Gemeinschaftsauftritt
Oratorienchor, Sinfonischer Chor Greven und Kourion-Orchester führen „Gran Misa“ auf

Münster -

Zwei Chöre aus dem Münsterland hatten die seltene Gelegenheit, an der Uraufführung eines großen Musikwerkes mitzuwirken. Im Juni waren sie in der New Yorker Carnegie-Hall beteiligt, als vier neue Teile (Kyrie, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei) von Martín Palmeris „Gran Misa“ ihre Welturaufführung erlebten. Nun folgt die Europa-Premiere bei den AaSeerenaden zusammen mit dem längeren (Tango) Credo, das 2017 uraufgeführt wurde.

Donnerstag, 04.07.2019, 17:54 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 18:07 Uhr
Der Oratorienchor war zuletzt mit den Proben vor der Aufführung von Martín Palmeris „Gran Misa“ stark gefordert.
Der Oratorienchor war zuletzt mit den Proben vor der Aufführung von Martín Palmeris „Gran Misa“ stark gefordert. Foto: P. Bendick/pd

Seit Monaten proben rund 60 Mitglieder des Oratorienchores Münster und 20 Aktive des Sinfonischen Chores Greven diese Messe Palmeris ein. Die gerade komponierten Teile trafen aus der Feder des Komponisten nach und nach erst hier ein. „Begeisterung und Spannung stiegen immer mehr und streben auch dank der Anwesenheit des Komponisten bei den AaSeerenaden ihrem Höhepunkt entgegen“, berichtet Wilfried Homering , Vorsitzender der Hochschulgruppe „Oratorienchor Münster“ am Institut für Musikpädagogik der Westfälischen Wilhelms-Universität .

Das Kourion-Orchester Münster vervollständigt den Auftritt mit seinem professionellen Potenzial von freischaffenden Instrumentalisten. Die Solistenrollen übernehmen im Sopran Henrike Jacob, im Alt Lisa Wedekind, im Tenor Youn-Seong Shim und im Bass Johannes Wedeking. Das so wichtige Bandoneon spielt Rocco Heins, und den Klavierpart übernimmt Komponist Martín Palmeri selbst.

Der Oratorienchor Münster ist eine Hochschulgruppe der Universität Münster und gehört seit 2003 fest zum münsterischen Kulturleben. Seit dem Sommersemester 2017 steht der Oratorienchor unter der Leitung von Mathias Staut und bringt bedeutende Werke der geistlichen und weltlichen Chorliteratur zur Aufführung. Dazu gehören in der jüngeren Zeit Arbeiten zeitgenössischer Komponisten wie das „Requiem for the Living“ des New Yorker Komponisten Dan Forrest oder die „Sunrise Mass“ des Norwegers Ola Gjeilo. Nächste Projekte werden John Rutters „Requiem“, Bachs „Johannespassion“ und Mozarts „Requiem“ sein. Übrigens: Verstärkung ist immer willkommen, vor allem Männerstimmen. Dirigent Staut studierte Kirchen- und Schulmusik sowie Dirigieren und Kulturmanagement in Saarbrücken, Köln, Düsseldorf, Trossingen und Bremen.

Martín Palmeri

Der im Jahre 1965 in Buenos Aires geborene Komponist, Pianist, Chor- und Orchesterdirigent hat Chor- und Instrumentalwerke sowie Opern geschrieben und viele Preise erhalten. In den vergangenen Jahren ist er vor allem mit der 1996 komponierten „Misa á Buenos Aires“, auch als „Misa Tango“ bekannt, weltberühmt geworden.

Die Verbindung von argentinischem Tango und dem lateinischen Messetext begeistert das Publikum. Palmeri schreibt dem Bandoneon eine bedeutende Rolle in der Interpretation des Messtextes zu. Mit seiner von 2017 bis 2019 entstandenen „Gran Misa“ stellt Palmeri einen weiteren, deutlich komplexeren Versuch in diese Richtung vor.

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Das Kourion-Orchester Münster, benannt nach der antiken zypriotischen Ruinenstadt mit ihrem berühmten Theater, ist eines der meistbeschäftigten freien Orchester in der Kulturszene Deutschlands und eine feste Institution in der Region, ein eingespieltes Sinfonieorchester mit professionellen Musikern der freischaffenden Szene.

Der Sinfonische Chor Greven wurde 2005 von Harald Meyersick gegründet, der auch heute noch sein Leiter ist. In den Folgejahren wurden u.a. Werke wie Mozarts „Requiem“, Bachs „Weihnachtsoratorium“, Mozarts „c-Moll Messe“ und Orffs „Carmina Burana“ aufgeführt. Im Jahr 2015 folgte die „Misa Tango“ von Palmeri. Der Chor erhielt große Beachtung, auch international in Wien und New York.

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