Eine Online-Plattform und viele Leihräder zum Katholikentag
Auch die Leeze kann man teilen

Münster -

Pünktlich zum Katholikentag ist die Verleihplattform „Leihleeze“ an den Start gegangen. Für die Zeit des Katholikentages ist die Leipzigerin Stephanie Hauk mit dem Fahrrad des Münsteraners Helmut Kazmaier unterwegs. Die brandneue Plattform „Leihleeze“ hat beide zusammengebracht – und Stephanie Hauk ist total begeistert über das Angebot.

Samstag, 12.05.2018, 12:05 Uhr

Für die Zeit des Katholikentags überlässt Helmut Kazmaier sein Fahrrad der Besucherin Stephanie Hauk.
Für die Zeit des Katholikentags überlässt Helmut Kazmaier sein Fahrrad der Besucherin Stephanie Hauk. Foto: kb

Als Geschäftsführerin des Katholikenrates im Bistum Dresden-Meißen pendelt sie derzeit ständig zwischen der Halle Münsterland, dem Schlossplatz und ihrem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs. „Ein Fahrrad ist für mich das ideale Fortbewegungsmittel“, sagt er.

Helmut Kazmaier ist der Erfinder der neuen Plattform „Leihleeze“ und hat es sich nicht nehmen lassen, der ersten Nutzerin, die sich hat registrieren lassen, das eigene Rad zu überlassen. Binnen weniger Tage haben 53 Münsteraner ihre Leeze den Katholikentagsbesuchern angeboten.

Nicht benötigte Räder an Besucher vermieten

Wenn die „Leihleeze“ die Feuertaufe des Katholikentages besteht, soll das Angebot nach dem Vorbild von Airbnb zu einer gewerblichen Plattform wachsen. Menschen seien bereit, über diese Plattform „Urlaubern ihre Wohnung zur Verfügung zu stellen“, so Kazmaier. Da müsse es in einer Fahrradstadt wie Münster auch möglich sein, nicht benötigte Räder vorübergehend an Besucher zu vermieten.

Auf der Katholikentags-Homepage wird das neue Angebot als Insider-Tipp angegeben, die Masse der zweirädrigen Mobilität wird aber unverändert über die großen Anbieter abgewickelt. 300 Räder hat Georg Hundt, Betreiber der Radstation am Hauptbahnhof, im Einsatz, 200 sind es beim Fahrradverleih Münsterland von Bernd Laukötter. Alle 500 Räder sind komplett ausgebucht.

Dabei ist das Fahrrad nicht nur als Fortbewegungsmittel während des Katholikentages gefragt, sondern auch als Programminhalt.

"Fahrradfahrer dürfen hier auch mal frech sein"

90 Räder hat die Radstation für die „Tour de Münster“ abgestellt. Bei dieser „Rundfahrt zu Orten der klimafreundlichen Mobilität“ werden Interessierte unter anderem zur autofreien Weißenburgsiedlung geführt.

40 Teilnehmer aus Stadtlohn, Bochum, Karlsruhe, Baden-Baden, Xanten und Görlitz gehen am Freitagmorgen auf die Reise. Münster sei für sie faszinierend, „weil die Fahrradfahrer hier auch mal frech sein dürfen“, verkündet eine Radlerin grinsend bei der Abfahrt.

Im Dauereinsatz befinden sich auch die sechs Fahrrad-Rikschas. Vor und nach Großveranstaltungen zählt Geschäftsführer Florian Voß „bis zu zehn Touren in der Stunde“. Selbst bei der Logistik spielt die Leeze eine Rolle. Bernd Laukötter hat einige Lastenräder an die Katholikentags-Veranstalter vermietet.

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