Corona-Lage in Münster
Mehr Gesundungen als Neuinfektionen am Wochenende

Münster -

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Münster über das Wochenende leicht gesunken. Denn: Es gab mehr Gesundmeldungen als Neuinfektionen. Die Inzidenz hat trotzdem die Marke von 100 überschritten.

Montag, 26.04.2021, 12:40 Uhr aktualisiert: 26.04.2021, 14:02 Uhr
Corona-Lage in Münster: Mehr Gesundungen als Neuinfektionen am Wochenende
648 Münsteranerinnen und Münsteraner sind derzeit nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Foto: dpa (Symbolbild)

Am Wochenende wurden in Münster mehr Gesundungen als Neuinfektionen registriert. Das hat zur Folge, dass die Zahl der Münsteranerinnen und Münsteraner, die aktuell nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, zurückgegangen ist. Nach Angaben der Stadt sind mit Stand Montagmittag 648 Menschen nachweislich infiziert. Am Freitag waren es 695.

Seit Freitag wurden 93 Corona-Neuinfektionen und 140 Gesundmeldungen registriert. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Wochentage:

  • Samstag (24. April): 18 Neuinfektionen und 72 Gesundmeldungen,
  • Sonntag (25. April): 49 Neuinfektionen und 29 Gesundmeldungen,
  • Montag (26. April): 26 Neuinfektionen und 39 Gesundmeldungen.

Inzidenz in Münster liegt über 100

Seit Beginn der Pandemie wurden in Münster 7470 Corona-Fälle bestätigt. 6712 Menschen haben die Infektion mittlerweile wieder überstanden. 110 Münsteranerinnen und Münsteraner sind an oder mit Corona gestorben. Die Zahl blieb am Wochenende unverändert. In den Krankenhäusern werden laut Homepage der Stadt 39 Covid-19 Patienten behandelt, 14 davon auf Intensivstationen. Acht Menschen müssen künstlich beatmet werden.

In der Belegschaft einer mittelständischen münsterischen Firma hat das Gesundheitsamt laut einer Mitteilung ein größeres Infektionsgeschehen festgestellt. Nach bisherigen Informationen haben sich zwölf Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. Eine Begehung der Firmenräumlichkeiten durch das Gesundheitsamt stehe an. Die Firma sei kooperativ und habe erste Hygienemaßnahmen bereits umgesetzt. Die Corona-Scouts des Gesundheitsamtes ermitteln derzeit weitere Kontaktpersonen, erste Quarantäne-Maßnahmen seien bereits getroffen worden.

Weitere Info-Links

Die Stadt Münster hat eine interaktive Karte mit den Standorten kostenfreier Corona-Testungen eingestellt, die dauerhaft aktualisiert wird:
https://geo.stadt-muenster.de/coronatests/

Klärung von Einzelfallentscheidungen zu Corona-Schutzimpfungen unter https://www.muenster.de/corona_einzelfall.html

Weitergehende Informationen zum Impfzentrum erhalten Sie in unseren FAQ unter www.muenster.de/corona_impfung

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30.000 Münsteraner vollständig geimpft

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Münster hat am Montag den Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) meldete einen Wert von 106,3 (+7,7 im Vergleich zum Vortag). Wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, greift auch in Münster die Corona-Notbremse.

Rund 105.000 Personen sind in Münster gegen eine schwere Covid-Erkrankung mindestens erstgeimpft worden – davon 18.500 in den ärztlichen Praxen. Etwa 30.000 Menschen haben bereits ihre Zweitimpfung und damit vollständige Immunisierung erhalten.

Was sich mit der Bundes-Notbremse in NRW ändert

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  • Die bundesweite Corona-Notbremse bringt auch für die Bürger in Nordrhein-Westfalen zusätzliche Einschränkungen mit sich. Ab Samstag greift sie. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erläuterte am Freitag in Düsseldorf wesentliche Unterschiede zu den bisherigen Vorschriften in NRW:

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  • KITA:

    Für die meisten Kitas zeichnet sich bereits in der kommenden Woche ein eingeschränktes Angebot ab. Die Bundes-Notbremse verlangt den Übergang in die Notbetreuung ab einer Neuinfektionsrate von 165 gerechnet auf 100 000 Einwohner und sieben Tage. Am Freitag lagen schon 28 der 53 Kommunen in NRW - und damit mehr als die Hälfte - über dieser Marke. Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht anders sicherstellen können und die Notbetreuung deshalb in Anspruch nehmen wollen, müssen zuvor eine schriftliche Erklärung abgeben. Anders als in manchen anderen Bundesländern ist das in NRW aber nicht auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt.

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  • SCHULE ZU:

    Im Schulbetrieb greift das neue Infektionsschutzgesetz ab Montag. Bei einer Wocheninzidenz von 165 ist Unterricht im Klassenzimmer untersagt. Und zwar dann, wenn dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom  Robert Koch-Institut  (RKI) gemeldet wurde. «Die Notbremse tritt dann am übernächsten Tag in Kraft», erläuterte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einer Mitteilung. Die 165 bezieht sich auf einen gesamten Kreis oder eine kreisfreie Stadt. Eine Ausnahme gilt für Abschlussklassen und Förderschulen. Alle Abschlussprüfungen können planmäßig im Präsenzbetrieb abgenommen werden. Zudem werde pädagogische Notbetreuung eingerichtet.

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  • SCHULE AUF:

    Fällt die Inzidenz wieder stabil unter 165, so kehren die Schulen in den Wechselmodus aus Präsenz- und Distanzlernen zurück - und zwar «am ersten Montag nach der entsprechenden Feststellung» durch das NRW-Gesundheitsministerium. Bisher hatte für die Schulen landesweit als Grenzwert eine Wocheninzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen gegolten.

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  • AUSGANGSSPERREN:

    Die Ausgangsbeschränkungen gelten ab 0.00 Uhr in der Nacht zum Samstag in Kreisen und Städten, die drei Tage lang eine Wocheninzidenz über 100 aufweisen, automatisch. Zwischen 22.00 und 5.00 Uhr darf man die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück dort grundsätzlich nicht mehr verlassen. Ausnahmen begründen die «Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum» wie etwa gesundheitliche Notfälle bei Mensch und Tier oder dringende medizinische Behandlungen. Bewegung an frischer Luft soll bis Mitternacht erlaubt bleiben, allerdings nur alleine und nicht in Sportanlagen. Gegen die Ausgangssperre sind bereits zahlreiche Verfassungsbeschwerden eingegangen.

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  • BERUFSTÄTIGE:

    Ausgenommen sind Ausgänge während der Sperrstunden etwa aus beruflichen Gründen. Auf die Frage nach Beweisdokumenten erklärte das NRW-Gesundheitsministerium, es sei «empfehlenswert, etwas Entsprechendes dabei zu haben». Es sei aber auch ausreichend, «hinreichend glaubhaft zu machen, dass man von der Arbeit kommt».

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  • KONTROLLEN:

    Die neuen Einschränkungen erforderten «ein vernünftiges Maß an Kontrollen», damit diejenigen, die sich an die Regeln hielten, «nicht die Dummen sind», sagte Laumann. Polizei und Innenministerium hielten das «im Auge».

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  • KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN:

    Es darf sich höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Dies ist in NRW eine Verschlechterung. Bislang durfte sich hier ein Haushalt mit bis zu fünf weiteren Personen treffen. Für Zusammenkünfte von Ehe- und Lebenspartnern oder zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts gilt die Kontaktbeschränkung nicht. Bei Trauerfeiern nach Todesfällen dürfen bis zu 30 Personen zusammenkommen.

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  • PRIVATSPHÄRE:

    Die verschärften Kontaktbeschränkungen gelten auch in den eigenen vier Wänden. Im privaten Bereich seien in NRW aber weiterhin keine großflächigen Kontrollen zu befürchten, sagte Laumann. «Ich glaube jetzt nicht, dass wir in Nordrhein-Westfalen in großem Umfange Sonderaktionen machen werden, zu klingeln und zu zählen, wie viele Leute in der Wohnung sind.»

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  • LÄDEN:

    Prinzipiell dürfen Geschäfte Kunden nur noch empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben. Ab einer Inzidenz von 150 soll nur noch das Abholen bestellter Waren möglich sein. Die 150er Begrenzung gab es bislang in NRW nicht. Ausgenommen von Schließungen oder starken Beschränkungen bleiben weiterhin der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Zeitungsverkäufer, Buchhandlungen, Blumenläden, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. Diese dürfen aber nur das übliche Sortiment verkaufen. Die zulässige Kundenanzahl ist an die Verkaufsfläche gebunden. In geschlossenen Räumen müssen Kunden eine Maske auf FFP2-Niveau oder eine medizinische Maske tragen.

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  • SPORT:

    In Regionen ab 100er Inzidenz bleibt nur kontaktloser Individualsport erlaubt, den man allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands ausüben kann. Für Berufs- und Leistungssportler gibt es Ausnahmen. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein. Anders als es die Bundes-Notbremse erlauben würde, will NRW weiterhin nur Sport draußen zulassen.

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