Software für Gesundheitsämter
Stadt widerspricht Klein-Schmeink

Münster -

Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, fordert, schnellstmöglich alle Gesundheitsämter an eine gemeinsame Kontakt-Software anzuschließen. Die Stadt Münster sieht das anders.

Freitag, 15.01.2021, 20:00 Uhr
Maria Klein-Schmeink
Maria Klein-Schmeink Foto: dpa/Fabian Sommer

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Gesundheitspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90 /Die Grünen, Maria Klein-Schmeink , fordert, schnellstmöglich alle Gesundheitsämter an die Kontaktmanagement-Software Sormas des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung anzuschließen. „Es ist mir schleierhaft, wie fast ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie über zwei Drittel der Ämter noch immer nicht über die entsprechende Software verfügen“, so Klein-Schmeink .

Die Stadt Münster, die derzeit mit der Software „SurvNet“ arbeitet, und diese für das Meldewesen als momentan „unverzichtbar“ einstuft, bewertet die Dringlichkeit bezüglich einer Umstellung dagegen etwas anders. Ein Umstieg auf die verfügbare Variante Sormas-L verspreche keinerlei Mehrwert gegenüber der momentanen Lösung. Gleichwohl verfolge man die Variante Sormas-X mit großer Aufmerksamkeit.

Denn diese verspreche tatsächlich hinsichtlich der stadtübergreifenden Datenvernetzung mit umliegenden Gesundheitsämtern einen großen Mehrwert. Eine Entscheidung über einen dauerhaften Einsatz könne jedoch erst getroffen werden, wenn die Anwendung einem überzeugenden Praxistest unterzogen werden könne, was aufgrund von technischen Details in den Schnittstellen zu anderen Programmen frühestens Ende Januar möglich sei, so eine Sprecherin der Stadt. Hierbei sei zudem zu beachten, ob die Pandemiesituation einen Umstieg zulasse, da dieser für die vielen Anwender in der Kontaktnachverfolgung mit größerem Aufwand verbunden sein werde.

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