Aktionen von „Maria 2.0“ an der Kreuzkirche und auf dem Domplatz
Gleichberechtigung als wichtigstes Thema

Münster -

Mit mehreren Aktionen hat die Initiative „Maria 2.0“ am Wochenende auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. An der Kreuzkirche wurde ein „Platz zum Verweilen“ aufgebaut, vor dem Dom wurden Fahrräder und Transparente präsentiert.

Sonntag, 02.05.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 15:02 Uhr
Adelheid Kellinghaus (l.) und Lisa Kötter organisierten mit Barbara Stratmann die erste von vielen Aktionen von Maria 2.0.
Adelheid Kellinghaus (l.) und Lisa Kötter organisierten mit Barbara Stratmann die erste von vielen Aktionen von Maria 2.0. Foto: Luca Pals

Für Adelheid Kellinghaus ist Maria eine „große Inspiration“: „Geduldig, bescheiden, treu und vor allem demütig – Maria steht für so viele Werte, die noch heute sehr wichtig sind.“ Die Mitorganisatorin der Aktion Maria 2.0 unter dem Motto „Wir feiern Maria“ erinnert sich noch gerne an die Tradition des Maialtars aus Kindheitstagen und freute sich umso mehr über die Veranstaltung am Samstagabend.

An der Ostseite der Kirche Heilig Kreuz hatte die Gruppe einen „Platz zum Verweilen“ aufgebaut: Ein Banner mit Gedicht zur Ehre Marias, ein Windspiel und ein bewachsener Bogen bildeten den Rahmen für ein „Herunterkommen und Nachdenken“. Zwar wäre – trotz Pandemie – auch ein Gottesdienst möglich gewesen, aus Solidarität habe man darauf aber verzichtet. Zusammen mit Lisa Kötter und Barbara Stratmann kam ihr die Idee, das Ritual wieder aufleben zu lassen und die wichtigen Seiten Marias nach vorne zu stellen: „Sie steht für Emanzipation. Genau das brauchen wir auch jetzt“, sagt die von der katholischen Kirche enttäuschte Kellinghaus: „Die vielen Austritte aus der Kirche verfolge ich mit Interesse. Ich stand selber schon einmal vor der Entscheidung: Trete ich aus oder bleibe ich und verändere etwas?“

„Damit die Oberen aufwachen“

Kellinghaus blieb und setzt sich mehr und mehr für die Reformbewegung innerhalb der katholischen Kirche ein: „Es ist noch so viel Bedarf. Die Gleichberechtigung bleibt unser wichtigstes Thema. Damit die Oberen wirklich aufwachen.“

Eine weitere Aktion von Maria 2.0 sowie der kfd Münster gab es am Sonntag auf dem Domplatz. Dort war eine ungewöhnliche Anordnung von Fahrrädern und Transparenten zu sehen. Passend zur Fahrradstadt dienten vor dem Dom Fahrräder dazu, eine Botschaft zu präsentieren, die aus der Bibel stammt und heute mehr denn je aktuell sei, wie es in einer Pressemitteilung heißt: „Seht, ich mache alles neu!“ Die Bibelstelle bringe die Sehnsucht nach Erneuerung in der katholischen Kirche deutlich zum Ausdruck.

Die Aktion am Samstagabend war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die in der kommenden Woche weitergehen soll.

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