AaSeerenaden 2017 sammeln Spenden
Beratung bei Stalking und Gewalt

Die Fachberatungsstelle bei häuslicher Gewalt und die Mitte 2014 ins Leben gerufene Stalking-Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Münster sind Angebote für Frauen, die von häuslicher Gewalt oder Stalking betroffen oder bedroht sind. In beiden Arbeitsbereichen werden sowohl die Betroffenen selbst unterstützt und ebenso allen wie Angehörigen, Freunden oder auch Multiplikatoren, die Informationen rund um die Themen „häusliche Gewalt“ oder „Stalking“ suchen.

Freitag, 30.06.2017, 15:06 Uhr

Im Turtlebus zum Ausflug in die nähere Umgebung Münsters: Die AaSeerenaden-Spenden sollen es möglich machen.
Im Turtlebus zum Ausflug in die nähere Umgebung Münsters: Die AaSeerenaden-Spenden sollen es möglich machen. Foto: SKF

Die Stalking- und Fachberatung bei häuslicher Gewalt erfuhr, sicher auch dank der durch die Brillux-Spende ermöglichten Öffenlichkeitskampagne „Stoppt den Hausfriedensbruch“, im vergangenen Jahr einen Anstieg der Beratungszahlen. Gerade Menschen, die von Stalking betroffen sind, suchten den Kontakt zur Beratungsstelle. Im Jahr 2016 waren es 289 Beratungen.

Ungerechtigkeit, physische, psychische und materielle Not, Misshandlungen und Unterdrückung zu erkennen und mit Solidarität darauf zu reagieren, Hilfen anzubieten und die Öffentlichkeit zu informieren – das sind und bleiben wichtige Aufgaben der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen beim Skf Münster. Stalking kann die Lebensgestaltung der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Permanente Drohanrufe des Ex-Partners, der die Trennung nicht akzeptiert und weiter SMS oder E-Mails schickt. Oder der abgewiesene Verehrer, der täglich vor dem Haus steht, jeden Schritt beobachtet und regelmäßig ungebetene Geschenke hinterlässt. Es kann der Nachbar sein, der mit gezielten Verleumdungen terrorisiert und schikaniert. Oder die Internetbekanntschaft, die die Anonymität des virtuellen Raums nutzt, um persönliche Daten zu veröffentlichen, ungefragt zu verändern oder sogar an Dritte weiterzugeben.

In solchen Fällen können und sollten sich Betroffene an die Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen wenden, in der sie nicht nur Informationen und Beratung zu den rechtlichen Möglichkeiten, erhalten können, sondern auch im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung eine gezielte Sicherheitsberatung mit dem Ziel, die Handlungsfähigkeit der Betroffenen zu stärken und neue Ideen zur Gestaltung eines selbstbestimmten Lebens zu entwickeln. Jährlich werden fast 27 000 Frauen allein in Nordrhein-Westfalen Opfer häuslicher Gewalt. Die Dunkelziffer gilt als um ein Vielfaches höher. Fast jeden Tag wird ein derartiger Übergriff bei der Polizei angezeigt. Auch hier ist die Dunkelziffer der Frauen, die Gewalt erfahren haben, erheblich höher.  

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