Corona
Kostenlose Schnelltests an rund 70 Stellen in Münster

Münster -

Bürgerinnen und Bürger dürfen sich künftig einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. In Münster sollen die Schnelltests in den kommenden Tagen in zahlreichen Arztpraxen, Apotheken und Testzentren möglich sein. Auch die App "Luca" soll in Münster bald genutzt werden können.

Dienstag, 09.03.2021, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.03.2021, 16:55 Uhr
Corona: Kostenlose Schnelltests an rund 70 Stellen in Münster
Foto: dpa (Symbolbild)

Jeder Münsteraner und jede Münsteranerin ohne Symptome hat ab sofort einmal wöchentlich Anspruch auf einen kostenfreien Corona-Schnelltest. Dieses Angebot ist nach Angaben der Stadt künftig an vielen Dutzend Standorten im Stadtgebiet verfügbar. "Damit wird bereits einen Tag nach der entsprechenden Anordnung des Landes von sogenannten "Bürgertests" erkennbar, dass dieser wichtige Baustein in der Pandemiebekämpfung in Münster rasch und umfassend umgesetzt wird", heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Dem Gesundheitsamt liegen demnach bereits jetzt 70 Meldungen von Arztpraxen, Apotheken und Testzentren vor, die sich an dem großen Test-Netzwerk in Münster beteiligen.

Dabei kommt insbesondere den Apotheken und Arztpraxen in Münster eine gewichtige Rolle zu. Dr. Hendrik Oen , Bezirksstellenleiter Münster der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL): "Die münsterschen Hausarztpraxen und auch viele Fachärztinnen und -ärzte beteiligen sich an den Bürgertests. Dadurch haben wir zusammen mit den Apotheken ein flächendeckendes Netz mit einem qualitativ hochwertigen Testangebot."

Schnelltests bieten keine dauerhafte Sicherheit

In dieser Woche erfolgt die Beauftragung der Test-Stellen noch durch eine Allgemeinverfügung des Landes. Ab der kommenden Woche wird dann das Gesundheitsamt zur beauftragenden Behörde. Sollte das entstehende Netzwerk nicht ausreichen, um alle Testwilligen zu versorgen, dann kann von städtischer Seite nachgesteuert werden. Wolfgang Heuer , Leiter des Krisenstabs, ist guter Dinge, dass schnell den Wünschen der Bevölkerung entsprochen werden kann: "Die Menschen wollen ein einfaches und gut erreichbares Angebot. Professionell durchgeführte Schnelltests mit Zertifikat können noch eine wichtige Rolle bei kommenden Lockerungen spielen."

Heuer weist gleichzeitig darauf hin, dass ein Schnelltest allein keine dauerhafte Sicherheit für die Bekämpfung der Pandemie gibt und dringend die bekannten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden müssen. Dass gerade die britische Mutation schnell für einen größeren Infektions-Ausbruch verantwortlich sein kann, hat das Infektionsgeschehen im Stadtteil Coerde gezeigt. Gesundheitsamt und Schulen haben die Lage hier aber bereits unter Kontrolle gebracht und die Nachverfolgung vervollständigt.

App "Luca" startet in Münster

Auf der Internetseite der Stadt  ist ab Dienstagabend eine aktuelle Liste an teilnehmenden Test-Standorten aufgeführt. Diese wird sich in den kommenden Tagen voraussichtlich noch einmal deutlich erweitern. Bürgerinnen und Bürgern wird außerdem geraten, selbstständig bei ihren Apotheken, ärztlichen und zahnärztlichen Praxen zu erfragen, ob dort bereits jetzt oder künftig eine kostenlose Testmöglichkeit nach der neuen Testverordnung besteht.

Die Stadt wird gleichzeitig die digitale Kontaktverfolgung ausbauen: Sie hat entschieden, die App "Luca" an das Gesundheitsamt anzubinden. Aber auch andere Produkte sollen hier künftig berücksichtigt werden.

Corona-Regeln: Diese Bestimmungen gelten ab Montag (8.3.) in NRW

1/7
  • Es wird ein bisschen lockerer in NRW. Das Land setzt die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel praktisch eins zu eins um: Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wird zunächst bis zum 28. März 2021 verlängert. Ein Überblick über die neuen Regeln →

    Foto: dpa
  • KONTAKTE: 

    Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten - unabhängig von den Wohnverhältnissen - als ein Hausstand.

    Foto: dpa
  • EINZELHANDEL: 

    Der gesamte Einzelhandel darf wieder öffnen, rein kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro 40 Quadratmeter begrenzt. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen und bei kleineren Läden einen Kunden pro 10 Quadratmeter rein lassen. Wie es für Regionen mit besonders niedriger Sieben-Tage-Inzidenz weiter geht, etwa Münster, bleibt offen. Die Landesregierung prüfe, inwieweit „unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

    Foto: dpa
  • SPORT: 

    Im Freien dürfen nun höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.

    Foto: dpa
  • MUSEEN, BURGEN UND ZOOS: 

    Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.

    Foto: dpa
  • KOSMETIK UND CO.:

    Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig.

    Foto: dpa
  • MUSIKUNTERRICHT: 

    Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt. Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz geben könnte, steht noch nicht fest. Die Landesregierung prüfe noch, „inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

    Foto: dpa
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7858404?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker