Sturmschäden
Sanierungsarbeiten an der Herz-Jesu-Kirche starten

Münster -

Im März 2020 hatten sich nach einem Sturm Teile des Dachs der Herz-Jesu-Kirche gelöst. Nach einer provisorischen Lösung bekommt Münsters höchster Kirchturm nun ein gänzlich neues Dach. Für Kirchenbesucher bedeutet das Einschränkungen.

Donnerstag, 14.01.2021, 09:00 Uhr
Der Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche bekommt eine neue Kupferabdeckung. Erkennbar sind die Dachlatten für die provisorische Absicherung, die nach dem Sturm im März 2020 montiert wurden.
Der Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche bekommt eine neue Kupferabdeckung. Erkennbar sind die Dachlatten für die provisorische Absicherung, die nach dem Sturm im März 2020 montiert wurden. Foto: hpe

Münsters höchster Kirchturm (94,6 Meter), auch „Fingerzeig Gottes“ genannt, erhält ein neues Dach: Am kommenden Montag starten an der Herz-Jesu-Kirche an der Wolbecker Straße die rund 1,2 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten mit dem Gerüstaufbau. Während der voraussichtlich bis Oktober geplanten Arbeiten bleibt das Gotteshaus zeitweise allerdings nur über Nebeneingänge zugänglich.

„Notwendige Sicherheitsmaßnahme“

Rudi Gehrmann , Leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Sankt Mauritz, spricht von einer „notwendigen Sicherheitsmaßnahme“, die jetzt an der 120 Jahre alten Kirche in Angriff genommen wird. Im März 2020 hatten sich bei einem Sturm Teile der Kupferabdeckung gelöst, zur Vorsicht wurde daraufhin die Wolbecker Straße zwischen Hansaring und Andreas-Hofer-Straße für mehrere Tage gesperrt, auch geplante Gottesdienste mussten abgesagt werden. Mit Dachlatten konnte das Dach provisorisch gesichert werden, auch im Inneren des Turms wurde für mehr Stabilität gesorgt.

Als erste Aktion wird nun der Turmschaft von drei Seiten eingerüstet, auf der Südseite des Turms montieren Arbeiter dann ein Schutzdach. Im zweiten Bauabschnitt ist der Turmhelm an der Reihe. Auch er wird komplett eingerüstet. Danach erneuern Bauteams die beschädigte komplette Kupferabdeckung. Projektbeauftragter ist das Architektenbüro Ubbenhorst & Partner gemeinsam mit dem Sachverständigen Klaus Siepenkort. Auch die Denkmalbehörde ist involviert.

Versicherung zahlt Großteil der Kosten

Die Kosten für die umfangreiche Instandsetzung am Wahrzeichen des Viertels rund um den Hansaplatz werden zu 90 Prozent von den Versicherungen im Rahmen der Sturmschadenregulierung übernommen, so die Gemeinde. Der Kirchenvorstand bittet um Verständnis, das es zu Einschränkungen kommen kann.

Gehrmann: „Gerade in Coronazeiten, in denen Menschen den lebendigen Gott für entbehrlich halten und manche sich sogar von ihm entwöhnen, ist es wichtig, dass Kirchtürme in geöffnete Kirchengebäude einladen, um zur Ruhe und zum Gebet zu kommen und vielleicht eine Kerze zu entzünden.“

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