Corona
Sechs weitere Todesfälle in Münster

Münster -

Insgesamt 60 Münsteranerinnen und Münsteraner sind bislang in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Am Mittwoch meldete die Stadt gleich sechs weitere Todesfälle.

Mittwoch, 06.01.2021, 12:43 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 13:04 Uhr
Corona: Sechs weitere Todesfälle in Münster
In Münsters Krankenhäuser werden insgesamt 108 Covid-19-Patienten behandelt. Foto: dpa (Symbolbild)

Trauriger Tag in Münster: Wie die Stadt am Mittag mitgeteilt hat, hat es sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. So viele Todesfälle an einem Tag hat es bislang noch nicht gegeben. Damit ist die Zahl derer, die in Münster an oder mit Corona gestorben sind, auf 60 angestiegen.

Nach Angaben der Stadt sind eine 94-jährige und eine 87-jährige Fraue sowie vier Männer je im Alter von 97, 93, 87 und 85 Jahren gestorben. Die Todesfälle wurden in Krankenhäusern und Seniorenheimen registriert.

Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Fälle ist nach Angaben der Stadt auf 4558 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag hat es somit 61 Corona-Neuinfektionen gegeben. Dem gegenüber stehen 39 Gesundungen. Insgesamt haben damit nun 3844 Menschen in Münster die Infektion bereits wieder überstanden. 654 Münsteranerinnen und Münsteraner sind derzeit nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Am Dienstag waren es 638.

Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 82,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit (LZG) weiter gesunken und liegt nun bei 82,8 (-8,5). Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gezählt wurden.

In den münsterischen Krankenhäusern werden weiterhin mehr als 100 Covid-19-Patienten behandelt. Am Mittwoch waren es nach städtischen Angaben 108. 18 von ihnen werden auf Intensivstationen behandelt, zwölf Menschen müssen beatmet werden.

 

Die Corona-Beschlüsse für Januar

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  • Da die Zahl der Corona-Infektionen nicht deutlich sinkt, müssen sich die Menschen in Deutschland mindestens bis Ende Januar auf weitere Beschränkungen einstellen. Auf diese Maßnahmen haben sich Bund und Länder am 5. Januar geeinigt:

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  • Der Lockdown wird bis zum 31. Januar verlängert. Die bisher bis zum 10. Januar befristeten Schließungen die Schließung der meisten Geschäfte, Restaurants, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 31. Januar verlängert.

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  • Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Künftig sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt.

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  • Die drastischen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten in Nordrhein-Westfalen im öffentlichen Raum und auch in den eigenen vier Wänden . Das machte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen deutlich. Kontrolliert werde im privaten Bereich aber nicht.

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  • In Landkreisen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.“

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  • Betriebskantinen dürfen allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

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  • Schulen bleiben grundsätzlich geschlossen, oder die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. In Nordrhein-Westfalen gehen, wie Ministerin Yvonne Gebauer am 6. Januar bekanntgab, die Schüler aller Jahrgänge nach den Weihnachtsferien in den Distanzunterricht. Das gelte auch für Abschlussklassen.

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  • Auch Kindertagesstätten sollen grundsätzlich geschlossen bleiben. In NRW wird es ab dem 11. Januar nur noch einen eingeschränkten Betrieb geben, die Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Der Plan von NRW-Familienminister Stamp sieht vor, dass Gruppen voneinander getrennt und der Betreuungsumfang für jedes Kind im Januar um 10 Stunden pro Woche reduziert werden sollen.

    Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen. 

    Zudem wird das Kinderkrankengeld ausgeweitet. Normalerweise erhält jedes Elternteil pro Jahr für bis zu zehn Arbeitstage Kinderkrankengeld, Alleinerziehende für bis zu 20 Tagen. Vorübergehend soll der Zeitraum auf 20 beziehungsweise 40 Tage steigen. Der Anspruch gilt auch, wenn das Kind wegen Corona nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

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  • Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss sich künftig bei der Einreise testen lassen oder in den 48 Stunden davor. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden kann, bleibt bestehen.

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  • Bis spätestens Mitte Februar sollen sich alle Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen impfen lassen können. Bis zum 1. Februar sollen etwa vier Millionen Impfdosen ausgeliefert worden sein.

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  • Für Millionen Sporttreibende in den Vereinen geht mit den Beschlüssen von Bundesregierung und Länderchefs vom Dienstag das Warten auf die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis zumindest in den Februar weiter.

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  • Die Profiligen indes dürfen ohne Zuschauer und mit strengen Hygienekonzepten weiterspielen. In enger Taktung will etwa der Fußball sein Programm mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup im Winter fortsetzen, auch wenn zuletzt immer wieder Coronafälle nachgewiesen wurden.

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  • Darüber, wie es ab dem 1. Februar weitergehen soll, wollen die Kanzlerin und die Regierungschefs der Länder am 25. Januar beraten. Merkel sagte nach den Beratungen, das Ziel bleibe weiter, zu einer 7-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner von unter 50 zu kommen. Dies gewinne nochmals an Bedeutung durch die entdeckte Mutation des Coronavirus, die sich schneller verbreite. 

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