein letztes Mal aus.

Mehr als 15 Jahre lang ergänzten Einsatzkräfte der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) damit Münsters Notfallrettung, heißt es in einer Presseerklärung des Bündnisses „Gemeinsam für Münster“.

Aufträge direkt von der Leitstelle

Jeweils von Freitag bis Sonntag nahmen sie im Auftrag der Stadt in drei Schichten einen Rettungswagen in Dienst, um das Gebiet rund um das Mauritz-Viertel und den Hauptbahnhof bis zur Innenstadt bei Notrufen über die 112 abzudecken. Von der Leitstelle der Feuerwehr erhielten sie jeweils ihre Aufträge.

„Unsere ehrenamtlichen Rettungsdienstler waren jederzeit gleichermaßen qualifiziert wie ihre hauptamtlichen Kollegen bei der Feuerwehr Münster. Und auf diese Weise konnten sie ihre Praxiserfahrung kontinuierlich erweitern, um auch für den ehrenamtlichen Einsatz auf Sanitätsdiensten oder im Katastrophenschutz vorbereitet zu sein“, erklärt der Sprecher der Hilfsorganisationen Tobias Jainta. Über 500 Einsätze gab es im Jahr 2020. „Wir bedanken uns herzlich bei allen Ehrenamtlichen für insgesamt rund 11.000 Einsätze in den vergangenen 15 Jahren“, so Jainta weiter.

Erfolgreiche Ära endet

Doch nun endet diese erfolgreiche Ära der ehrenamtlichen „Wache 8“, nicht aber die Zusammenarbeit. Seit vielen Jahren haben ASB, DRK, JUH und MHD auf eine hauptamtliche Einbindung in Münsters Notfallrettung hingearbeitet, nun ist sie Realität: An sieben Tagen pro Woche, jeweils von 7 bis 24 Uhr, besetzen die Hilfsorganisationen mit eigenem hauptamtlichem Personal zwei Rettungswagen an den Wachen der Feuerwehr Münster.

„Mit diesem großen Meilenstein wurde gleichzeitig allerdings das Ende der Wache 8 besiegelt“, bedauert Jainta den Wegfall dieses rein ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldes der Hilfsorganisationen für Münsters Bürger. „Damit unsere gut ausgebildeten ehrenamtlichen Rettungsdienstler aber weiterhin ihre Kenntnisse anwenden und Praxis sammeln können, haben wir gemeinsam mit der Feuerwehr eine Lösung gefunden.
Sie können nun unterstützend bei den hauptamtlichen Kollegen auf den Rettungswagen der Feuerwehr mitfahren“, erklärte der Sprecher der Hilfsorganisationen.

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