Debatte über Hochhaus-Pläne
„Festlegung auf 27 Meter ist kleinkariert“

Münster -

Die Debatte über die Hochhauspläne eines münsterischen Investors am Berliner Platz hält an. Viele Münsteraner haben offenbar wenig Einwände gegen Hochhäuser am Hauptbahnhof.

Freitag, 22.01.2021, 11:15 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 11:20 Uhr
So sieht de rEntwurf für das Hochhaus-Projekt des Investors Areo am Berliner Platz aus.
So sieht de rEntwurf für das Hochhaus-Projekt des Investors Areo am Berliner Platz aus. Foto: Peter Bastian Architekten

Der Investor Areo will am Berliner Platz ein Hochhaus mit 230 Wohnungen errichten – ein neuer Bebauungsplan, der dort eine Maximalhöhe von rund 27 Metern festlegt, dürfte das Vorhaben vereiteln. Zum Artikel vom Montag haben uns zahlreiche Stellungnahmen von Lesern erreicht, hier eine weitere Auswahl.

„Warum das Metropolis mit gerade einmal 45 Metern Höhe ein ,singulärer Hochpunkt‘ bleiben soll, wie (...) Stadtbaurat Denstorff betont, erschließt sich mir nicht“, meint Egon Schrameyer . Die künftige Festlegung auf 27 Meter bezeichnet er als „kleinkariert“.

Freude über neue Wohnungen

„Warum nicht auf geeigneten Grundstücken – und dazu zählt der Bahnhofsbereich – zwei oder drei nah zusammenstehende Hochhäuser zulassen?“, fragt Dirk Paulsen. Natürlich müsse man sorgfältig bei der Genehmigung solch großer Projekte vorgehen.

Heike Hedwig merkt an: „Wer soll denn da wohnen? Familien mit Kindern? (...) Wozu nicht bestehende Mehrfamilienhäuser aufstocken? Die befänden sich dann in gewachsenen Wohngebieten mit Spielplatz und Einkaufsmöglichkeiten. Münster braucht mehr Wohnraum für Familien und keine Ghettos am Bahnhof.“

„Der in Ihrer Zeitung abgebildete Entwurf findet meine Zustimmung, solange die geplante Geschosshöhe der beiden neuen Hochhäuser nicht höher als beim ,Metropolis-Hochhaus‘ ausfällt“, schreibt Dr. Peter Mayenfels. „Damit sollte es aber auch bei diesen Hochhäusern bleiben.“ Darüber, dass dann 230 neue Wohnungen entstehen würden, sollte man sich freuen.

„Typisch Münster“

Auch auf unserer Facebook-Seite wird über die Hochhaus-Pläne diskutiert. „Münster ist flächenmäßig fast so groß wie München. Da sollte es eigentlich völlig normal sein, in die Höhe zu bauen“, merkt User Gerald Schröter an. „Oh Mann, typisch Münster. Es wird alles zerrissen, was Wohnraum schafft“, meint User Markus Baumgarte. Piet van Dijk schreibt: „Münster sollte sich nicht an Investoren verschachern. Werden die Bürger gar nicht gefragt?“

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