Leistung macht Schule
Drei Professoren der Uni Münster erforschen besseren Unterricht

Münster -

Frontalunterricht war gestern. Damit Kinder und Jugendliche im Schulunterricht besser lernen, müssen die Lehrer sie individuell fördern.

Mittwoch, 31.01.2018, 14:01 Uhr

Unterricht in einer  fünften Klasse der Gesamtschule Münster Mitte, hier mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (l.), die sich in der vergangenen Woche über den Unterricht informierte. Die Gesamtschule ist eine der 300 Schulen bundesweit, die an dem Projekt „Leistung macht Schule“ teilnehmen. Prof. Christian Fischer (kleines Bild) ist einer der beteiligten Wissenschaftler.
Unterricht in einer  fünften Klasse der Gesamtschule Münster Mitte, hier mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (l.), die sich in der vergangenen Woche über den Unterricht informierte. Die Gesamtschule ist eine der 300 Schulen bundesweit, die an dem Projekt „Leistung macht Schule“ teilnehmen. Prof. Christian Fischer (kleines Bild) ist einer der beteiligten Wissenschaftler. Foto: Werner

Wie das praktisch funktionieren kann – und wie auch besonders begabte Schüler und Schülerinnen erkannt und gefördert werden können, das wird nun bundesweit in einem großen wissenschaftlichen Projekt erprobt, das am Dienstag in Berlin von Kultusministerkonferenz und Bundesbildungsministerium gestartet wurde. Der Name: „Leistung macht Schule“. Drei Professoren von der Universität Münster sind wesentlich beteiligt, und drei münsterische Schulen sind unter den 300 bundesweit teilnehmenden.

Prof. Dr. Christian Fischer , Erziehungswissenschaftler an der Universität Münster und Experte für Begabtenförderung, unterstützt Schulen künftig dabei, wie sie erstens besondere Begabungen bei ihren Schülern erkennen und wie sie zweitens Kinder zum forschenden Lernen motivieren können. Dem Didaktiker Prof. Dr. Friedhelm Käp­nick geht es um Förderung beim Mathematikunterricht, dem Psychologen Prof. Dr. Elmar Souvignier ums Lesenlernen.

In Münster sind mit der Ludgerusschule Hiltrup, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Wilhelm-Hittorf-Gymnasium eine Grundschule und zwei weiterführende Schulen beteiligt.

„Es geht darum, Methoden für den Unterricht zu entwickeln und wissenschaftlich zu analysieren, was sich in der Förderung bewährt“, sagt Prof. Christian Fischer, der am Dienstag bei der Vorstellung des Projekts in Berlin dabei war. 4,5 Millionen Euro stellt das Bundesbildungsministerium dafür den drei münsterischen Professoren für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung. Die Lehrer der bundesweit beteiligten Schulen werden entlastetet, um die Forschung in ihrem Unterricht umsetzen und zusammen mit den Wissenschaftlern entwickeln zu können. Die drei in Münster beteiligten Schulen sind schon lange Partner bei Projekten des „Internationalen Centrums“ für Begabungsforschung“ an der Universität Münster. In Nordrhein-Westfalen sind 63 Schulen dabei.

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