Schnee in Münster erwartet
Winterdienst rechnet mit 36-Stunden-Einsatz

Münster -

Feuerwehr und Abfallwirtschaftsbetriebe bereiten sich auf einen der größten Wintereinsätze seit Jahren vor. Am Sonntag könnten nach den Vorhersagen der Meteorologen in Münster bis zu 40 Zentimeter Schnee fallen.

Freitag, 05.02.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 18:42 Uhr
Noch ist die große Salzhalle bei den Abfallwirtschaftsbetrieben an der Rösnerstraße prall gefüllt. 3400 Tonnen Taumittel stehen bereit. Bei dem mutmaßlichen Großeinsatz am Wochenende mit bis zu 43 Räum- und Streufahrzeugen dürften davon allerdings bis Montagmorgen schon 600 Tonnen verbraucht sein.
Noch ist die große Salzhalle bei den Abfallwirtschaftsbetrieben an der Rösnerstraße prall gefüllt. 3400 Tonnen Taumittel stehen bereit. Bei dem mutmaßlichen Großeinsatz am Wochenende mit bis zu 43 Räum- und Streufahrzeugen dürften davon allerdings bis Montagmorgen schon 600 Tonnen verbraucht sein. Foto: hpe

Ergiebige Schneefälle, gefrierender Regen, eisige Temperaturen und bitterkalter Wind: Münster bereitet sich auf ein hochwinterliches Wochenende vor. Die Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt (AWM) rechnen ab Samstagnachmittag mit einem durchgehenden Winterdiensteinsatz von zunächst 36 Stunden. Auf alle Eventualitäten stellt sich auch die Feuerwehr ein. Bis zu 40 Zentimeter Schnee, so die Vorhersagen, könnten am Sonntag fallen.

Kommt es tatsächlich so schlimm, steht den AWM einer der größten Einsätze seit vielen Jahren bevor. Er rechne mit einer „absoluten Ausnahmelage“, so AWM-Abteilungschef Gregor Walterbusch.

In seinen 21 Dienstjahren habe er „noch nie mit so viel Schnee in so kurzer Zeit“ planen müssen. 250 Mitarbeiter sind ab Samstagmittag in Bereitschaft, alle 25 Großfahrzeuge mit Schneeräumschildern ausgestattet worden. Insgesamt 43 Räum- und Streufahrzeuge stünden bereit, es werden wohl alle in den Einsatz gehen.

Temperaturen bis minus sechs Grad 

„Wir rücken gleich nach dem ersten Schneefall aus, damit Salz zwischen Straße und Schnee kommt“, so Walterbusch. Da die Temperaturen am Sonntag bis minus sechs und kommende Woche bis minus 14 Grad fallen sollen, könnte das Salz seine Tauwirkung verlieren. „Nebenstraßen vereisen und würden unpassierbar“, befürchtet der Einsatzleiter.

Im Salzlager an der Rösnerstraße liegen 3400 Tonnen Taumittel parat. Davon könnten – im Fall des Falles – am Montag bereits 600 Tonen verbraucht sein. Befürchtet werden auch massive Beeinträchtigungen des Berufsverkehrs am Montagmorgen. Die AWM rechnen zudem damit, dass es in der kommenden Woche „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ zu Einschränkungen in der Tonnen- und Sperrgutabfuhr kommen wird. „Wir holen diese Touren sukzessive nach“, so AWM-Sprecherin Manuela Feldkamp.

Feuerwehr hat Schneeketten bereit gelegt

Auch die Berufsfeuerwehr bereitet sich auf ein turbulentes Wochenende vor. „Für unsere Einsatzfahrzeuge liegen die Schneeketten parat, sie können bei Bedarf umgehend aufgezogen werden“, so Mitarbeiter Tobias Rotert. Am Freitag wurden noch einmal alle Fahrzeuge vollgetankt – und Kettensägen frisch geölt, falls Eisregen oder Schnee für Astbruch sorgen sollten.

Auch Gebäude werde die Feuerwehr im Blick haben. Bestehe die Gefahr, dass Dächer unter der Schneelast einstürzen, dann stünden Feuerwehrmitarbeiter bereit, diese von der Schneelast zu befreien. Zudem habe man Stromaggregate bereitgestellt, damit bei Ausfällen weiter die wichtige Infrastruktur versorgt werden kann, sagt Rotert.

Der  letzte große Schneefall liegt 16 Jahre zurück. Damals kamen mehr als 30 Zentimeter vom Himmel. Im legendären Winter 1978/ 1979 kamen in der Innenstadt sogar bis zu 1,50 Meter Schnee zusammen.

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