AWM erklären richtige Entsorgung von Corona-Abfällen
Quarantäne-Haushalte müssen Restmülltonne benutzen

Münster -

Schon tausende Münsteraner mussten sich im Zuge der Pandemie in Quarantäne begeben – eine Vorsichtsmaßnahme, schließlich könnten sie ansteckend sein. In dem Fall wäre auch vieles Corona-kontaminiert, was sie anfassen. Doch was bedeutet das für denen Hausmüll?

Dienstag, 06.04.2021, 09:00 Uhr
Die AWM weisen darauf hin, dass Quarantäne-Haushalte ihren Müll in der Restmülltonne entsorgen sollen.
Die AWM weisen darauf hin, dass Quarantäne-Haushalte ihren Müll in der Restmülltonne entsorgen sollen. Foto: hpe

Kontaminierte Abfälle aus Privathaushalten müssen grundsätzlich über die Restabfalltonne entsorgt werden. Das betonen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) in einer Pressemitteilung.

Für Corona-Quarantäne-Haushalte gelte, dass Abfälle über die jeweils vorhandene Restabfalltonne zu entsorgen sind. Das Besondere: Im Quarantäne-Fall betrifft das nicht nur Abfälle wie Taschentücher, Schutzkleidung, Abfälle aus Desinfektionsmaßnahmen, sondern auch Abfälle, die normalerweise getrennt erfasst werden – wie Wertstoffe, Verpackungen und Küchenabfälle. Spitze und scharfe Gegenstände sollen zudem grundsätzlich in einem bruchsicheren Einwegbehälter verpackt werden.

Doch nicht alles in die Restmülltonne

Die kontaminierten Abfälle sind in stabilen Abfallsäcken zu sammeln und sind fest zu verschließen. Altglas und Pfandflaschen sowie Elektroaltgeräte, Altbatterien und andere schadstoffhaltige Abfälle dürfen nicht über die Restabfalltonnen entsorgt werden. Diese Abfälle sollten bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt gesammelt und danach am Recyclinghof abgegeben oder über die entsprechenden Sammelcontainer entsorgt werden. Nach Aufhebung der Quarantäne sind alle Abfallfraktionen wieder getrennt in den entsprechenden Behältern zu sammeln.

Medizinische Masken sowie FFP2-Masken gehören wie Einweghandschuhe und Corona-Selbsttests in einem separaten und gut verschließbaren Plastikbeutel in den Restabfall.

Auch wenn man es aufgrund der Beschaffenheit der Masken vermuten könnte: Das Material lässt sich nicht recyceln, und auch aus hygienischen Gründen dürfen sie auf keinen Fall über die Papiertonne entsorgt werden. Auch sollten Schutzmasken nicht in der Toilette hinuntergespült werden. Sie lösen sich nicht auf und können so in der Kanalisation das Abwassersystem verstopfen.

Auch Corona-Tests in den Restmüll

Die anfallenden Abfälle durch Corona-Tests in Schulen und Privatunternehmen sowie in Arztpraxen und Apotheken, die unter der Kleinmengenregelung nach § 5GewAbfV fallen, sind wie bei privaten Haushalten in einem stabilen, fest verschlossenen Abfallbeutel über den Restabfall zu entsorgen.

Fragen beantworten die AWM unter  60 52 53.

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