Mo., 06.05.2019

Interdance inszeniert Schwanensee im Theater Münster Ausnahmslos Höchstleistungen

In der Jahresvorstellung von „Interdance“ durften die Ballettschüler mit Extraklasse-Solisten wie Romy Krenkler und Marcello Acevedo im Großen Haus auftreten.

Münster - Wenn „Interdance“ zur Jahresvorstellung ins Theater lädt, dann ist ein volles Großes Haus im Theater garantiert. Bis zu sechs Proben pro Woche investierten die zahlreichen kleinen und großen Ballerinen in die Vorbereitung für die aufwendige „Schwanensee“-Inszenierung unter der erfahrenen Leitung von Tanya und Julio Acevedo. Von Ulrich Coppel

Mo., 06.05.2019

Kinderkonzert des Sinfonieorchesters Westfälische Geige verliebt sich

Schüler des Hittorf-Gymnasiums animierten das Publikum zum Mitmachen bei der orientalischen Hochzeit.

Münster - Am Ende zupfte Oudinchen ein schüchternes „Ja“, als Geige Paul um ihre Hand anhielt. Alle Instrumente des Sinfonieorchesters jubilierten gemeinsam aus vollster Saite und kräftigstem Rohr dazu. Die westfälische Geige Paul und seine arabische Laute Oudinchen hatten im „Club Alle­gro“ zusammen gefunden. Von Heike Eickhoff


Mo., 06.05.2019

„Alte Bekannte“ treten auf Moonwalk in Billigjeans

Daniel Dickopf (M.) hat „Alte Bekannte“ und neue Freunde um sich versammelt.

Münster - Drei von ihnen waren früher bei der Gruppe „Wise Guys“, heute treten sie zu fünft als „Alte Bekannte“ auf. Bei ihrem Auftritt in der Halle Münsterland widmete sich die A-cappella-Gruppe thematisch dem Alltäglichen. Von Günter Moseler


So., 05.05.2019

Examenskonzert von Jeung Beum Sohn Furios, rauschhaft und mitreißend

Auch Münsters ehemaliger GMD, Fabrizio Ventura (Mitte r.), war begeistert von Jeung Beum Sohns virtuosem Spiel.

Münster - Sein Ruf war Jeung Beum Sohn wohl vorausgeeilt. Die Aasee-Aula war bis unters Dach gefüllt, als der junge Koreaner sein Examenskonzert spielte. Von einem, der bereits den ersten Preis des hoch renommierten ARD-Musikwettbewerbs gewonnen hat, erwartet man natürlich pianistische Spitzenklasse – die Sohn dann auch rauschhaft präsentierte. Von Arndt Zinkant


So., 05.05.2019

„Der Zuschauspieler“ im Kleinen Bühnenboden Die Quälerei der Quasselstrippe

Der verzweifelte Theaterbesucher (Konrad Haller, l.) würde gern einer Aufführung lauschen, wird aber von der Quasselstrippe neben ihm (Toto Hölters) zugetextet.

Münster - „Einfach nur sitzen, die Dinge geschehen lassen ...“ Wie ein Mantra wiederholt der Herr in der ersten Reihe diese Worte. Er freut sich auf die Vorstellung. Fein hat er sich gemacht fürs Theater, dunkler Anzug, weißes Hemd. Der Platz neben ihm ist frei, auch gut. Aber nicht mehr lange. Von Helmut Jasny


So., 05.05.2019

Orgelabend im Paulusdom Virtuose Klangmalerin

Zuzana Ferjenčíková am Spieltisch der Orgel im Paulusdom

Münster - Es gibt Konzerte, die man so schnell nicht vergessen wird. Der Orgelabend am Samstag im Dom mit Zuzana Ferjenčíková war ein solches. Weil man als Zuhörer förmlich auf der Stuhlkante saß, gehüllt in den Bann eines Klanges, der in jeder Sekunde Aufmerksamkeit auf sich zog, der ein intensives emotionales Potenzial entwickelte. Von Chr. Schulte im Walde


So., 05.05.2019

Ausstellungseröffnung im LWL-Museum 700 Kunstfreunde feiern Sean Scully

Die Besucher der Vernissage standen Schlange, um Plakate und Kataloge der Ausstellung vom Künstler signieren zu lassen.

Münster - 700 Kunstfreunde feierten am Samstag den irisch-amerikanischen Künstler Sean Scully im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Bei der Eröffnung seiner Ausstellung „Vita Duplex“ war er persönlich anwesend. Bereits am Sonntag ging es weiter zur Biennale in Venedig. Von Martin Kalitschke


Fr., 03.05.2019

Theater Cactus und Tete Adehyemma Theatre im Pumpenhaus Tanz über Armut durch Unrecht

 Die weiße Mauer schaut zu, wie die Armen betteln und hungern. Münsters Theater Cactus und das Tete Adehyemma Theatre aus Accra bringen ein ernstes Thema temperamentvoll auf die Bühne.Die weiße Mauer schaut zu, wie die Armen betteln und hungern. Münsters Theater Cactus und das Tete Adehyemma Theatre aus Accra bringen ein ernstes Thema temperamentvoll auf die Bühne.

Münster - Ein halbes Dutzend Menschen in weißen T-Shirts bildet eine Mauer. Die Arme haben sie ineinander verschränkt, ihre Gesichtsausdruck ist abweisend. Für die anderen Darsteller in bunten afrikanischen Kleidern sind sie eine Grenze, die durch nichts zu überwinden ist. Selbst dann nicht, wenn sie zusammenarbeiten, sich gegenseitig als Leiter oder Sprungbrett benutzen. Von Helmut Jasny


Fr., 03.05.2019

Sean Scully im Westfälischen Landesmuseum Vaters Münzen, Vincents Farben

„Blue Note“ hat Sean Scully dieses sechsteilige Großformat genannt. Titel und rhythmische Struktur des Gemäldes entsprechen der Aussage des Malers: „Ich male Bilder, die Rock’n’Roll beinhalten, statt Rock’n’Roll zu machen.“

Münster - Sein Vater war Frisör, erzählt Sean Scully, und das Kleingeld aus dem Geschäft, das sich zum Abzählen auf dem Tisch sammelte, hat er als Kind gern aufgestapelt. Man blickt auf die hohe, rund geformte Skulptur im Ausstellungsraum und denkt sofort: So sieht er also aus, der übergroß nachgeformte Münzstapel. Von Harald Suerland


Fr., 03.05.2019

„The Notwist“ im Skaters Palace Seltene Besuche sind die schönsten

Viel Gefühl: „The Notwist“-Sänger Markus Acher.

Münster - 24 Jahre! Warum war die Mutter der deutschen Indiebands „The Notwist“ so lange nicht in Münster? Es könnte viel öfter so schön sein, wie am Donnerstagabend im Skaters Palace... Von Pjer Biederstädt


Do., 02.05.2019

Igor Levit im Schoneberg-Konzert Brillant gegen die Regeln

Igor Levit begeisterte im Theater Münster.

Münster - Er blieb einfach sitzen. Nachdem der letzte leise E-Dur-Akkord von Beethovens Sonate op. 109 verklungen war, hielt Pianist Igor Levit die Spannung und fügte den ebenso leisen Beginn der nachfolgenden Sonate unmittelbar an. Als wäre da keine Zäsur, kein Wechsel der Tonarten, sondern ein fließendes Klang-Kontinuum. Darf man das? Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


Di., 30.04.2019

Sinfonieorchester begleitet Buster Keatons „General“ Jeden Prügelstock inklusive

Teuerster Stummfilm, größter finanzieller Flop, aber nicht nur deshalb hat Buster Keaton mit „Der General“ Filmgeschichte geschrieben. Für Münsters Sinfonieorchester Anlass für ein Kinokonzert.

Münster - Dass Buster Keaton, der „Mann, der niemals lachte“, zu seinen besten Zeiten etwa so erfolgreich war wie Charlie Chaplin, wissen die Wenigsten. Einen von Keatons besten Filmen konnte man nun in aller Pracht erleben: „Der General“. Dem Kinokonzert des Sinfonieochesters Münster sei Dank. Einmal mehr wurde im Cineplex die sinnliche Wucht der alten Stimmfilmbilder mit orchestralen Live-Klängen illuminiert. Von Arndt Zinkant


Mo., 29.04.2019

„Füreinander – Zueinander – Ich“ in der Studiobühne Die Liebe der Paare trotzt der Demenz

Der Engel mit der roten Rose ließ einzelne Paare auf der Bank Platz nehmen, um ihre Liebesgeschichte zu erzählen.

Münster - So groß war der Zuschauerandrang bei der Studiobühne, dass noch Stühle dazugestellt werden mussten. Das Theaterstück „Füreinander- Zueinander – Ich“ war von und mit Paaren mit einem an Demenz erkrankten Partner gestaltet und hatte am Sonntagabend Premiere in der Studiobühne. Von Maria Conlan


Mo., 29.04.2019

Zum Tod des großen Museumsmannes Klaus Bußmann - Freund der Kunst und der Künstler

Zum Tod des großen Museumsmannes: Klaus Bußmann - Freund der Kunst und der Künstler

Münster - Trauer um einen großen Museumsmann: Der ehemalige Direktor des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Prof. Dr. Klaus Bußmann, verstarb am Samstag im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit in Münster.  Von Harald Suerland und Gerhard Heinrich Kock


So., 28.04.2019

„Fiege_mletzko“ zeigt im Pumpenhaus „Keuschheit und Vernunft“ Schöpfung als grausames Spiel

Münster - „Stell dir vor, es war Krieg, und keiner ist mehr da.“ Mit diesem Satz machen sich der Waffenschmied Heinrich und die Nonne Franziska auf den Weg ins Exil. Was sie hinter sich lassen, ist die Täuferherrschaft in Münster. Die Protagonisten des Neuen Jerusalem vermodern in ihren Käfigen auf dem Lamberti-Turm, die Stadt ist wieder in der Hand des Bischofs. Von Helmut Jasny


So., 28.04.2019

Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“ in Münster Ein Totentanz der Liebe

Karoline (Sandra Bezler) liebt eigentlich Kasimir (Paul Maximilian Schulze, r.). Der jedoch verliert seine Arbeit, und im Hintergrund lauern schon diverse Galane (v. l. Wilhelm Schlotterer, Jonas Riemer und Gerhard Mohr).

Münster - „Und die Liebe höret nimmer auf“ – diesen Satz aus dem 1. Korintherbrief stellt Ödön von Horváth seinem Volksstück „Kasimir und Karoline“ als Motto voran. Obwohl er hier gar nicht stimmt. Die Liebe kommt den beiden abhanden, als Kasimir seine Arbeit verliert. In der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre ist das nicht gut. Es höhlt nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Selbstbewusstsein aus. Von unseremMitarbeiterHelmut Jasny


So., 28.04.2019

„Seicento vocale“ und „The Orpheus Consort“ mit der Marienvesper in der Aegidiikirche Klingendes Quellwasser und üppige Farben

Das Vokalensemble „Seicento vocale“ und das „Orpheus Consort“ musizieren unter der Leitung Alexander Toeppers in der Aegidiikirche.

Münster - Das musikalische Barock präsentiert seine geistlichen Werke oft mit pompöser Pracht. Aus der davorliegenden Epoche klingt hingegen eine Frömmigkeit an unser Ohr, die im Vergleich wie klares Quellwasser wirkt. Claudio Monteverdi (1567-1643) beherrschte das eine so gut wie das andere. Von Arndt Zinkant


So., 28.04.2019

Martin Schmeding eröffnet „Orgelkonzerte in der Osterzeit“ Der Jubel der Himmelfahrt

Martin Schmeding, Orgelprofessor in Leipzig, präsentierte im Dom ein Programm „vom Tod zum Leben“.

Münster - Eine Predigt ganz ohne gesprochenes Wort, die biblische Heilsgeschichte in Töne gesetzt – so ließe sich das Programm beschreiben, mit dem Martin Schmeding am Samstag die „Orgelkonzerte in der Osterzeit“ im Dom eröffnete. Von Chr. Schulte im Walde


So., 28.04.2019

Matthias Habich las bei Weverinck „Michael Kohlhaas“ Das Geschäft der Rache

Mit kleinen Gesten unterstreicht Matthias Habich seine Kleist-Lesung in Münster.

Münster - „Darf ich den Satz noch einmal lesen?“ Ganz unerwartet tritt Matthias Habich aus seiner Vorleser-Rolle heraus und wendet sich ans Publikum. Er wolle die Aufmerksamkeit auf Heinrich von Kleists Sprache lenken, sagt der Schauspieler im voll besetzten Kleinen Haus, und trägt dann abermals eines der verschlungenen Sprachgebilde aus der Novelle „Michael Kohlhaas“ vor: einen Satz aus 119 Wörtern. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


So., 28.04.2019

Interview Mirijam Contzen kommt immer gern zurück ins Münsterland

Für Konzerte mit Musik vor 1800 verwendet Mirijam Contzen, die in Münster geboren wurde und heute in Berlin lebt, einen anderen Geigenbogen – aber stets die historische Violine von Carlo Bergonzi.

Münster - Drei Musikinstitutionen Münsters feiern ihr 100-jähriges Bestehen: Musikschule, Musikhochschule und Sinfonieorchester. Zum Jubeljahr schildern herausragende Musiker, Theaterleute und Schauspieler ihre prägenden Erfahrungen mit der Musik in Münster. Heute die berühmte Geigerin Mirijam Contzen. Von Harald Suerland


Do., 25.04.2019

„Im Keller“: Javkhlan Ariunbold und Jörg Kratz Ordnung – ein Schatten ihrer selbst

Ordnung ist das halbe Leben, heißt es. Javkhlan Ariunbold und Jörg Kratz zeigen „im Keller“ einen ironischen Kommentar.

Münster - Räume sind in Münster rar. Solche besonders: Offspaces, wie im deutschsprachigen Raum nichtkommerzielle, unabhängige Ausstellungsräume für junge, unetablierte zeitgenössische Kunst bezeichnet werden. Studierende der Kunstakademie haben vor einiger Zeit einen solchen Freiraum aufgetan. Von Gerhard H. Kock


Mi., 24.04.2019

„Poetry 2019“ bereitet auf Internationales Lyrikertreffen vor Dichtkunst erobert die Stadt

Klangwelten zu Paul Celans „Todesfuge“ werden im Lazarettbunker zu hören sein.

Münster - Raus aus dem Elfenbeinturm, rein in den Bunker, auf und unter die Straße: Mit Poetry“ sucht die Dichtkunst im Vorfeld des Internationalen Lyrikertreffens ungewöhnliche Orte auf. Von Gerhard H. Kock


Mi., 24.04.2019

Ensemble „Meine Demenz und wir“ Besondere Reise zurück in die Zeit

Das Ensemble „Meine Demenz und wir“ wird in der Studiobühne der Universität spielen.

Münster - „Füreinander – Zueinander – Ich“ ist der Name des Theaterstücks über Liebe und Demenz, das am Sonntag in der Studiobühne der Universität Premiere feiern wird.


Mi., 24.04.2019

„Center for Litera­ture“ lädt auf Burg Hülshoff zum Kartenlegen Das Gespenst des Neo-Biedermeier

Unter dem Titel „Spuk von drinnen“ legt die Künstlerin Anna Zett (l.), und Lina Krüger unterlegt dies mit Musik.

Münster - In der neuen Veranstaltungsreihe „Das Biedermeier-Phantasma“ öffnet sich das „Center for Litera­ture“ einer Befragung der eigenen Geschichte und der eigenen Prämissen. Das Droste-Museum auf Burg Hülshoff macht das Familienleben der Biedermeierzeit des 19. Jahrhunderts erlebbar.


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