Corona-Notbremse
Mühlenhof schließt die Tore wieder

Münster -

Das Freilichtmuseum Mühlenhof am Aasee ist wieder geschlossen. Wegen der Corona-Notbremse rechnet die Museumsleitung mit weniger Besuchern. Zuletzt lagen die Tageseinnahmen bei 35 Euro.

Montag, 19.04.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 19.04.2021, 17:47 Uhr
Das Freilichtmuseum Mühlenhof schließt.
Das Freilichtmuseum Mühlenhof schließt. Foto: Jan Hullmann

Der Mühlenhof schließt nach gut zwei Wochen der Öffnung wieder die Tore. „Leider ist ein weiterer Museumsbetrieb unter den geltenden Bedingungen wirtschaftlich unmöglich“, sagt Museumsleiterin Anne Wieland . Besucher müssten wegen der Corona-Notbremse seit Montag neben einer Terminbuchung auch einen negativen Corona-Test vorlegen.

Der Mühlenhof rechnet mit weniger Gästen und geht davon aus, so nicht mehr kostendeckend arbeiten zu können. Die Tore waren erst seit dem 1. April geöffnet. In den Osterferien hatten täglich durchschnittlich 50 Besucher das Freilichtmuseum besucht, in der vergangenen Woche durchschnittlich zehn Besucher. Die Tageseinnahmen lagen zuletzt bei 35 Euro. Am Wochenende waren es rund 200 Gäste.

Sorge vor Liquiditätsproblemen

Das Jahr 2020 wird voraussichtlich mit einem Minus von 10.000 Euro abgeschlossen. Wenn es bei den Corona-Einschränkungen bleibt, „drohen in der zweiten Jahreshälfte Liquiditätsprobleme“, so Wieland.

Der Allwetterzoo direkt nebenan kann weiterhin auch ohne negativen Corona-Test besucht werden. Das hat der Zoo am Montag erläutert und damit eine Korrektur vorgenommen. Die Testpflicht in der für Münster gültigen Allgemeinverfügung beziehe sich nur auf geschlossene Räumlichkeiten, „nicht aber auf unsere freien Flächen“, teilte der Zoo mit.

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Gesetzentwurf zur Corona-Notbremse geändert

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  • Einschränkungen bei Inzidenz über 100

    Die bundesweite Corona-Notbremse sieht bei hohen Infektionszahlen Einschränkungen zur Kontaktreduzierung vor. Der Bundestag will am Mittwoch (21. April) über die Änderungen im Bevölkerungsschutz abstimmen. Dann muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren.

    Wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen 100 Neuinfektionen überschreitet, sollen ab dem übernächsten Tag künftig folgende Maßnahmen gelten: 

    Foto: diverse
  • Ausgangsbeschränkungen

    Zwischen 22 und 5 Uhr darf die Wohnung bzw. Grundstück nicht verlassen werden; Ausnahmen gibt es in Notfällen, für Betreuungsaufgaben, und berufliche Tätigkeiten etc. Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein - allerdings nur alleine. Ursprünglich war von einer Sperre ab 21 Uhr die Rede gewesen. 

    Foto: diverse
  • Kontaktbeschränkungen im privaten Raum

    Kontakt ist nur zwischen einem Haushalt und max. einer weiteren Person (Kinder unter 14 Jahren des eigenen Haushalts zählen nicht mit) gestattet; bei Trauerfeiern bis zu 15 Personen erlaubt.

    Foto: diverse
  • Shoppen mit Test und Termin

    Im Einzelhandel soll nur das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) bei hohen Infektionszahlen weiterhin möglich sein Demnach dürften Ladeninhaber Kunden bei einer Inzidenz über 100 nur noch empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben.

    Steigt der Wert über 150, wäre nur noch das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) erlaubt. Für Lebensmitteleinzelhandel, Apotheken und Drogerien gelten diese Einschränkungen nach wie vor nicht.

    Foto: Sven Hoppe / dpa
  • Arbeitgeber müssen Tests ermöglichen

    Arbeitgeber müssen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen.

    Bietet der Arbeitgeber Home Office an, sollen die Arbeitnehmer nach Angaben aus Fraktionskreisen verpflichtet werden, dieses Angebot auch anzunehmen

    Foto: diverse
  • Zoos und Kulturelle Einrichtungen

    Theater, Bühnen, Kinos (außer Autokinos), Museen, zoologische und botanische Gärten etc. schließen.

    Neu seit dem 19. April: Die Außenbereiche von Zoos und botanischen Gärten sollen für Besucher mit aktuellem Negativ-Test offen bleiben.

    Foto: Friso Gentsch / dpa
  • Individualsport nur zu zweit - Kinder in Gruppen

    Nur Individualsport zu zweit oder mit Angehörigen des Hausstandes ist erlaubt, Ausnahmen gelten für Profi- und Leistungssport. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein.

    Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa
  • Friseure und andere körpernahe Dienstleistungen

    Dienstleistungen zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken sind erlaubt; Friseurbetriebe bleiben geöffnet, Masken mit FFP2-Niveau sind Pflicht. 

    Foto: Arne Dedert / dpa
  • Kein Tourismus

    Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind verboten.

    Foto: Daniel Reinhardt / dpa
  • Schulen müssen früher schließen

    Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht müssen zweimal pro Woche getestet werden. Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Gesetzentwurf war hier ein Schwellenwert von 200 genannt worden. Vielen Experten war das zu hoch. 

    Foto: Philipp von Ditfurth / dpa
  • Freizeiteinrichtungen schließen

    Schwimmbäder, Diskotheken, Indoor-Spielplätze und ähnliche müssen schließen.

    Foto: diverse
  • FFP-2-Masken werden Pflicht in Bus und Bahn

    Im Personennah- und Fernverkehr wird nur die Hälfte regulärer Passagierkapazität angestrebt, Masken mit FFP2-Niveau
    sind Pflicht. 

    Foto: Georg Hochmuth / dpa
  • Außerhaus-Verkauf weiter erlaubt

    Restaurants und öffentliche Kantinen schließen, Abholung und Auslieferung sind weiter erlaubt (zwischen 22 und 5 Uhr nur Auslieferung, wegen der Ausgangssperre)

    Foto: Marcus Brandt / dpa

 

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