Münsteraner Elias Ubbenhorst war in Kenia
Als Missionar auf Zeit in Afrika

Münster -

Der Münsteraner Elias Ubbenhorst war als Missionar auf Zeit in Afrika. Angeboten wird das Programm von den Spiritanern.

Freitag, 05.02.2021, 11:00 Uhr
Der Münsteraner Elias Ubbenhorst (hinten Mitte, mit anderen Teilnehmern des Projektes) war fast ein Jahr lang als „Missionar auf Zeit“ in Afrika.
Der Münsteraner Elias Ubbenhorst (hinten Mitte, mit anderen Teilnehmern des Projektes) war fast ein Jahr lang als „Missionar auf Zeit“ in Afrika. Foto: pd

Ein Jahr in Afrika sollte es werden – dann musste der Münsteraner Elias Ubbenhorst allerdings ein paar Wochen früher die Rückreise von Nairobi (Kenia) in die Heimat antreten. Schuld war Corona.

Dennoch: „In diesem Jahr bin ich erwachsen geworden“, sagt der 19-Jährige, der mittlerweile in Paderborn eine Ausbildung macht. Themen wie Rassismus und Kolonialismus beschäftigten ihn heute weit mehr als vor dem FiJ (Freiwilliges internationales Jahr).

Das Programm, mit dem Ubbenhorst in Kenia war, heißt MaZ (Missionar/Missionarin auf Zeit) und wird von den Spiritanern angeboten – einer katholischen Ordensgemeinschaft mit missionarischer Tätigkeit. Missionieren habe jedoch nicht zu seiner Tätigkeit gehört, sagt der 19-Jährige. Vielmehr ging es darum, in Einrichtungen der „Sisters of the Immaculate Heart of Mary“ (Schwestern vom unbefleckten Herzen Mariens) mitzuarbeiten und so eine Brücke zwischen Afrika und Europa zu bauen. So betreute er mehrere Monate lang die Bewohner eines Kinderheimes in Maguguni, einige waren von ihren Müttern nach der Geburt in Krankenhäusern zurückgelassen, andere nach der Scheidung ihrer Eltern aufgenommen worden.

Nach einem knappen halben Jahr wechselte er zu einem Mädcheninternat. Nach und nach sei ein enger Kontakt zu den Menschen in Kenia gewachsen, berichtet Elias Ubbenhorst. Aber auch mit anderen Missionaren auf Zeit habe er die ganze Zeit über im Austausch gestanden. So feierte er mit einigen von ihnen Silvester auf Sansibar.

Aktuell steckt der Freiwilligendienst der Spiritaner in den Vorbereitungen für die nächste Runde, die im Sommer 2021 beginnen soll, wenn es denn die Rahmenbedingungen zulassen. „Perspektiven wechseln, sich mit entwicklungspolitischen Themen auseinandersetzen, globale Zusammenhänge und Machtstrukturen begreifen, seine eigenen Privilegien hinterfragen, sich nachhaltig engagieren, Solidarität leben, im Glauben wachsen, Gemeinschaft erfahren – das alles und noch viel mehr ist MaZ“, betont Anne Arenhövel, die den Freiwilligendienst der Spiritaner betreut.

Am Samstag (6. Februar) findet ein Online-Infotag für Interessierte statt. Infos gibt es auch auf maz-spiritaner.de sowie auf Instagram (@mazspiritaner). Zum Infotag können sich Interessierte per E-Mail unter maz@spiritaner.de anmelden.

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