Einzelhändler im Lockdown
Selbstabholung boomt in Münster

Münster -

Die Türen der Einzelhändler sind seit Monaten geschlossen, doch viele von ihnen haben trotzdem gut zu tun. "Click und Collect“ und Lieferdienste bringen die Waren trotzdem unter das Volk. Die Einzelhändler in Münster gehen unterschiedliche Wege. Von Joel Hunold
Mittwoch, 24.02.2021, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.02.2021, 08:00 Uhr
Besser als nichts: In Zeiten des Corona-Lockdowns halten sich viele Einzelhändler mit einem Abholservice über Wasser
Besser als nichts: In Zeiten des Corona-Lockdowns halten sich viele Einzelhändler mit einem Abholservice über Wasser Foto: Oliver Werner
Seit elf Wochen haben die münsterischen Einzelhändler geschlossen. Während manche die Ladentüren streng verschlossen halten, stemmen sich andere mit aller Macht und Kreativität gegen die Krise: Click beziehungsweise Call & Collect, Online-Handel, Lieferungen am selben Tag, Beratungen via Video­telefonie, Newsletter an Stammkunden – Mitarbeiter müssen den ganzen Tag durch den Laden laufen und Bestellungen zusammensuchen, wird mancherorts berichtet. Lockdown-Langeweile herrscht keine. Doch sind die alternativen Verkaufskonzepte erfolgreich? „Wir sind sehr zufrieden und froh darüber, dass wir für unsere Kunden weiterhin da sein dürfen“, heißt es von der Buchhandlung Poertgen-Herder. Der Umsatz sei geringer als zu normalen Zeiten, Stammkunden bestellten oft, nur die Frequenz fehle. Doch gerade Click & Collect, also das persönliche Abholen online oder telefonisch bestellter Waren, laufe gut. "Ein bisschen weniger katastrophal" So zufrieden wie dort sind die wenigsten Händler. Als „Trauerspiel“ bezeichnet Thomas Zumnorde, Schuhhändler und Sprecher der Kaufleute vom Prinzipalmarkt, die aktuelle Situation. Zwar gebe es bedarfsdeckende Bestellungen, doch Januar und Februar seien traditionell keine guten Monate für die Modehändler am Prinzipalmarkt – das sei das einzig Gute am aktuellen Lockdown, besonders im Vergleich zum Frühjahr. „Damals war es katastrophal, aktuell ist es ein bisschen weniger katastrophal.“ Auch Jürgen Budke vom Kinderkaufhaus Mukk klingt im Gespräch resigniert.
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