Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
„Regelmäßig Opfer von Anfeindungen“

Münster -

Auch in Münster kommt es immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, kritisiert das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Im Interview mit unserer Zeitung beziehen die Vorstandsmitglieder unter anderem Stellung zu den jüngsten Ereignissen im Studierendenparlament der WWU. Von Martin Kalitschke
Mittwoch, 27.01.2021, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.01.2021, 08:00 Uhr
Die Studenten (v.l.) Jan Seemann (28), Wilko Martens (21) und Sibel Tayçimen (28) engagieren sich im Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gegen Antisemitismus und Israel-Hetze.
Die Studenten (v.l.) Jan Seemann (28), Wilko Martens (21) und Sibel Tayçimen (28) engagieren sich im Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gegen Antisemitismus und Israel-Hetze. Foto: pd

Das Studierendenparlament der Westfälischen Wilhelms-Universität diskutierte vergangene Woche über einen Antrag, der ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen soll. Bei der digital geführten Debatte fielen antiisraelische und antisemitische Äußerungen (wir berichteten). Darüber hat unser Redakteur Martin Kalitschke mit dem Vorstand des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Münster (DIG) – den Studenten Wilko Martens (21), Jan Seemann (28) und Sibel Tayçimen (28) – gesprochen.

Wie haben Sie die öffentlich zugängliche digitale Diskussion im Studierendenparlament wahrgenommen?

Seemann: Es hätte ein Antrag gegen Antisemitismus und die BDS-Kampagne (eine weltweite Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will, Anm. d. Red.)verabschiedet werden sollen. Doch die Sitzung wurde durch antiisraelische Aktivisten gestört, die zum Beispiel „Fuck Israel“ in den Chat des Zoom-Meetings schrieben. Von Beginn an wurde durch die Anwesenheit einer ganzen Reihe von Personen, die schon durch ihre Profilbilder deutlich machten, dass sie die Existenz des Staates Israel ablehnen, eine feindselige Stimmung gegenüber dem Antrag gegen Antisemitismus aufgebaut. Neben der israelfeindlichen Gruppe „Palästina Antikolonial“ war der Verein „Samidoun Deutschland“ anwesend, der der palästinensischen Terrororganisation PFLP nahesteht und 2019 eine verurteilte Terroristin nach Berlin einlud.

Gab es auch Ausfälle von Studierenden?

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