Neues Programm
Tausche 100 Autoparkplätze gegen 1000 Fahrradparkplätze

Münster -

Die Stadt Münster startet im März das „1000-Fahrradstellplätze-Programm“. Dabei werden (vorzugsweise) in der Innenstadt 100 Parkplätze für Autos abgebaut, damit dort Fahrräder abgestellt werden können.

Montag, 22.02.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 18:27 Uhr
500 solcher Fahrradbügel – wie hier an der Königsstraße – sollen in den kommenden Monaten installiert werden. Dafür fallen 100 Autoparkplätze weg.
500 solcher Fahrradbügel – wie hier an der Königsstraße – sollen in den kommenden Monaten installiert werden. Dafür fallen 100 Autoparkplätze weg. Foto: Matthias Ahlke

Seit Jahren wird über die Neuverteilung des Verkehrsraumes in der Stadt diskutiert. Jetzt will Stadtbaurat Robin Denstorff einen weiteren Pflock einschlagen. Er hat dem neuen Ausschuss für Mobilität, der am Donnerstag (25. Februar, Stadtweinhaus, 17 Uhr) tagt, einen Beschlussvorschlag vorgelegt, der über die realen Verbesserungen für den Fahrradverkehr hinaus auch einen großen Symbolwert hat.

Konkret geht es darum, „in innenstadtnahen Quartieren und den Stadtteilzentren“ insgesamt 100 Autoparkplätze am Straßenrand abzubauen und diese in Fahrradstellplätze umzuwandeln. Das soll dadurch geschehen, dass auf jedem dieser Parkplätze fünf Anlehnbügel für Leezen installiert werden. Diese Form der Fahrradständer ist in Münster bereits weit verbreitet. An beiden Seiten jedes Bügels kann jeweils ein Fahrrad angekettet werden.

Platz für 1000 Räder

Bei zehn Rädern je Autoparkplatz bieten die 100 wegfallenden Stellflächen Platz für 1000 Räder, weswegen Denstorff die Aktion auch das „1000-Fahrradstellplätze-Programm“ nennt.

Sobald der Grundsatzbeschluss am kommenden Donnerstag vorliegt (ein weiterer Ratsbeschluss ist nicht erforderlich), soll eine Taskforce bei der Stadtverwaltung die Parkplätze ermitteln. Bei der Standortwahl sollen „auch auch Aspekte der Verkehrssicherheit, der Feuerwehr und der rechtlichen Vorgaben für Bewohnerparkzonen“ berücksichtigt werden.

Parallel zu der Installation der neuen Anlehnbügel wird jeder wegfallende Autostellplatz für sechs Wochen einen großen Aufsteller – im Fachjargon Car-Bike-Port – erhalten. Das stilisierte Auto soll öffentlichkeitswirksam dokumentieren, dass dieser Platz für parkende Autos nicht mehr zur Verfügung steht und überdies auch den Flächenverbrauch belegen, den parkende Autos am Straßenrad verursachen. Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, strebt die Stadtverwaltung an, dass der Aufsteller praktisch durch die Stadt wandert.

170 000 Euro veranschlagt

Insgesamt rund 170 000 Euro sind für das Programm veranschlagt. Der Startschuss soll im März erfolgen.

Am sogenannten Parking Day hatten Kritiker in den vergangenen Jahren immer wieder Autoparkplätze blockiert und dabei gefordert, diese Flächen verstärkt dem Fahrradverkehr zuzuschlagen. In die gleiche Richtung gingen auch viele politische Initiativen der Ratsparteien. Darauf reagiert Stadtbaurat Denstorff jetzt mit dem neuen Programm.

„Parking Day“ auf der Wolbecker Straße

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  • Beim „Parking Day“ hat ein Bündnis von Umwelt- und Klima-Initiativen auf der Wolbecker Straße mit verschiedenen Aktionen für urbanes Leben ohne Autoverkehr demonstriert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Aktivisten nutzten die Gelegenheit um auf der Straße zu tanzen, Yoga zu machen oder Konzerte zu spielen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dem ADFC geht es bei der Aktion darum, dass der Verkehrsraum gerechter aufgeteilt wird.

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