So., 01.10.2017

Abschlussdebatte der Skulptur-Projekte: Wenig Provokation, viele Besucher „Es guckt keiner mehr so richtig hin“

Abschlussrunde im Foyer des Landesmuseums: Publikumsträchtig, aber wenig kontrovers waren die Skulptur-Projekte 2017. Das kam noch einmal deutlich zur Sprache.

Münster - „Woran liegt es, dass man kaum öffentliche Auseinandersetzung mit den Kunstwerken mitbekommen hat?”, fragte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, zur Begrüßung beim öffentlichen Abschluss der diesjährigen, 116 Tage währenden Skulptur-Projekte, der zahlreiche Kunstinteressierte ins Foyer des Landesmuseums zog. Von Isabell Steinböckund Johannes Loy

So., 01.10.2017

Ingo Zamperoni stellte in Münster seine Amerika-Erfahrungen vor Berichte aus einem so anderen Land

Ingo Zamperoni stellte sein Amerika-Buch vor.

Münster - Ingo Zamperoni weiß, dass sein Werk wenig überrascht. „Ein Amerika-Korrespondent schreibt ’n Buch über Amerika – ein Klassiker“, lächelt der Tagesthemen-Mann zu Anfang. Und bestellt Grüße von den Kolleginnen Judith Rakers und Pinar Atalay, die ihre ersten Berufserfahrungen in Münster sammelten. Von unseremMitarbeiterArndt Zinkant


Fr., 29.09.2017

Skulptur-Projekte 2017 Was passiert nach dem Ende der Kunstausstellung?

Alexandra Pirici und ihr Team präsentieren ihre Performance „Leaking Territories“ auch an diesem Abschluss-Wochenende im Historischen Friedenssaal.

Münster - Was macht Imke Itzen, die Projektleiterin, wenn am Abend des 1. Oktober die letzte Klappe für die Skulptur-Projekte 2017 fällt? Sie wird nicht die Füße hochlegen, nicht spornstreichs in den Urlaub starten. Für sie geht die Arbeit jetzt noch weiter. Von Petra Noppeney


Do., 28.09.2017

Placebotheater präsentiert fantasiereiche Europashow Man trinkt Tee in York

Auch um die Annäherungen zwischen den Partnerstädten Münster, York und Kristiansand drehte sich die Europashow des Plabebotheaters.

Münster - Ein Auftakt zum Städtepartnerschafts-Jubiläum Münsters mit York und Kristiansand war am Mittwochabend die „Europashow“ mit dem Placebotheater im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur. Von Andreas Hasenkamp


Do., 28.09.2017

Szusza Bánk liest beim Literaturverein Gelesenes wird Gelebtes

Szusza Bánk las aus ihrem Briefroman, in dem Annette von Droste-Hülshoff ungeahnte Präsenz genießt.

Münster - Hoher Ton, Emotionalität und Innenschau – „im Briefroman ist alles möglich“, sagt Szusza Bánk. Deshalb habe sie sich für diese Form entschieden. „Schlafen werden wir später“ umfasst rund 200 Briefe auf 700 Seiten, die einen Zeitraum von drei Jahren abdecken. Von Helmut Jasny


Do., 28.09.2017

Skulptur-Projekte 2017: „Not Quite Under Ground“ von Michael Smith Der Zapfenstreich ist nicht das Letzte

Der Mensch ist nie zu alt, um sich tätowieren zu lassen – findet offenbar auch dieser Kunde hier. Das Skulptur-Projekt von Michael Smith hat viele Senioren animiert, sich eines der vorgegebenen Motive (kl. Bild) stechen zu lassen.

Münster - Das englische Wort „Tattoo“ bedeutet „Zapfenstreich“, also ein letzter Akt des Abgangs, der finale Paukenschlag, Das endgültige „Tröööt“. Für Michael Smith ein Fanfarenstoß. Denn mit 66 Jahren fängt für den Künstler (Jahrgang 1951) aus den USA das Leben erst an. Sein Skulptur-Projekt für Menschen ab 65 Jahren heißt „Not Quite Under Ground“. Von Gerhard H. Kock


Mi., 27.09.2017

Frau Möllenbaums „Talkschau“ im Boulevard Münster Wenn der Käse in der Familie liegt

Manni Kehr kam bei der Talkschau von Elfriede Möllenbaum (2.v.r.) natürlich nicht ohne Ständchen davon. Ann-Paulin Söbbeke und Richard Nawezi lauschen derweil der Musik.

Münster - Das braune Pelzmützchen keck auf die graue Lockenpracht gedrückt, sitzt Frau Möllenbaum, Grande Dame der münsterischen Talkschau, auf der Bühne des Boulevard Münster inmitten ihrer Gäste. Ann-Paulin Söbbeke, Manni Kehr und Richard Nawezi sind eingeladen. Von Heike Eickhoff


Di., 26.09.2017

Das Junge Theater Cactus schmiedet an einem neuen „Soap-Ding“ Im Güldenhof geht’s bergab

Das ist die bunte Truppe, die sich demnächst bei „Das Soap-Ding“ im Güldenhof tummeln wird.

Münster - Unlängst hatten die Mitarbeiter im Cactus-Büro am Hoppengarten eine nervöse Frau am Telefon. Sie war bestürzt darüber, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Karte für die Produktion reservieren konnte, von der sie vehement sagte: „Ich muss da rein.“ Und auf die Frage, warum, lautete die Antwort: „Weil ich seit acht Jahren darauf warte, dass es weitergeht“. Von Petra Noppeney


Mo., 25.09.2017

Herta Müller liest in Münster Die Angst, die Zeit und der Tod

Herta Müller mit dem Übersetzer Ernest Wichner auf der großen Bühne im Theater Münster.

Münster - Die Nobelpreisträgerin für Literatur greift gern zur Schere – um ganze Tage lang Wörter aus Zeitschriften auszuschneiden und in Schubladen zu legen, die später zu literarischen Collagen werden. Als Herta Müller am Ende schmunzelnd sagte, ihre Schubladen seien „wie Bahnhöfe für Wörter“, ging endlich ein leises Lachen durchs Große Haus. Von unseremMitarbeiterArndt Zinkant


Mo., 25.09.2017

Forum im Franz-Hitze-Haus zum Thema „Heimat ist nicht nur ein Ort“ „Heimat muss man auch teilen“

„Heimat ist nicht nur ein Ort“: Mit dem Wandel von Heimat befasste sich ein Forum im Franz-Hitze-Haus. Johannes Loy, Leiter der Feuilleton-Redaktion unserer Zeitung, gab dazu aus dem gleichnamigen Buch aus dem Aschendorff-Verlag, an dem sich viele Leser beteiligt hatten, die passenden Impulse.

Münster - In Zeiten von Flucht und Migration ist das Thema „Heimat“ wieder in aller Munde. Grund genug für die Akademie Franz-Hitze-Haus, den Heimatbegriff zu beleuchten und ihn von der Patina der Heimattümelei zu entrosten. Fazit nach einem Forum mit Experten aus Geschichtsforschung, Medien, Sport und Stadtheimatbund: Heimat darf in Zeiten der Globalisierung nichts Ausgrenzendes mehr sein. Von Johannes Loy


Mo., 25.09.2017

Vierte Staffel der Erzählshow „MenschMünsterMensch“ Erlebtes aus dem Korbstuhl

Die Akteure des packenden Abends: (v. l.)  Ulrike Knobloch (Gesang), Cornelia Kupferschmid (Moderation), Dirk, Stefanie, Bettina und Uli (Erzähler) sowie Konrad Haller (Moderation)

Münster - Es knisterte im – trotz der Bundestagswahl – ausverkauften Kleinen Bühnenboden, so packend waren die wahren Geschichten. Auf leise, unaufgeregte Art erfuhren die gespannt lauschenden Zuhörer, wie Dirk Abschied von der Mutter genommen hatte. Fünf Tage und vier Nächte saß er am Sterbebett, ließ die gemeinsamen, nicht immer konfliktfreien Jahre des Zusammenlebens noch einmal an sich vorüberziehen. Von Heike Eickhoff


So., 24.09.2017

Mit Kilt und Winke-Queen „Ein bisschen schräg“

Ein Hoch auf die Völkerverständigung:  Wilm Weppelmann (rechts, im Schottenrock), Bernhard Brämswig (Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Münster-York) und Christiane Lösel (Büro für Internationales, Europa und Städtepartnerschaften der Stadt Münster).

Münster - Britisches Picknick trotzt stoisch aller Unbill – und dem Wetter sowieso. Das führte bei der erstmals im Herbst auf der Wiese hinter der Westfälischen Schule für Musik ausgerichteten Veranstaltung jedoch die Sonne im Schilde. Von Wolfgang A. Müller


So., 24.09.2017

Eine besondere Frau aus Luthers Zeit Ohne Furcht und Tadel

Die Protagonisten Friedrich v. Grumbach (Felix Stöppler) und Argula (Ricarda Gerlach) mit dem Chor

Münster - Vielleicht ist der Glaube die schwerste Sache der Welt. Gegenwärtig gönnt kaum ein Glaube dem anderen den kleinsten Lichtblick. Radikale Gegnerschaften sind nicht neu: Im 16. Jahrhundert bestand das Christentum mit der Reformation seine erste neuzeitliche Prüfung, die Martin Luther mit rhetorischer Brachialgewalt entfesselte. Von Günter Moseler


So., 24.09.2017

Starke Ensembles, starker Gesang Mit Schlagzeug in der Kehle

ONAIR bot am ersten Tag des Münster Vocal Festivals eine bunte A-cappella-Popshow. Zu den Teilnehmern des Galakonzerts am Samstag gehörte der Kammerchor „InBEATween“ (kl. Bild).

Münster - „Wir haben lange nicht vor so viel schönen Menschen gespielt!“ rief ein Sänger des Popchores ONAIR in die voll besetzte Aula am Aasee – und los ging die bunte A-cappella-Popshow. Von Heike Eickhoff


So., 24.09.2017

Attacke auf die Lachmuskeln Der Kauz soll rülpsen

Paul (Marc Zabinski, l.) möchte seine Freundin (Marion König) loswerden und holt sich Martin (Magnus Heithoff) zur Hilfe. Der aber ist so herzig ...

Münster - Trennung ist nichts für Feiglinge. Zumal der Protagonist Paul (Marc Zabinski) überzeugt ist, dass nicht nur ihm, sondern gleich dem ganzen männlichen Geschlecht die Tugend des Mutes komplett abhandengekommen ist. Der smarte Bursche weiß zwar, wie man eine attraktive Frau gewinnt – wie man sie aber wieder loswird, ist ihm schleierhaft. Von unseremMitarbeiterArndt Zinkant


Fr., 22.09.2017

Erstes Rathauskonzert der Saison in Münster Launig bis zum Kehraus

Musizierten im Rathausfestsaal: Miloš Dopsaj, Friederike Wiechert, Risa Kobayashi und Jochen Schüle (v. l.)

Münster - Sicht- und hörbaren Spaß hatten Musiker und Publikum beim ersten Rathauskonzert der neuen Saison am Donnerstagabend. Allein die nicht alltägliche Besetzung mit Flöte, Fagott, Posaune und Klavier regt zum Schmunzeln an: Was kann man denn da überhaupt spielen? Von Frederik Wittenberg


Fr., 22.09.2017

Caroline Kebekus setzt auf Krawall-Komik Was der Mensch so alles auswirft

Saufen, Kotzen und Furzen: Caroline Kebekus  hält sich gerne bei solch deftigen Themen auf. Das Publikum scheint das alles begeistert zu inhalieren.

Münster - Wo Frauen nach Bieren lechzen, die weibliche Flatulenz veralbert wird und Kotz-Fontänen durch Fliegengitter spritzen, kann das Motto nur „Pussy-Terror“ heißen. Von Arndt Zinkant


Fr., 22.09.2017

„Trennung für Singles“ im Boulevard Münster „Allein die Sprache ist Gold“

Angelika Ober und Magnus Heithoff haben es sich in der Kulisse des neuen Stückes bequem gemacht. Was es mit den Büchern auf sich hat, wird nicht verraten.

Münster - Das soll es ja geben: Ein Paar lebt erst seit einem Monat zusammen – und dann merkt er plötzlich, dass er sich vergaloppiert hat. Alles, was er bisher an ihr mochte – die Art, wie sie trinkt, die Art, wie sie gähnt – geht ihm von jetzt auf gleich furchtbar auf die Nerven. Was also tun, um die Partnerin schnellstmöglich loszuwerden? Von Petra Noppeney


Do., 21.09.2017

Messe zu Outsider-Art im Kunsthaus Kannen Staunen ist hier Programm

Bizarre Skulpturen: Was andere Leute wegwerfen, wird im Atelier Markus Meurer (Bild oben) zu fantasievollen Gebilden.

Münster - „Darauf muss man erst einmal kommen“, sagt Lisa Inckmann, die Leiterin des Kunsthauses Kannen, spontan und zeigt auf eine Skulptur: eine textile Frauenfigur mit geschwungenem Häkelkleid. Ihre Beine sind nicht sichtbar. Hat sie überhaupt welche? Vielleicht nimmt die getigerte Katze, auf der sie thront oder mit der sie eventuell sogar verschmolzen ist, ihr die Lauf- und Steharbeit ab. Von Wolfgang A. Müller


Do., 21.09.2017

Römerlager in Kalkriese entdeckt Wo sich die Römer eingruben

Grabungsleiter Marc Rappe ist sicher:  Die dunkle Stelle unten an der Wand markiert den römischen Spitzgraben

Bramsche-Kalkriese - Nach neuerlichen Grabungen in Kalkriese sind die Experten sicher: Auf dem mutmaßlichen Schlachtgelände befand sich vor 2000 Jahren ein provisorisches Marschlager der Römer. Vermutlich ist es Teil des Geschehens der Varusschlacht, das sich im September des Jahres 9 n. Chr. über mehrere Tage hinzog. Auch für die künftige Gestaltung des Museumsgeländes haben die Ausgrabungen Folgen. Von Johannes Loy


Mi., 20.09.2017

Drei Wettbewerbe Das 17. Filmfestival Münster findet im Schlosstheater statt

Wieder daheim: Winfried Bettmer (l.) von der Filmwerkstatt Münster und die beiden Festivalleiter Risna Olthuis und Carsten Happe freuen sich über die Rückkehr ins Schlosstheater.

Münster - 6000 Zuschauer werden erwartet, rund 90 Filme laufen im Programm und über 100 Filmemacher sind eingeladen. Doch was für Carsten Happe und Risna Olthuis als Leiter vermutlich das Erfreulichste ist: In diesem Herbst kehrt das Filmfestival Münster wieder an seine Ursprungsstätte zurück – ins Schlosstheater. Von Petra Noppeney


So., 17.09.2017

Amateurbühne Münster-Ost zeigt das Stück „Endstation“ Etappen eines Wegs ins Grauen

Täter, Opfer, Gleichgültigkeit: Die jungen Darsteller der Amateurbühne Münster-Ost illustrieren in „Endstation“ dramatische mögliche Folgen von Mobbing in der Schule. Wolfgang A. Müller )

Münster - Ein Ort der Sehnsucht ist diese „Endstation“ wahrlich nicht. Eher einer der Spannung, latenter Gewalt, Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit. Für Stefanie und Kai hält die Schule nichts als Demütigungen bereit. Sie wird schließlich zum Ort des Grauens – für alle. Von Wolfgang A. Müller


So., 17.09.2017

Haus Kump: Aktion beim Skulptur-Projekt von Ei Arakawa Bodenturnen mit Musik

Liegend und turnend musizieren: Künstler Ei Arakawa (mit roter Jogginghose) macht es vor.

Münster - Die drei liegen im feuchten Gras und machen Musik. Dazu haben sie eine ganz eigene Choreografie: Elemente des Bodenturnens, die Beine nach oben recken in Bodenlage. Sie spielen und singen die irgendwie archaischen, ins Ohr gehenden kleinen Kompositionen von Christian Naujoks, die seit Monaten die Wiese vor Haus Kump beschallen. Von Heike Eickhoff


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