Stadtmuseum öffnet wieder
Münsters Stadtgeschichte im Playmobil-Format

Münster -

Zehntausende Einzelteile, darunter markante Bauwerke, bekannte Figuren, historische Begebenheiten: Alles war aufgebaut für die Ausstellung „Stadtgeschichte(n) Münster – Playmobil-Sammlung Oliver Schaffer“ im Stadtmuseum. Dann kam der Lockdown. Jetzt aber wird es etwas – quasi im zweiten Anlauf.

Montag, 08.03.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 17:04 Uhr
Stadtmuseum öffnet wieder: Münsters Stadtgeschichte im Playmobil-Format
Stadtgeschichte mit Playmobil in Szene gesetzt: Seit Herbst warten die bunten Figuren im Stadtmuseum auf Besucher. Ab Dienstag ist es soweit. Foto: Stadtmuseum Münster

Nach längerer Schließung steht Münsters Stadtmuseum den Besucherinnen und Besuchern ab Dienstag (9.3.) wieder mit vielen neuen Ausstellungen offen. Die „ Playmobil “-Schau beispielsweise war bereits seit dem 30. Oktober aufgebaut, doch die Corona-Lage zog dem Stadtmuseum einen Strich durch die Rechnung.

Nun freut sich das Museumsteam, die neue große Ausstellung „Stadtgeschichte(n) Münster – Playmobil-Sammlung Oliver Schaffer “ zu präsentieren: Eine umfangreiche Miniaturwelt mit Zehntausenden von Teilen im großen Saal des Museums, die über 1200 Jahre Stadtgeschichte mit den aus Kindertagen bekannten Playmobil-Figuren in Szene setzt, wie es in einer Mitteilung heißt.

Wichtig, prägend und typisch für Münster

Gezeigt werden historische Szenen, die großflächig auf Plattformen positioniert sind. In der Saalmitte erzählt ein Szenario alles, was über die Jahrhunderte wichtig, prägend und typisch für Münster war und ist. Die Ausstellung läuft bis zum 12. September 2021.

Das sind die fünf Öffnungsschritte zur Lockdown-Lockerung

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  • Bund und Länder sagen, dass die Anstrengungen gegen die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten sich gelohnt hätten - es konnten niedrigere Inzidenzen erreicht werden. Deshalb haben sie sich auf fünf Öffnungsschritte geeinigt. Diese sollen in den Ländern teils in Abhängigkeit von der Entwicklung des Infektionsgeschehens greifen. Ein Überblick.

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  • Kontakte zu begrenzen bleibt weiterhin das wichtigste Instrument gegen die Pandemie. Dennoch brauchen Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft  Planungsperspektiven, wie und wann Beschränkungen wieder aufgehoben werden.

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  • Die größere Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests ist dabei ein Baustein, das Pandemiegeschehen positiv zu beeinflussen. Bund und Länder haben sich bei ihrem Beratungen am 3. März auf Öffnungsschritte geeinigt, die sich überwiegend am Infektionsgeschehen orientieren.

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  • Die fünf Öffnungsschritte im Überblick:

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  • Öffnungsschritt 1 – Schulen, Kitas, Friseure

    Der erste Öffnungsschritt ist bereits zum 1. März erfolgt. Angesichts sinkender Infektionszahlen konnten Bereiche der Schule und der Kinderbetreuung wieder öffnen. Auch Friseurbetriebe haben bundesweit unter Hygieneauflagen wieder geöffnet. Außerdem gibt es einzelne weitere Öffnungen in den Ländern. 

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  • Öffnungsschritt 2 – Buchhandlungen und körpernahe Dienstleistungen

    Der zweite Öffnungsschritt ist ab dem 8. März vorgesehen. Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte werden dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet. Sie können somit auch mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung der Anzahl von Kunden wieder öffnen. Vorgesehen sind eine Kundin oder ein Kunde pro 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein weiterer für jede weiteren 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.

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  • Ebenfalls ab 8. März können die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr- und Flugschulen mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen. Für Dienstleistungen, bei denen nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann (etwa Kosmetik oder Rasur), sind ein tagesaktueller negativer Covid-19 Schnell- oder Selbsttest der Kundin oder des Kunden sowie ein Testkonzept für das Personal Voraussetzung.

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  • Öffnungsschritt 3 – Einzelhandel, Museen, Außensport

    Ein dritter Öffnungsschritt ist in den Ländern ab dem 8. März abhängig vom Infektionsgeschehen möglich.

    Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner:

    • Öffnung des Einzelhandels. Dabei ist die Zahl der Kunden im Geschäft begrenzt – auf eine Kundin oder einen Kunden pro 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren für jede weiteren 20 Quadratmeter.
    • Öffnung von Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten
    • kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen von maximal zehn Personen im Außenbereich, auch auf Außensportanlagen
    Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE/Georgios Kefalas
  • Bei einer stabilen oder sinkenden 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen/100.000 Einwohner:

    • Einzelhandel kann mit Terminshopping-Angeboten öffnen („click and meet“): eine Kundin oder ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche mit Terminbuchung für einen begrenzten Zeitraum
    • Museen, Galerien, zoologische/botanische Gärten und Gedenkstätten mit Terminbuchung
    • Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren – im Außenbereich, auch auf Außensportanlagen
    Foto: picture alliance/dpa/Wolfgang Kumm
  • Dabei ist eine sogenannte Notbremse vorgesehen: Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen in dem Land oder der Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauf folgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft.

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  • Öffnungsschritt 4 – Außengastronomie, Theater, Sport

    Der vierte Öffnungsschritt  ist abhängig vom Infektionsgeschehen und kann erfolgen, wenn sich die 7-Tage-Inzidenz nach dem dritten Öffnungsschritt in dem Land oder der Region 14 Tage lang nicht verschlechtert hat.

    Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner:

    • Öffnung der Außengastronomie
    • Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos
    • kontaktfreier Sport im Innenbereich, Kontaktsport im Außenbereich
    Foto: picture alliance/dpa/BERNAMA/Mohd Asri Saifuddin Mamat
  • Bei einer stabilen oder sinkenden 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen/100.000 Einwohner:

    • Öffnung der Außengastronomie mit Terminbuchung. Sitzen an einem Tisch Personen aus mehreren Hausständen, ist ein tagesaktueller negativer Schnell- oder Selbsttest erforderlich 
    • Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos für Besucherinnen und Besucher mit tagesaktuellem negativem Schnell- oder Selbsttest
    • kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Außenbereich mit tagesaktuellem negativem Schnell- oder Selbsttest
    Foto: picture alliance/dpa/Peter Kneffel
  • Dabei ist eine sogenannte Notbremse vorgesehen: Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen in dem Land oder der Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauf folgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft.

    Foto: picture alliance/dpa/Peter Kneffel
  • Öffnungsschritt 5 -Freizeitveranstaltungen, Einzelhandel, Sport

    Der fünfte Öffnungsschritt kann – wiederum in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen – erfolgen, wenn sich die 7-Tage-Inzidenz nach dem vierten Öffnungsschritt in dem Land oder der Region 14 Tage lang nicht verschlechtert hat.

    Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner:

    • Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Freien
    • Kontaktsport in Innenräumen
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  • Bei einer stabilen oder sinkenden 7-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 100 Neuinfektionen/100.000 Einwohner:

    • Öffnung des Einzelhandels. Dabei ist die Zahl der Kunden im Geschäft begrenzt – auf eine Kundin oder einen Kunden pro 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren für jede weiteren 20 Quadratmeter.
    • kontaktfreier Sport im Innenbereich, Kontaktsport im Außenbereich (ohne Covid-19-Test)
    Foto: picture alliance/dpa/Christophe Gateau
  • Dabei ist eine sogenannte Notbremse vorgesehen: Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen in dem Land oder der Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauf folgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft.

    Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert
  • So geht es weiter

    Über die Perspektiven für weitere Bereiche wie Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels wollen Bund und Länder bei ihrer nächsten Sitzung voraussichtlich am 24. März beraten. Dabei soll die angelaufene Teststrategie, das Impfen, die Verbreitung von Virusmutanten und andere Einflussfaktoren berücksichtigt werden.

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Endlich kann auch ein wichtiger Teil des fotografischen Lebenswerks von Berthold Socha wieder im Stadtmuseum besichtigt werden. In der Ausstellung „Auf Münster fixiert. Fotografien von Berthold Socha 1970 – 2020“ zeigt der Fo­tograf seine Arbeiten, in denen er seit über 50 Jahren das münsterische Stadtbild und die Menschen festgehalten hat.

Unermesslicher Schatz: Sochas fotografisches Lebenswerk

So entstand eine gewaltige Sammlung, die einen unermesslichen Schatz der jüngsten Stadtgeschichte und eine kulturgeschichtliche Quelle von kaum zu überschätzendem Wert darstellt. Zu besichtigen sind ausgewählte Werke noch bis zum 1. August.

Zusätzlich können sich Besucher in die Geschichte der Stadt vertiefen. Die chronologisch aufgebaute Schausammlung zeigt die Geschichte Münsters von den Anfängen im Jahr 793 bis zur Gegenwart. Stadtmodelle und spannende Originalobjekte veranschaulichen die Entwicklung von einer frühmittelalterlichen Klostersiedlung bis zur modernen Großstadt, heißt es weiter. Hier lassen sich bekannte Themen wie das Reich der Täufer im 16. Jahrhundert oder die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden finden.

Geänderte Öffnungszeiten

Das Stadtmuseum öffnet aktuell unter geänderten Öffnungszeiten: Am Dienstag, Donnerstag und Freitag von 13 bis 17 Uhr, am Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Für den Besuch ist eine Anmeldung erforderlich. Diese kann innerhalb der Öffnungszeiten telefonisch (02 51/4 92-45 03), per E-Mail ( museum@stadt-muenster.de ) und im Museumsshop vor Ort erfolgen. Für das Betreten des Stadtmuseums ist das Tragen einer medizinischen Maske und das Hinterlassen von Kontaktdaten notwendig. Sofern die Besucherhöchstzahl es zulässt, ist auch ein sofortiger Zugang zum Stadtmuseum möglich. Die üblichen AHA-Regeln sind einzuhalten. Der Eintritt ist zu allen Ausstellungen frei.

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