Pandemie
Lewe kündigt Gedenkfeier für Corona-Tote in Münster an

Münster -

15 Todesfälle in fünf Tagen: Angesichts der erheblichen Zunahme von Todesfällen in Münster im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat Oberbürgermeister Markus Lewe seine Betroffenheit ausgedrückt. Am Freitag gab es 39 bestätigte Neuinfektionen.

Freitag, 08.01.2021, 12:54 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 13:10 Uhr
Pandemie: Lewe kündigt Gedenkfeier für Corona-Tote in Münster an
13 Covid-Patienten in Münster müssen aktuell beatmet werden. Foto: dpa (Symbolbild)

In dieser Woche hatte die Stadt Münster bereits 15 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. Am Freitag kam kein weiterer hinzu, dennoch zeigt sich Oberbürgermeister Markus Lewe in einer städtischen Pressemitteilung angesichts der erheblichen Zunahme der Todesfälle tief betroffen: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen.“ Lewe kündigte überdies eine öffentliche Gedenkveranstaltung an, wenn es die pandemische Lage zulässt. Insgesamt sind in Münster 65 Menschen mit oder an Corona gestorben.

39 Neuinfektionen in Münster

Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Corona-Fälle im Stadtgebiet ist am Freitag auf 4643 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag hat es 39 Neuinfektionen gegeben. 3932 Menschen haben die Infektion bereits wieder überstanden, es gab somit 48 neue Gesundmeldungen. 646 Münsteranerinnen und Münsteraner sind aktuell nachweislich infiziert. „Es befinden sich zurzeit 477 Personen in Münster als Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. 

22 Covid-Patienten auf Intensivstationen

In den münsterischen Krankenhäusern werden weiterhin mehr als 100 Covid-19-Patienten behandelt. Nach Angaben der Stadt sind 108 Covid-Patienten in Krankenhäusern in Behandlung, 22 davon auf Intensivstationen. 13 Menschen müssen beatmet werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Landeszentrum Gesundheit wieder leicht gestiegen und liegt nun bei 75,2 (+1,6).

Die Corona-Beschlüsse für Januar

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  • Da die Zahl der Corona-Infektionen nicht deutlich sinkt, müssen sich die Menschen in Deutschland mindestens bis Ende Januar auf weitere Beschränkungen einstellen. Auf diese Maßnahmen haben sich Bund und Länder am 5. Januar geeinigt:

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  • Der Lockdown wird bis zum 31. Januar verlängert. Die bisher bis zum 10. Januar befristeten Schließungen die Schließung der meisten Geschäfte, Restaurants, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 31. Januar verlängert.

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  • Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Künftig sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt.

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  • Die drastischen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten in Nordrhein-Westfalen im öffentlichen Raum und auch in den eigenen vier Wänden . Das machte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen deutlich. Kontrolliert werde im privaten Bereich aber nicht.

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  • In Landkreisen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.“

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  • Betriebskantinen dürfen allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

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  • Schulen bleiben grundsätzlich geschlossen, oder die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. In Nordrhein-Westfalen gehen, wie Ministerin Yvonne Gebauer am 6. Januar bekanntgab, die Schüler aller Jahrgänge nach den Weihnachtsferien in den Distanzunterricht. Das gelte auch für Abschlussklassen.

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  • Auch Kindertagesstätten sollen grundsätzlich geschlossen bleiben. In NRW wird es ab dem 11. Januar nur noch einen eingeschränkten Betrieb geben, die Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Der Plan von NRW-Familienminister Stamp sieht vor, dass Gruppen voneinander getrennt und der Betreuungsumfang für jedes Kind im Januar um 10 Stunden pro Woche reduziert werden sollen.

    Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen. 

    Zudem wird das Kinderkrankengeld ausgeweitet. Normalerweise erhält jedes Elternteil pro Jahr für bis zu zehn Arbeitstage Kinderkrankengeld, Alleinerziehende für bis zu 20 Tagen. Vorübergehend soll der Zeitraum auf 20 beziehungsweise 40 Tage steigen. Der Anspruch gilt auch, wenn das Kind wegen Corona nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

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  • Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss sich künftig bei der Einreise testen lassen oder in den 48 Stunden davor. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden kann, bleibt bestehen.

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  • Bis spätestens Mitte Februar sollen sich alle Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen impfen lassen können. Bis zum 1. Februar sollen etwa vier Millionen Impfdosen ausgeliefert worden sein.

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  • Für Millionen Sporttreibende in den Vereinen geht mit den Beschlüssen von Bundesregierung und Länderchefs vom Dienstag das Warten auf die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis zumindest in den Februar weiter.

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  • Die Profiligen indes dürfen ohne Zuschauer und mit strengen Hygienekonzepten weiterspielen. In enger Taktung will etwa der Fußball sein Programm mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup im Winter fortsetzen, auch wenn zuletzt immer wieder Coronafälle nachgewiesen wurden.

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  • Darüber, wie es ab dem 1. Februar weitergehen soll, wollen die Kanzlerin und die Regierungschefs der Länder am 25. Januar beraten. Merkel sagte nach den Beratungen, das Ziel bleibe weiter, zu einer 7-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner von unter 50 zu kommen. Dies gewinne nochmals an Bedeutung durch die entdeckte Mutation des Coronavirus, die sich schneller verbreite. 

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