Beitrag zum Klimaschutz
Thermoflieger erkundet Energieverbrauch in 500 Metern Höhe

Münster -

Thermografie-Aufnahmen von einzelnen Gebäuden sind bekannt. Die Stadt Münster möchte das Thema CO2-Reduktion allerdings systematischer angehen. Dazu startete bereits im vergangenen Winter ein Thermoflieger seine Runden über der Stadt – ohne das Projekt allerdings abzuschließen. Jetzt steht die Maschine wieder in den Startlöchern. 

Sonntag, 17.01.2021, 20:00 Uhr
Das Propeller-Flugzeug für die Thermografie-Befliegung steht bereit, jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.
Das Propeller-Flugzeug für die Thermografie-Befliegung steht bereit, jetzt muss nur noch das Wetter stimmen. Foto: Miramap Airplanes

Mit einer Thermografie-Befliegung will die Stadt Münster laut Mitteilung einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Zeichen für den Start des Projektes stehen gut: Der Flieger steht bereit und die Temperaturmessgeräte sind verteilt. Bereits im vergangenen Winter hat es vergleichbare Flüge gegeben , doch die Aktion konnte nicht abgeschlossen werden, unter anderem wegen Corona.

„Die Thermografie-Befliegung ist eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzes, die für energetische Fragestellungen sensibilisiert und Angebote zu Möglichkeitender Energieeinsparung macht“,so Stadtbaurat Robin Denstorff . „Jetzt braucht es nur noch die passenden Wetterverhältnisse – klare und trockene Nächte, geringe Luftfeuchtigkeit, keinen Wind und Temperaturen von 5 Grad oder kälter.“ Unter diesen Voraussetzungen lassen sich verwertbare Wärmebilder der münsterschen Dachlandschaft erstellen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Für eine Erstberatung der Hauseigentümer

Nach Auswertung und Aufbereitung der Bilder bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Münster allen Hauseigentümern kostenlos eine thermografische Darstellung ihrer Immobilie und eine Erstberatung zur energetischen Gebäudesanierung an.

„Ziel ist es, dauerhaft Heizkosten zu verringern und CO2-Emissionen zu vermeiden“, erläutert Georg Reinhardt vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Wärmebilder liegen voraussichtlich im Herbst 2021 vor.  

„Doch zunächst werden die so genannten Rohbilder benötigt“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City, die das Projekt federführend bei der Stadt betreut. Für die Aufnahmen wird eine Propellermaschine an drei Tagen in den späten Abendstunden unterwegs sein.

Lärmbelästigung nicht zu vermeiden

Das Flugzeug samt Spezialkamera der beauftragten Firmen Hexagon und Miramap steht in Utrecht bereit. „Da in einer Höhe von 500 Metern geflogen wird, lässt sich eine Lärmbelästigung leider nicht vermeiden“, wirbt Wolf um Verständnis bei den Bürgern. Mit der Befliegung erfolgt zugleich eine Kontrolle des 120 Kilometer langen Fern- und Nahwärmenetze der Stadtwerke. 

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