Beginn mit Entwässerungsgräben
Startschuss für Arbeiten auf neuem JVA-Gelände

Münster -

Es kann losgehen: Auf dem 18 Hektar großen Gelände der neuen Justizvollzugsanstalt in Münster-Wolbeck rollen die Bagger an. Zuerst lässt der Bau- und Lie

genschaftsbetrieb (BLB) zwei Entwässerungsgräben an den Rand des Areals verlegen.

Samstag, 16.01.2021, 16:00 Uhr
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb will den Neubau der JVA am nordöstlichen Rand des Stadtteils Wolbeck errichten.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb will den Neubau der JVA am nordöstlichen Rand des Stadtteils Wolbeck errichten. Foto: Google Earth/BLB

Umfassende Vorplanungen sind abgeschlossen, nun können die ersten Arbeiten beginnen: Auf dem 18 Hektar großen Gelände der neuen Justizvollzugsanstalt in Wolbeck lässt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) in den kommenden Monaten zwei Entwässerungsgräben an den Rand des Areals verlegen. Das soll Platz für das Gebäude und neue Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen schaffen, heißt es in einer Mitteilung des BLB.

Zudem wird demnach mit den neu angelegten Überflutungsflächen der Hochwasserschutz verbessert. Die Stadt Münster hatte die entsprechenden Anträge des BLB nach dem Wasserhaushaltsgesetz im Dezember genehmigt. Die neue Haftanstalt soll auf dem Grundstück zwischen Telgter Straße (L 585) und Freckenhorster Straße (L 793) entstehen.

Markus Vieth , Leiter der BLB-Niederlassung Münster, freut sich, dass nun die Arbeiten starten können. „Mit dieser Maßnahme wird unter anderem das Gewässer deutlich ökologisch aufgewertet“, betont er. Die momentan vorhandenen Gräben haben eine rein technische Funktion zum Schutz vor Überschwemmung der umliegenden Äcker. Laut Gutachten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weisen sie „keine naturnahen Strukturen“ auf, da sie begradigt und teilweise mit Rohren ausgebaut sind, heißt es weiter.-

Uferbereich wird mit Sträuchern und Büschen bepflanzt

Deshalb wird das neue Gewässer einen naturnahen, leicht geschwungenen Verlauf mit wechselnden Böschungsneigungen bekommen und in eine Auenlandschaft eingebunden werden, die bei starkem Regen oder Hochwasser als Überflutungsfläche dient. Hierfür wird der Uferbereich mit für den Lebensraum typischen Sträuchern und Bäumen bepflanzt sowie eine artenreiche Mähwiese und eine Streuobstwiese angelegt. Die Auenlandschaft verbessert darüber hinaus das Nahrungsangebot für in dem Gebiet lebende Fledermäuse, Kiebitze, Waldschnepfen und Feldlerchen, heißt es in der Mitteilung weiter.

In den kommenden Tagen beginnen die beauftragten Fachfirmen zunächst damit, das Baufeld für die anstehenden Erdarbeiten freizumachen. Diese Arbeiten werden voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen. Ab März sollen dann das Gewässer umgelegt und die Überflutungsflächen angelegt werden. Bis zur Fertigstellung bleibt der vorhandene Entwässerungsgraben erhalten.

Danach erfolgt die Anpflanzung von neuen Gehölzen. Zudem soll eine Linksabbiegespur von der Telgter Straße sowie eine provisorische Grundstückszufahrt gebaut werden. Im Anschluss kann der Bau der Haftmauer beginnen.

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