Untreue-Vorwurf gegen Ex-Sparda-Bank-Chef
Anklage gegen Enrico Kahl zugelassen

Münster -

Nach jahrelangen Ermittlungen der Staats­anwälte kommt der Spesen-Skandal bei der Sparda-Bank in Münster nun vor das Landgericht Münster. Die Richter haben jetzt die Anklage gegen den ehe­maligen Bank-Chef, Enrico Kahl, in wesentlichen Punkten zugelassen. 

Donnerstag, 21.01.2021, 11:30 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 11:34 Uhr
Untreue-Vorwurf gegen Ex-Sparda-Bank-Chef: Anklage gegen Enrico Kahl zugelassen
Enrico Kahl Foto: Matthias Ahlke

Dem 62-jährigen Ex-Banker wird Untreue mit einem mutmaßlichen Schaden in Höhe von 1,2 Millionen € vorgeworfen. Er soll private Feiern und Reisen über die Bank abgerechnet haben. Darunter waren der Geburtstag seiner Frau und Reisen zu den Wagner-Festspielen nach Bayreuth.

Rund 630 Seiten umfasst die Anklage nach den insgesamt fünfjährigen Ermittlungen der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Bielefeld. Laut Anklage geht es um insgesamt 210 Einzel­taten. Es gehe um Beträge zwischen 50 und 150.000 €, hieß es bei der Staats­anwaltschaft.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft den Schaden sogar auf mehr als zwei Millionen € beziffert. Allerdings wurden 15 Vergehen mit einem Gesamtschaden von 880.000 € noch nicht zur Anklage zugelassen.

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