Torhaus-Eigentümer klagen gegen die Stadt
Der Altbau mag den Neubau nicht

Münster -

Wie nahe dürfen große Neubauten an einen denkmalgeschützten Altbau heranragen? Darüber streiten sich die Eigentümer des südlichen Torhauses am Neutor mit der Stadt. Die Nachbargebäude hätten gar nicht genehmigt werden dürfen, meinen die Kläger. Von Lukas Speckmann
Dienstag, 09.03.2021, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 09.03.2021, 21:00 Uhr
Das südliche Torhaus am Neutor (l.) ist fast 250 Jahre alt und denkmalgeschützt. Deshalb musste die linke Ecke des neuen Nachbargebäudes (r.) so gestaltet werden, dass der Blick auf das historische Gebäude nicht blockiert wird. Zwischen den Häusern befindet sich die Einfahrt zur Tiefgarage (im Hintergrund).
Das südliche Torhaus am Neutor (l.) ist fast 250 Jahre alt und denkmalgeschützt. Deshalb musste die linke Ecke des neuen Nachbargebäudes (r.) so gestaltet werden, dass der Blick auf das historische Gebäude nicht blockiert wird. Zwischen den Häusern befindet sich die Einfahrt zur Tiefgarage (im Hintergrund). Foto: Matthias Ahlke
Das Torhaus ist ein Schmuckstück. Es wurde 1778 von Wilhelm Ferdinand Lipper, dem Nachfolger Schlauns, erbaut. Wer in die Stadt wollte, musste hier an den gestrengen Wachposten vorbei. Seit dem 19. Jahrhundert wurde das Häuschen als Wohnhaus genutzt, seit 1990 steht es unter Denkmalschutz. Die Eigentümer Nina Hohenstein und Oliver Hild-Hohenstein, die es 2003 vom Bund erwarben, ließen es 2016 aufwendig restaurieren.
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