Mi., 08.11.2017

Elfriede Möllenbaums „Talkschau“ im Boulevard Bannert und Breiing wollten Bundeskanzler werden

Erinnerungsfotos mit den Münster-Promis (v. l.): Trixi Bannert, Elfriede Möllenbaum, Andreas Breiing und Ole Kriegs

Münster - Diejenigen, die gekommen waren, haben sich 90 Minuten lang bestens amüsiert. Schade, dass am Dienstagabend die Zuschauerreihen nur knapp zur Hälfte gefüllt waren. Schließlich hatte es Elfriede Möllenbaum geschafft, mit ihren drei Gästen einen sehr unterhaltsamen „Talkschau“-Abend auf die Boulevardbühne zu bringen. Von Maria Conlan

Di., 07.11.2017

Böser Blick auf die Mächtigen Neu im Theater Münster: „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ von Theresia Walser

Diktatoren-Gattinnen unter sich (v.l.): Frau Imelda (Regine Andratschke), Frau Leila (Ulrike Knobloch) Frau Margot (Claudia Hübschmann), die nicht von ungefähr an historische „Vorbilder“ wie Marcos, Ben-Ali oder Honecker erinnern.

Münster - Das „Verhältnis der Mächtigen zum Volk“ ist aktuell und wird vom Schauspiel Münster auf die Bühne gebracht. Mit der Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ von Theresia Walser will Schauspieldirektor Frank Behnke als Regisseur einen weiblich bösen, vorwiegend unterhaltsamen Blick auf jenes Verhältnis werfen. Von Gerhard H. Kock


Di., 07.11.2017

Fetter Fisch stellt neue Performance vor „Was ist Kunst?“ kinderleicht erklären

Neugier auf Kunst will das neuste Stück des münsterischen Performance-Theaters „Fetter Fisch“ wecken.

Münster - „Fetter Fisch“ stellt Fragen: Mit „Loch im Wasser“, wie wirklich ist die Wirklichkeit. Beim „Lauschen der Wände“, was ist das neue Landesmuseum. Und jetzt geht’s ans Eingemachte: „Was ist Kunst?“ Von Gerhard Heinrich Kock


Di., 07.11.2017

Konzert Wincent Weiss verzaubert im Skaters Palace 1500 Fans

Wincent Weiss in Münster.

Münster - Eine lange Schlange vor dem Skaters Palace, kein freier Parkplatz im Umkreis. Um 18.30 Uhr drängen die ersten der 1500 Fans in die Halle und schwärmen später: „Was für eine Nacht!“ Von Stefania Cutuli


Mo., 06.11.2017

Premiere des „Hagios“-Liederabends in der Apostelkirche Großer Andrang beim gemeinsamen Singen

Helge Burggrabe leitete in der vollen Apostelkirche die neue Form des gemeinsamen Singens an.

Münster - Die Zuhörer stehen dicht an dicht in den Bankreihen und lassen sich von Helge Burggrabe in den Bann seiner ruhigen und sehr eingängigen Gebetsvertonungen ziehen. Von Heike Eickhoff


Mo., 06.11.2017

Wewerka-Pavillon: Lis Schröders drei Performances „Das Angst-Game und das Love-Game“ Ist Liebe die Antwort?

Lis Schröder hat im Wewerka-Pavillon Teppich verlegt. Er soll Wohnlichkeit vermitteln. Der Raum wird für Performances benötigt, die sich mit Distanz und Nähe, dem Harten und Weichen, mit der Angst und der Liebe beschäftigen werden.

Münster - Spätestens seit Sigmund Freud weiß der Mensch: Er ist nicht Herr im eigenen Haus. Seit Antonio Damasio, dass Descartes sich irrte, als er meinte, das „Ich“ denke das „Sein“. Und mit Gerhard Roth („Wie das Gehirn die Seele macht“) lässt sich sagen: Gefühle sagen dem Verstand, wo’s langgeht. Von Gerhard H. Kock


Mo., 06.11.2017

Komiker Chris Tall in der Halle Münsterland Witze über alle und jeden

Der füllige Körper von Chris Tall ist Objekt für seine Selbstironie.

Münster - Der Stop des Komikers Chris Tall in der ausverkauften Halle Münsterland war der 200. und gleichzeitig letzte Auftritt mit seinem Programm „Selfie von Mutti – Wenn Eltern cool sein wollen“. Gleich zu Beginn stellte Chris Tall, der mit bürgerlichem Namen Christopher Nast heißt, ironisch fest, dass Münster nach seiner Heimatstadt Hamburg Wahl Nummer Zwei für seinen Tourabschluss war. Von unseremMitarbeiterJohan Sühling


So., 05.11.2017

Sinfonieorchester und Konzertchor das erste Mal im Landesmuseum Europa spannend umspannt

Sinfonieorchester und Konzertchor Münster boten im ausverkauften LWL-Museum für Kunst und Kultur einen Einblick in die sinfonische Musik aus Island und Griechenland.

Münster - Island und Griechenland: Viel weiter voneinander entfernt geht’s in Europa kaum. Das Sinfonieorchester und der Konzertchor Münster boten im ausverkauften Landesmuseum einen Einblick in die sinfonische Musik der beiden Länder. Von Brigitte Heeke


So., 05.11.2017

Titanick zieht die Tour-Bilanz 2017 „Alice on the Run“ ist ein Renner

Massen wollten beim größten Straßentheater-Festival in Aurillac „Alice“ aus Münster sehen.

Münster - Münsters Theater Titanick hat seine Tournee 2017 beendet mit 29 Open Air Inszenierungen vor 45 000 Zuschauern in Spanien, Frankreich, Niederlande und Deutschland.


So., 05.11.2017

„Baroque Blues“ bei Schoneberg Fetziger Brasilianer namens Bach

Münster - Was hat Johann Sebastian Bach mit dem Tango zu tun? Oder Georg Friedrich Händel mit dem Blues? Vordergründig erst einmal nichts. Auf den zweiten Blick dann aber schon – jedenfalls für Eckart Runge und Jacques Ammon. Von unseremMitarbeiterChristoph Schulte im Walde


So., 05.11.2017

Aufregend zeitgemäß: Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ in Münster Hass ist eine komische Sache

Der Richter (Sandra Bezler, l.) hat in Anwesenheit des Dogen (Carola von Seckendorff) Recht gesprochen: Shylock (Christoph Rinke) darf das Fleisch Antonios (Christian Bo Salle) herausschneiden. Aber nicht sein Blut vergießen.

Münster - „Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht?“ Die Rede des ­Juden Shylock ist eine ­Text-Ikone des Theaters. Weil sie nicht nur erklärt, warum jemand die gleichen Rechte für sich beansprucht wie seine Unterdrücker. Sondern auch deutlich macht, woraus er seine schreck­lichen Rachegelüste nährt. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


So., 05.11.2017

Sophie Rois las Ingeborg Bachmanns „Probleme, Probleme“ Beatrix liebt lieber sich selbst

Sophie Rois als Beatrix könnte auch in einem Wiener Kaffeehaus sitzen.

Münster - „Grauenvoll“ ist das alles, „kompliziert“ und „eine Belastung“. Gemeint ist das Leben. Speziell dann, wenn es sich vormittags abspielt. Zu einer Zeit also, in der es im Bett doch viel schöner ist. Von unseremMitarbeiterHelmut Jasny


Fr., 03.11.2017

Freies Musical Ensemble zeigt deutsche Erstaufführung von „Parade“ Zuschauer werden selbst zu Tätern

Blick in den Gerichtssaal: Herzstück des ersten Aktes ist der Prozess um den Fall Leo Frank. Noch probt das Ensemble diese anspruchsvolle Szenerie in halb fertigen Kulissen. Das Bühnenbild gestaltet das FME in Eigenregie

Münster - Gruppenzwang, Lynchjustiz und Antisemitismus gehören zu den Themen, die in der für gewöhnlich schillernd bunten Musical-Welt selten zu finden sind. Doch auch solch ernste Inhalte passen auf eine Musical-Bühne – erst recht, wenn es sich um eine wahre Geschichte handelt. Das Freie Musical Ensemble Münster (FME) spielt ab November den Broadway-Klassiker „Parade“ – als deutsche Erstaufführung. Von Franziska Eickholt


Do., 02.11.2017

Spektrum 77: Ausstellung zum 40-Jährigen im Krameramtshaus Triptychon aus 54 Bildern

54 Einzelwerke der Mitglieder von Spektrum 77 sind in diesem Triptychon enthalten. Christa Wetter hat zum Jubiläum der Künstlergruppe aus dem Sammelsurium ein Gesamtwerk zusammengepuzzelt.

Münster - Jeder für sich und zugleich alle für eins. Was für die „Spektrum 77“-Mitglieder bislang jeweils für das Thema ihrer Jahresausstellung galt, hat die Künstlergemeinschaft zum 40-jährigen Bestehen erstmalig auf ein Gemeinschaftswerk ausgeweitet. Das Ergebnis der Maler, Zeichner, Drucker und Bildhauer ist verblüffend. Von Gerhard H. Kock


Do., 02.11.2017

Chorgemeinschaft St. Ludgeri vor 50 Jahren gegründet Ein Unikum in der katholischen Kirchenmusik

Tradition (v.l.): Magdalene Saal und Helmut Leistritz engagieren sich seit Langem für die Ludgeri-Chorgemeinschaft.

Münster - Auch wenn das Singen bei Jung und Alt derzeit groß im Kommen ist, bedeutet der 50. Geburtstag einer Chorgemeinschaft etwas Besonderes. Von Chr. Schulte im Walde


Do., 02.11.2017

Choreographien von „Bodytalk“ und „Aura“ im Pumpenhaus Umarmen lassen auf Russisch

Bodytalk zeigte rasante Bilder vom „Glück“, die wenig mit Ruhe und Harmonie zu tun hatten.

Münster - „Es ist ein Schnitter, heißt der Tod“, beginnt ein altes Volkslied. Hier ist es gleich eine Meute von Tänzerinnen und Tänzern, die über die Bühne saust und die Sensen schwingt. Niedergemäht werden Kinder. Von Helmut Jasny


Mi., 01.11.2017

Tourauftakt in Münster Casper hebt Halle Münsterland aus den Angeln

Tourauftakt in Münster: Casper hebt Halle Münsterland aus den Angeln

Münster - Am Dienstagabend startete Casper seine neue Tour „Lang lebe der Tod“ in Münster. Tausende Fans feierten die strapaziöse Bühnenshow des Rapstars in der Halle Münsterland. Und wie es sich für Halloween gehört: Die Show war monströs.   Von Günter Moseler


Di., 31.10.2017

„Kaufmann von Venedig“ hat am Samstag Premiere im Theater Münster Mehr als immer nur Shylock

Unter dem aufgebahrten Jesus spielen sich die Szenen im Großen Haus ab, wenn Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ am Samstag über die Bühne. geht.

Münster - Da zuckt der Deutsche innerlich zusammen: „Der Kaufmann von Venedig“. Scheinbar bedient dieses berüchtigte Stück sämtliche Vorurteile gegenüber Juden: Ein Jude borgt einem Christen Geld und will als Schuld „ein Pfund Fleisch“. So simpel war Shakespeare nie. Der Menschenkenner hat in seinen Komödien stets Grundsätzliches auf die Bühne gestellt. Das sieht auch Stefan Otteni so. Von Gerhard Heinrich Kock


Mo., 30.10.2017

Begeisterte Ratlosigkeit für „Issmich“ im Bühnenboden Riesen-Kinder am Tor

Duo mit Gast (v.l.): Maryna Backsmann, Christoph Sahnemann und Thomas Mrosek

Münster - Ein Konzert wie ein schwarzer Wald: Instrumente schimmerten wie Silbertannen, manche fast unsichtbar im Unterholz von Kabeln, Schnüren und Drähten. Das münsterische Duo „Issmich“ startete sein „Surreleasekonzert“ in tiefster „Hänsel-und-Gretel“-Finsternis. Von Günter Moseler


Mo., 30.10.2017

Festival „Mensch. Musik“: Stürmischer Applaus zum Abschluss Schubert zwischen Melancholie und Stärke

Schuberts Unvollendete zum Abschluss (v.l.): Götz Alsmann moderierte, Marion Wood dirigierte.

Münster - Zwei Tage lang Schubert in der Musikhochschule – es hätten zwei Wochen sein können, denn das Oeuvre des Meisters ist so vielfältig, dass Langeweile kaum aufkommen würde. Beim Festival „Mensch. Musik“ mit dem Titel „Schubert reloaded“ ging es noch vielfältiger und bunter zu – „Schubert neu geladen“ oder „nachgeladen“ also. Von Chr. Schulte im Walde


So., 29.10.2017

Independent-Ikone Sóley im Großen Haus Islands leise singende Sonne

Sóley bot ihre blütenweißen Melodien erkältungsbedingt ganz zart dar.

Münster - Die isländische Independent-Ikone Sóley schien am Samstagabend mehr Jugend ins Große Haus zu locken als eine komplette Theatersaison. Ihr Konzert war eine Kooperation des Theaters mit dem Münsterland-Festival, das in diesem Jahr unter dem Motto „Island-Griechenland“ steht. Von Günter Moseler


So., 29.10.2017

Starker Soundtrack zur Arte-Doku über Luther Fetter Sound für den Reformator

Die beiden Sänger Axel Feige und Felicitas Breest begeisterten ebenso wie das Werk des Komponisten George Kochbeck, der bescheiden zwischen den Musikern Platz nahm.

Münster - Eine Binsenweisheit sagt, der evangelischen Kirche mangele es an „Weihrauch“ – also Prunk und Pracht im weitesten Sinne. Die Interpreten des „Luthercode“ schienen unterm nüchternen Gebälk der Erlöserkirche angetreten, um hier Abhilfe zu schaffen. Mit Hall und Streichern, Wort und Gesang, Lichtgewölk und Laser-Show. Wer bräuchte da noch Weihrauch? Von Arndt Zinkant


So., 29.10.2017

The Lee Ellroy Show: Beklemmendes Tanztheater Trauma nach dem Mutter-Mord

Die beiden Protagonisten  bewegen sich durch eine beklemmende Szenerie.

Münster - Das Spiel beginnt als amerikanische Vorstadtidylle. Die Mutter sitzt in der Küche, während der Sohn mit seinem Fahrrad um das Haus saust. Nur die Kulisse wirkt fremdartig. Denn das Gebäude besteht vollständig aus Plexiglas, in dem sich die Protagonisten wie in einem Aquarium bewegen. Von Helmut Jasny


So., 29.10.2017

Roter Teppich für Franz Schubert Vom Klavier-Impromptu bis zum Elektro-Pop

Zwei plaudernde Pianisten im Zeichen Franz Schuberts: Arnulf von Arnim (l.) und Götz Alsmann sinnieren über das Wienerische.

Münster - Der Philosoph Ludwig Wittgenstein notierte einmal: „Der Fleiß der Großen ist, unter andrem, ein Zeichen ihrer Kraft, abgesehen auch von ihrem inneren Reichtum.“ Der Metaphysik-Zertrümmerer des 20. Jahrhunderts verwies auf die Transzendenz der Kunst als Ergebnis schierer physischer Energie. Von Günter Moseler


Sa., 28.10.2017

Robert Nippoldts Buch über das Berlin der Zwanziger Jahre . . . und eine Frau mit zehn Gehirnen

Fünf Jahre brauchte Illustrator Robert Nippoldt für sein Buch „Es wird Nacht im Berlin der wilden Zwanziger“. Auf 244 Seiten taucht er ein in die Sinfonie der Metropole auf dem Pulverfass zwischen 1918 und 1933

Münster - Im Lichtglanz der Boulevards werden nächtliche Straßen zu erleuchteten Fluren. Überall öffnen sich Türen. Zu Etablissements, in denen Herren im Dreiteiler mit Damen im Cocktail-Kleid nebst Boa den Shimmy tanzen, zu Bühnen, Ateliers und Hinterhof-Mietshäusern. Von Peter Sauer


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