Reformbewegung Maria 2.0
Thesenanschlag an mehreren Kirchenportalen

Münster -

Als Vorbild diente der Reformator Martin Luther: Mit einem Thesenanschlag hat sich die Reformbewegung Maria 2.0 am Wochenende für Veränderungen in der katholischen Kirche stark gemacht.

Samstag, 20.02.2021, 16:30 Uhr aktualisiert: 21.02.2021, 18:26 Uhr
Wie hier in St. Michael in Gievenbeck gab es auch andernorts einen Thesenanschlag der Reformbewegung Maria 2.0.
Wie hier in St. Michael in Gievenbeck gab es auch andernorts einen Thesenanschlag der Reformbewegung Maria 2.0. Foto: Angela Kieserg

Frauen-Protest gegen althergebrachte Strukturen in der katholischen Kirche : Am Wochenende vor der virtuellen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (23. bis 25. Februar) haben sich die Reformbewegung Maria 2.0 und der katholische Frauenverband im Bistum Münster mit ihren Forderungen nach Veränderungen in der Kirche erneut an die Öffentlichkeit gewandt. Viele Unterstützerinnen veröffentlichen „Sieben Thesen Maria 2.0 – an alle Menschen, die guten Willens sind“ an den Türen zahlreicher Kirchen, heißt es in einer Mitteilung. „Es ist wieder Zeit für eine Kirchenreform“, wird Judith Everding, Vorsitzende des kfd-Diözesanverbandes Münster, in einer Mitteilung zitiert. „Wir stehen an einem ähnlichen Punkt wie vor über 500 Jahren Martin Luther . Der Reformer kritisierte die große Macht der Kirchenmänner und wollte eine theologische Diskussion anregen. Auch wir als kfd und Unterstützerinnen der Bewegung Maria 2.0 stehen vor den Toren unserer Kirchen.“ In Münster fand der Thesenanschlag unter anderem an Paulus-Dom, Bischofssitz, Lambertikirche sowie weiteren Pfarrkirchen statt. Mit der Aktion wollen Maria 2.0 bundesweit und der kfd-Diözesanverband im Bistum Münster ihre Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen Kirche untermauern und auf die Missstände in der katholischen Kirche hinweisen. Ziel dieses Engagements sei eine geschlechtergerechte Kirche mit dem Zugang für alle Menschen zu allen Ämtern sowie die Aufklärung, Verfolgung und Bekämpfung der Ursachen von sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats.

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