Katholikentag wirft Schatten voraus
Dank für Münsters Engagement

Münster -

Zwei Monate vor Beginn des Katholikentags in Münster sind die Veranstalter von der Unterstützung in Münster und im Münsterland ganz begeistert. So etwas hätten sie bisher selten erlebt, heißt es.

Montag, 05.03.2018, 18:03 Uhr

Katholikentag wirft Schatten voraus: Dank für Münsters Engagement
Die Katholikentag-Veranstalter bedanken sich für die Unterstützung in Münster (v.l.): Dr. Stefan Vesper (ZdK-Generalsekretär), Markus Schabel (Sparkasse Münsterland Ost), Anne Hakenes (Trägerverein), Markus Lewe (Oberbürgermeister). Dr. Olaf Gericke (Landrat Kreis Warendorf) und Dr. Klaus Winterkamp (Domkapitular) Foto: Oliver Werner

Nein, der Blick in dieser Stunde soll nicht zurück auf das politische Gezerre um den städtischen Zuschuss für den 101. Deutschen Katholikentag fallen. Am Montagmittag sind alle Beteiligten in spürbarer Vorfreude auf die in gut zwei Monaten beginnende Großveranstaltung der katholischen Laien in Münster. Und die Ausrichter vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wollen schon zu diesem frühen Zeitpunkt „Danke Münster“ sagen – für „das große Engagement der Stadt und aus der Stadtgesellschaft“, wie ZdK-Generalsekretär Dr. Stefan Vesper hervorhebt.

Die „infrastrukturelle Unterstützung durch die Stadt“ lobt wenig später der Bistumsbeauftragte für den Katholikentag, Dr. Klaus Winterkamp in der Rüstkammer des Rathauses. Ein weiteres Dankeschön der Veranstalter gilt der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost, vertreten durch den Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Olaf Gericke (Landrat Kreis Warendorf) sowie Kuratoriumsmitglied Markus Schabel (Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts): Die Stiftung hat nach ZdK-Angaben mit ihrer 300.000 Euro-Spende ein breites Kulturprogramm ermöglicht.

„Münster kann Kongresse seit 1648“, erklärt Oberbürgermeister Markus Lewe in Anspielung auf die Friedensverhandlungen zur Beendigung des 30-jährigen Kriegs in besagtem Jahr. Vom Format Katholikentag oder dem evangelischen Pendant Kirchentag zeigt er sich überzeugt. In einer sich stetig verändernden Welt gäben sie „klare Orientierung für gesellschaftlichen Entwicklungen“. Das sei umso wichtiger in Zeiten, „in denen wir spüren, dass Konsequenzen globaler Konflikte bis in die Nachbarschaft reichen“.

Zugleich betonte Lewe die Notwendigkeit einer Unterstützung des Katholikentags durch die öffentliche Hand: Denn es gehe auf dieser Veranstaltung um ein starkes Engagement für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sein Wunsch sei es aber auch, dass sich die Kritiker an einem öffentlichen Zuschuss beim Katholikentag eingeladen fühlten.

ZdK-Generalsekretär Vesper hob hervor, dass der Katholikentag ein „unglaublicher Werbeträger“ für die Stadt sei und stellte am Beispiel der Vorgänger-Veranstaltung vor zwei Jahren in Leipzig eine gute „ökonomische Perspektive“ auch für Münster in Aussicht. Der größte Dank an Münster sei es aber, „dass Zehntausende Menschen unsere Stadt besuchen werden“, wie die Vorsitzende des Katholikentag-Fördervereins Anne Hakenes sagte. „Wir sollten uns jetzt nur noch freuen, dass der Katholikentag nach 88 Jahren wieder nach Münster kommt.“ Das Großereignis findet vom 9. bis zum 13. Mai statt. 

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