Vorwürfe gegen MVZ-Laborleiter
Bündnis schließt sich Kritik an Professor Cullen an

Münster -

In der Kritik: Nachdem der AStA der Uni Münster und die „Kritischen Mediziner*innen“ Prof. Dr. Paul Cullen „unwissenschaftliche, antifeministische und antisemitische Äußerungen” vorgeworfen haben, kritisiert nun auch das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster den Leiter des MVZ-Labors.

Montag, 15.02.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2021, 19:08 Uhr
Prof. Dr. Paul Cullen vom MVZ Labor Münster
Prof. Dr. Paul Cullen vom MVZ Labor Münster Foto: Oliver Werner

Nachdem der AStA der Uni Münster und die „Kritischen Mediziner*innen“ Prof. Dr. Paul Cullen „unwissenschaftliche, antifeministische und antisemitische Äußerungen” vorgeworfen und den Entzug seiner außerplanmäßigen Professur an der WWU gefordert haben, kritisiert nun auch das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster den Leiter des MVZ-Labors.

„Fundamentalistischen Ansichten“ zum Schwangerschaftsabbruch vorgeworfen

Die Organisationen „Ärzte für das Leben e.V.“ und der „Bundesverband Lebensrecht“, in deren Vorständen Cullen ist, hätten zum Ziel, den Schwangerschaftsabbruch zu kriminalisieren, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses. Demnach verbreiteten sie verzerrende und falsche Informationen, etwa zu den psychischen Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs. Zudem attestiert das Bündnis den Organisationen eine Nähe zum rechten politischen Rand.

Bündnis-Sprecherin Adriana Beran: „Die Sorge darüber, dass Dr. Cullen seine fundamentalistischen Ansichten auch in der Universität verbreiten könnte, erscheint vor diesem Hintergrund berechtigt. Dies muss dringend geprüft werden.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7821542?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker