Di., 30.05.2017

Interview mit der Projektleiterin der Skulptur-Projekte: Imke Itzen „Das kriegen wir hin!“

Kopfüber ins Vergnügen: Für Projektleiterin Imke Itzen hat die kritische Bauphase der Skulptur-Projekte begonnen.

Münster - Noch zehn Tage, dann werden die Skulptur-Projekte 2017 eröffnet. Seit über zwei Jahren laufen die Vorbereitungen; an vielen Stellen der Stadt haben vor Kurzem die Bauarbeiten begonnen, jetzt müsste der Tag im Ausstellungsteam mehr als 24 Stunden haben. Von Gerhard H. Kock

Mo., 29.05.2017

Adam Riese verlegt seine Erfolgsshow vom Pumpenhaus in die Cloud Punkerin hat rebellische Töchter

Adam Riese (weißer Anzug) hatte in seiner letzten Pumpenhaus-Show Ingo Pohlmann (r.) zu Gast.

Münster - Adam Riese wartete bis zur letzten Minute, um dann seine Bombe zu zünden: „Dies ist die letzte Adam-Riese-Show“ – den Fans stockte der Atem – „im Pumpenhaus.“ Von Arndt Zinkant


Mo., 29.05.2017

Festival „Klang-Zeit-Werkstatt“ eröffnet Papierdrachen tanzt in den Ohren

Klang und Raum stehen beim „Klang-Zeit-Werkstatt“-Festival diesmal im Mittelpunkt der Konzerte.

Münster - Was macht der Raum mit der Musik, die in ihm erklingt – und was macht die Musik mit dem Raum, der sich ihr bietet? Dieser Frage spürt die „Klang-Zeit-Werkstatt“ nach, jenes Festival, das am Sonntag in der Musikhochschule eröffnet wurde und quasi beerbt, was 25 Jahre lang als „Musik unserer Zeit“ für spannende Begegnungen gesorgt hat. Von Chr. Schulte im Walde


Mo., 29.05.2017

Tilman Rademachers „Letzte Runde“ im Bühnenboden Mit Alkohol und Aspirin

Tilmann Rademacher las zu Deutschlands Droge Nummer eins: Alkohol.

Münster - Die Hand zittert, als Tilman Rademacher die Aspirin-Brausetablette ins Mineralwasser rührt, schnell die gelbliche Flüssigkeit herunterstürzt und anschließend die Gäste begrüßt. Rademacher lädt zur „Letzten Runde“ in den Kleinen Bühnenboden an der Schiller­straße, ein Tablett mit eiskaltem Korn steht bereit. Für die Zuschauer, sagt der gebürtige Münsteraner. Von Heike Eickhoff


Mo., 29.05.2017

Kultur Fahrradständer-Skulptur in Marl

Fahrradmonument von Artschwager

Münster - Das Skulptur-Projekt „Fahrradständermonument B“ von 1987 ist jetzt von seinem alten Standort vorm Schloss ans Skulpturenmuseum „Glaskasten“ umgesetzt worden. Das Kunstwerk von Richard Artschwager (1923-2013) ist ein Exponat der Ausstellung „The Hot Wire“. „Der heiße Draht“ ist vom Sonntag (4. Juni) bis zum 1. Oktober eine Kooperation der Skulptur-Projekte Münster und der Stadt Marl.


So., 28.05.2017

Ayad Akhtars Erfolgsstück im Kleinen Haus Koran-Debatte zum Salat

Noch ist die Party nett: Das Gastpaar (v. l. Christoph Rinke und Natalja Joselewitsch) und die Gastgeber (Jonas Riemer und Claudia Hübschmann) haben Spaß.

Münster - Als Vorspeise gibt es einen Fenchel-Anchovis-Salat, der laut Emily ganz einfach zubereitet wird: Man schneidet alles klein. Künstlerin Emily ist die Frau von Anwalt Amir, der sich am Beginn einer großen Karriere in New York sieht. Wäre da bloß nicht dieser Islam-Hintergrund, über den er beim Abendessen mit Freunden vom Leder zieht. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


So., 28.05.2017

Ballettschule Interdance im Großen Haus Die Liebe trägt den Sieg davon

Dornröschen alias Prinzessin Aurora (Leonie Baumann) bezaubert Prinz Désiré (Ulian Topor). Rechts Thoriso Magongwa als Blauer Vogel.

Münster - Sehnsuchtsvoll irrt Prinz Désiré durch den blau beleuchteten Zauberwald. Er ist auf der Suche nach der schönen Aurora. Doch immer dort, wo die Prinzessin auftaucht, stellen sich ihm fantastische Gestalten in den Weg. Erst sind es drei Feen, die ihn vor der geliebten Erscheinung zurückhalten, dann kleine Waldgeister. Von Isabell Steinböck


So., 28.05.2017

Starke Aufführung im Pumpenhaus Auf der Nachtseite Hollywoods

Chiel van Berkel spielt den Pfleger der alten Diva.

Münster - Flackerndes Licht, klapprige Möbel und ein havarierter Kühlschrank bestimmen die Szenerie, und wenn man das Radio einschaltet, sprühen im Sicherungskasten die Funken. Glamour ist das nicht gerade, womit Abattoir Fermé im Pumpenhaus „The L.A. Play“ eröffnet. Von Helmut Jasny


So., 28.05.2017

Ausgeklügelte Konzert-Dramaturgie Mitreißendes „Victimae“

Thomas Schmitz gestaltete das letzte Orgelkonzert in der Osterzeit

Münster - Die Hochdruck-Tuba in Münsters Domorgel ist zwar keine Spanische Trompete – aber allemal geeignet, das „Victimae paschali laudes“ hinauszuposaunen. Und das tat sie am Samstag beim letzten Orgelkonzert in der Osterzeit dann auch, als Domorganist Thomas Schmitz fantasievoll jene Gedanken in Klang umsetzte, die der Komponist Hans Dieter Möller zur gregorianischen Ostersequenz zu Papier gebracht hatte. Von Chr. Schulte im Walde


So., 28.05.2017

Ein Hörspiel mit starken Schauwerten Margot Honecker singt im Altenheim

Hörspiel auf der Bühne: Benedikt Thönes, Andrea Spicher, Linn Sanders, Musiker Jonas Nondorf und Dominik Paul Weber erzählen die Geschichte der noch immer existierenden DDR.

Münster - In Simon Urbans im Jahr 2011 erschienenem Roman „Plan D“ hat es die deutsche Wiedervereinigung nicht gegeben. Stattdessen wurde die DDR wiederbelebt – mit Egon Krenz an der Spitze und russischen Gas-Pipelines, die für westliche Devisen sorgen sollen. So weit, so gut. Doch dann gibt es einen Mord, und das ganze schöne Projekt droht zu scheitern. Von Helmut Jasny


Sa., 27.05.2017

Junges Theater Cactus zeigt im Kap.8 die Neuproduktion „Esperanza“ Ein paar Fragen zur Ehre

Die Ehre kann zu problematischen Situationen führen – nicht nur zwischen Mann und Frau.

Münster - „Ehre“ – das klingt in modernen Zeiten geradezu altertümlich, leicht muffig. Dabei ist das ein wirkmächtiges Phänomen, wer an Ehrenmord und unehrenhafte Entlassungen denkt. Von Gerhard H. Kock


Fr., 26.05.2017

Messiaen-Reihe mit Nowak in St. Lamberti Tirilieren zu Kirchenfenster-Akkorden

In der Messiaen-Reihe wird die Kirche illuminiert.

Münster - Blau und Rot für die „Himmelfahrt“ – die Säulen der Lambertikirche waren auch beim zweiten Konzert der Messiaen-Reihe, die Tomasz A. Nowak zum 25. Todestag des Pariser Komponisten präsentierte, illuminiert. Von Chr. Schulte im Walde


Fr., 26.05.2017

Nike Wagner im Gespräch Nicht jedes Jahr die „Neunte“

Feste Größe im deutschen Kulturbetrieb: Nike Wagner ist Intendantin des Beethoven-Fests in Bonn, mischt aber auch aus familiären Gründen in Bayreuth mit.

Münster - „Mit Liszt in Weimar war es einfacher, als es mit Beethoven in Bonn ist. Da gab es so viel zu entdecken.“ Nike Wagner liebt es, auch über Musik zu sprechen, die nicht von ihrem Urgroßvater Richard Wagner stammt. Bei ihrem Besuch in Münster antwortet sie zwar ebenso geduldig wie gewitzt auf alle Fragen, die sich um ihre berühmte Familie und die Bayreuther Festspiele ranken. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


Do., 25.05.2017

Kunsthalle lädt zum raffinierten Identitäts-Parcours von Wu Tsang Was macht mich aus?

Zwei Menschen verhalten sich in einem Video zueinander, und am Ende des Parcours steht eine sinnliche Erfahrung in einem Knoten-Feld aus Seiden-Fäden (kl. Bild).

Münster - In der Kunsthalle Münster lässt Wu Tsang (zusammen mit Fred Moten) das Innen, Außen und Dazwischen des Menschen mit seinen Grenzen sowohl sensorisch erfahrbar werden als auch intellektuell erhellen. Die Ausstellung spielt sinnlich mit Lust und Last der Liebe und des Lebens. Von Gerhard H. Kock


Mi., 24.05.2017

Freuynde + Gaesdte zeigen im Zwinger „Karlos!“ nach Schiller Radikale Männerfreundschaft

Sieben Stunden in 70 Minuten: Zeha Schröder und Stefan Nászay spielen Schillers „Karlos“.

Münster - Friedrich Schillers Königsdrama „Don Karlos, Infant von Spanien“ hat mit einer Spieldauer von sieben Stunden epische Ausmaße.


Mi., 24.05.2017

Landesmuseum präsentiert Kunstwerk des Monats Mai Zeugnisse regionaler Bildschnitzerkunst

Johannes der Täufer und heiliger Abt (Benedikt von Nursia oder Bernhard von Clairvaux), um 1360/70

Münster - Zwei Holzfiguren aus einer Soester Werkstatt präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Mai als „Kunstwerk des Monats“ im Landesmuseum für Kunst und Kultur.


Mi., 24.05.2017

Ausstellung: Käthe Kollwitz und Lotta Blokker Kollwitz-Skulptur eingetroffen

Vorbotin der Ausstellung: „Mutter mit zwei Kindern“ von Käthe Kollwitz

Münster - Vom Kollwitz-Museum in Berlin in die Apostelkirche: „Mutter mit zwei Kindern“ (1934-36). Für drei Monate wird das wertvolle Exponat nach Münster ausgeliehen, das gestern eintroffen und Christi Himmelfahrt zunächst kurz zu sehen ist, um dann ab der Ausstellungseröffnung am 4. Juni bis zum 27. August der Öffentlichkeit präsentiert zu werden.


Di., 23.05.2017

Nike Wagner erzählte vom Bayreuther Neubeginn unter ihrem Vater Wieland Erbe und Erneuerer

„Man konnte es als ein Paradies bezeichnen“, sagt Nike Wagner über ihre Kinderzeit in der Villa Wahnfried.

Münster - Nike Wagner: „Mein Vater wollte die Sopranistin Birgit Nilsson zunächst gar nicht in seinen Inszenierungen haben – sie war eine ,Wolfgang-Sängerin‘.“ Von Harald Suerland


Di., 23.05.2017

Abattoir Fermé zeigt sie im Pumpenhaus Die dunklen Seiten von Los Angeles

Schräger und skurril sind die Theaterbilder des belgischen Künstlerkollektivs Abattoir Fermé.

Münster - Die Produktionen von Abattoir Fermé sind bekannt für ihre deutliche Bildsprache, die oft die Grenzen des Erträglichen überschreitet


Di., 23.05.2017

„Geächtet“-Premiere am Theater Münster Hochglanzkomödie wird Identitätsdrama

„Geächtet“ mit Christoph Rinke (Isaac), Natalja Joselewitsch (Jory), Claudia Hübschmann (Emily), Jonas Riemer (Amir)  

Am Freitag (26. Mai) feiert das Schauspiel „Geächtet“ (Pulitzer-Preis 2013) von Ayad Akhtar um 19.30 Uhr seine Premiere,


Di., 23.05.2017

Historikerpreis Münster für Prof. David Nirenberg Das Judentum als „dunkler Spiegel“

Der Historiker David Nirenberg erklärt die Geistesgeschichte der westlichen Zivilisation aus einer erschreckend aufschlussreichen Perspektive: Er sieht den Anti-Judaismus, die Abgrenzung gegenüber dem Judentum, als eine treibende Kraft.

Münster - Anti-Judaismus als irrationale Abweichung vom aufgeklärten westlichen Denken? Der Chicagoer Historiker David Nirenberg, der gestern Abend mit dem Historikerpreis der Stadt Münster ausgezeichnet worden ist, sieht das etwas anders. Von Martin Ellerich


Mo., 22.05.2017

Skulptur-Projekte-Künstler Ei Arakawa bei der Handwerkskammer Zwischen öffentlich und privat

Gela Patashuri (l.) und Ei Arakawa realisieren auf einer Wiese am Haus Kump ihren gemeinsamen Beitrag zu den Skulptur-Projekten. In sieben Metallrahmen werden LED-Lämpchen Gemälde zum Leuchten bringen.

Münster - „Hau drauf! Hau ordentlich drauf!“ Das könnte die Regieanweisung für die Musiker der Band „Möbel Pack“ gewesen sein. Von Ellen Bultmann


So., 21.05.2017

Preisverleihung im Erbdrostenhof Wo Worte unvermeidlich werden

Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson überreichte die Urkunden an die beiden Poesie-Preisträger Hinrich Schmidt-Henkel (l.) und Jon Fosse.

Münster - Ob Jon Fosse wohl bei der Auszeichnung bemerkt, dass vom Deckenfresko im Erbdrostenhof aus Engel, die zur Grundausstattung seiner Poesie gehören, auf ihn hinabschauen? Mit Theaterstücken feierte der Norweger Welterfolge, seine 30 Bühnenvorlagen sind in 40 Sprachen übersetzt. Als Lyriker hingegen ist er wenig bekannt, wie Fosse in Münster selbst einräumt. Von unseremRedaktionsmitgliedPetra Noppeney


So., 21.05.2017

Opernpremiere in Münsters Großem Haus Die Musiker proben den Aufstand

Das Orchester bei der Probe ist ein bunt gemischtes Häuflein. Mit dem, was es spielt, ist der Dirigent nicht sonderlich zufrieden. Er piesackt die Musiker – und das rächt sich.

Münster - Eitel, selbstgefällig, zynisch: Dieser Dirigent geht dem Orchester gewaltig auf die Nerven. Beim Fernsehinterview in der Probenpause lästert er dann über Zuhörer und Musiker, zieht diese Äußerungen aber gleich wieder zurück. Anschließend stilisiert er sich zum Feldwebel und zum Priester. Man kann verstehen, dass die Instrumentalisten gegen ihn revoltieren: Sie ersetzen ihn durch ein Metronom. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


So., 21.05.2017

Vielfalt der Poesie Von Wortmusik bis zu historischer Reflexion

Hermann Wallmann (4. v. l.) fühlt sich inmitten des Dichter-Oktetts geborgen.

Münster - Unter den Hauptdarstellern der Literatur ist sie das wehrloseste Geschöpf, für Verächter hoch dosierter Innerlichkeit das ideale Opfer. Sie ähnelt einer Diva, die nur in Nebenrollen auftreten will, aber immer von einer Hauptrolle träumt. Von Günter Moseler


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