Lärmaktionsplan
Mehr Tempo 30 und mehr Schallschutz in Münster

Münster -

Die Verwaltung plant eine Reihe von Maßnahmen, damit die Lärmbelastung der Münsteraner abnimmt – unter anderem Tempo 30 auf weiteren Straßenabschnitten und die Förderung von passivem Schallschutz.

Donnerstag, 25.02.2021, 07:00 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 08:47 Uhr
Nicht nur nachts soll künftig auf der Hammer Straße Tempo 30 gelten.
Nicht nur nachts soll künftig auf der Hammer Straße Tempo 30 gelten. Foto: Matthias Ahlke

Mehr Straßenabschnitte, in denen die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h gesenkt wird, sowie Ausweitung der Förderung passiver Schallschutzmaßnahmen: Dies sieht der neue Lärmaktionsplan vor, über den am 17. März der Rat abstimmen wird.

Mit Geschwindigkeitsreduzierungen auf den Straßen, Anpassungen der Ampelsteuerung, Fahrbahnerneuerungen mit Einsatz von lärmmindernden Belägen sowie einer Fortschreibung des Schallschutzfensterprogramms sollen kurzfristig mehr als 11 000 Einwohner in lärmbelasteten Gebäuden entlastet werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Tempo 30 auf weiteren Abschnitten vorgesehen

Ist der Lärmaktionsplan verabschiedet, soll die Einführung von Tempo 30 auf folgenden Abschnitten straßenverkehrsrechtlich geprüft werden: Hammer Straße (zwischen Ludgeriplatz und Geiststraße, hier gilt Tempo 30 bislang nur nachts), Kanalstraße (Rjasanstraße bis Coerdeplatz), Hansaring (Schillerstraße bis Bremer Straße), Am Steintor (Hiltruper Straße bis Hofstraße), Gartenstraße (Niedersachsenring bis Bohlweg), Windthorststraße (Klosterstraße bis Loerstraße), Geiststraße, Scharnhorststraße, Friedrich-Ebert-Straße und Theißingstraße (Frie-Vendt-Straße).

Zudem soll das Förderprogramm Passiver Schallschutz auf Teilabschnitte folgender Straßen ausgeweitet werden, bei denen in den nächsten fünf Jahren keine konkreten Maßnahmen geplant seien: namentlich Weseler Straße, Grevener Straße, Wolbecker Straße und Hammer Straße sowie Schlossplatz.

Lärmaktionsplan für mehr Gesundheitsschutz

Handlungsbedarf sieht der Plan zudem entlang von Schienenstrecken. Wo Schallschutzwände nicht möglich sind, sollten weitere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt werden – von sogenannten Brückenentdröhnern bis hin zu Schienenstegdämpfern.

Der letzte Lärmaktionsplan war 2017 beschlossen worden. Aktuell bereitet die Verwaltung die Lärmkartierung für den vierten Lärmaktionsplan vor. Diese Kartierung soll 2022 erfolgen, der nächste Aktionsplan im Juli 2024 vorgelegt werden. Ziel aller Maßnahmen sei es, zum Gesundheitsschutz der Münsteraner beizutragen, betont die Stadt.

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