Corona-Pandemie
Inzidenz in Münster seit sieben Tagen unter 50

Münster -

Die Corona-Lage in Münster ist weiterhin stabil: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun den siebten Tag in Folge unterhalb von 50. Am Dienstag gab es neun Neuinfektionen in der Stadt.

Dienstag, 26.01.2021, 11:55 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 11:58 Uhr
Corona-Pandemie: Inzidenz in Münster seit sieben Tagen unter 50
441 Münsteranerinnen und Münsteraner sind aktuell nachweislich mit Corona infiziert. Foto: dpa (Symbolbild)

Den siebten Tag in Folge ist in Münster die Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb von 50 geblieben. Am Dienstag meldete das Landeszentrum Gesundheit einen Wert von 38,4 (-3,8 im Vergleich zum Vortag). So viele Neuinfektionen hat es in Münster pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gegeben. 

Am Dienstag wurden in Münster neun Corona-Neuinfektionen bestätigt. Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Fälle liegt damit bei 5062. Den Neuinfektionen stehen am Dienstag 22 Gesundmeldungen gegenüber. Insgesamt haben 4532 Menschen die Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 89. Aktuell sind in Münster 441 Menschen nachweislich infiziert.

In den münsterischen Krankenhäusern werden aktuell 78 Covid-19-Patienten behandelt, 16 davon auf Intensivstationen. Elf Patienten müssen beatmet werden. Es befinden sich zurzeit 255 Personen in Münster als Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne.

Wie der Corona-Schnelltest für zu Hause funktioniert

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  • In den Apotheken gibt es wahrscheinlich bald auch Corona-Selbsttests für zu Hause. Nach positiven Signalen aus dem Bundesgesundheitsministerium streben die Hersteller eine zügige Zulassung an.

    Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter
  • Um welche Tests geht es konkret?

    Um neu zugelassene Antigen-Schnelltests. Die Methode entspricht derjenigen der bisherigen Schnelltests: Anhand bestimmter Virusproteine wird über einen Teststreifen wie bei einem Schwangerschaftstest eine Infektion nachgewiesen. Dazu braucht es einen Abstrich aus der Nase oder Speichel. 

    Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
  • Was ist dann das Neue? 

    Die bisherigen Schnelltests verlangen einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen. Für viele ist das unangenehm. Außerdem dürfen diese Tests nicht an Privatleute verkauft werden und sollen von geschultem Personal gemacht werden. Bei den Selbsttests sind verschiedene Produkte im Gespräch, beispielsweise Gurgel- und Spucktests - die werden in Österreich schon eingesetzt - oder auch Tests, bei denen Abstriche in der Nase viel weiter vorn entnommen werden. 

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  • Und das ist dann auch aussagekräftig? 

    Die Berliner Charité hatte im Herbst zusammen mit der Uniklinik Heidelberg untersucht, wie sich rund 150 Corona-Verdachtspatienten beim Umgang mit einem noch nicht auf dem Markt erhältlichen Selbsttest samt Anleitung geschlagen haben. Der Tupfer musste im vorderen Nasenbereich in zwei bis drei Zentimetern Tiefe für 15 Sekunden in kreisenden Bewegungen an den Innenwänden der Nase entlanggeführt werden. Beobachtet wurden laut Charité-Professor Frank Mockenhaupt nur minimale Unterschiede zwischen Selbsttest und Test mit tiefem Nasenabstrich durch einen Profi. Beim Selbsttest wurden laut der Studie 33 von 40 Infizierten erkannt, beim Einsatz von Fachpersonal waren es 34.

    Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
  • Und was ist mit dem Spuck- und Gurgeltest? 

    Der wird etwa in Österreichs Hauptstadt Wien eingesetzt. Beschäftigte an Schulen und Kitas können den Test einmal pro Woche zu Hause machen. Die Testkits werden über die Schulen und Kitas verteilt - die Proben werden dann abgeholt und im Labor untersucht. Die Teilnehmer bekommen das Ergebnis auf ihr Handy.

    Beim Gurgeltest wird mit einer speziellen Flüssigkeit eine halbe bis eine Minute gegurgelt, um Partikel aus dem Rachen zu lösen. Danach kommt alles in ein Proberöhrchen und die Probe wird untersucht. In einer Pilotstudie im vergangenen Frühjahr mit mehr als 5000 Schülern und Lehrern in Wien hatte das Gurgeln nach Angaben des Mikrobiologen und Studienleiters Michael Wagner von der Universität Wien vergleichbare Ergebnisse wie der Rachenabstrich geliefert. 

    Foto: picture alliance/dpa/APA | Hans Punz
  • Welche Hürden gibt es in Deutschland noch?

    Eigentests - zum Beispiel auch Blutzuckertests für Diabetiker - müssen in Deutschland ein spezielles Prüfverfahren etwa mit Hilfe des Tüv oder der Dekra durchlaufen. Das soll garantieren, dass sie wirklich für jeden Laien leicht anwendbar sind. Das reicht von der Verständlichkeit der Verpackungsbeilage bis hin zu den Materialien.

    Außerdem muss „die Ergebnisqualität unter diesen Anwendungsbedingungen sichergestellt“ sein, wie es vom Bundesgesundheitsministerium weiter heißt - also die Testergebnisse müssen aussagekräftig sein.

    Am 24. Februar wurde bekannt, dass die ersten Selbsttests eine Zulassung erhalten haben,

    Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter
  • Wieviel Sicherheit könnten die Selbsttests geben? 

    Experten weisen auch bei den herkömmlichen Schnelltests darauf hin, dass sie immer nur eine Momentaufnahme sein können und vor allem bei Menschen mit hoher „Viruslast“ gut anschlagen. Ein negativer Test muss nicht heißen, dass man das Virus nicht schon in sich trägt. Mit Blick auf die künftigen Selbsttests heißt es von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, auf jeden positiven Test zu Hause solle ein sofortiger Anruf beim Hausarzt oder Gesundheitsamt erfolgen. „Nur ein PCR-Test vom Labor kann das Ergebnis des Schnelltests sicher bestätigen und damit das Infektionsgeschehen präzise abbilden.“

    Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen
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