Denkmal bekommt neue Bestimmung
Vom Schutzbunker zum Wohnhaus

Münster -

Der Schützenhofbunker in Münster hat im Zweiten Weltkrieg viele Menschen vor Luftangriffen beschützt. Jetzt, Jahrzehnte später, bekommt das Gebäude eine neue Bestimmung. Wir haben uns in dem alten Bunker umgesehen. Von Karin Völker
Freitag, 02.04.2021, 11:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.04.2021, 11:00 Uhr
Der Schützenhofbunker im Geistviertel soll zum Wohnhaus werden.
Der Schützenhofbunker im Geistviertel soll zum Wohnhaus werden. Foto: Matthias Ahlke
Auf der künftigen Terrasse mit Blick auf den Spielplatz am Straßburger Weg scheint die Sonne. Ein derartiger Ort zum Wohlfühlen ist dem immer noch wuchtigen Gebäude im Geistviertel, nach Osten angrenzend zur Hammer Straße, bisher fremd gewesen. Sonne und Licht sowieso. Mechthild Mennebröcker, Leiterin der städtischen Denkmalpflege, schaut mit den Architekten Martin Schlüter und Melina Heubrock auf die zwei Meter dicken Betonwände gegenüber. Das Baudenkmal Schützenhofbunker ist auf dem Weg, ein Wohnhaus zu werden. 38 Wohnungen zwischen 30 und 80 Quadratmetern entstehen hier – und Denkmalschützerin Mennebröcker ist mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden. „Ein Denkmal kann auf die Dauer nur erhalten werden, wenn es genutzt wird“, sagt sie. Die Weltkriegsbunker in Münster wurden schon für vielerlei, besonders als Lager, genutzt, vor allem aber abgerissen. Wohnen in einem der ursprünglich zehn münsterischen Bunker ist neu.
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