Di., 01.10.2019

„Menschendinge“ im Pumpenhaus Weg mit dem Krempel . . . ?

Krempel ist genug da, über den sich die Performer Emmanuel Edoror, Matthias Maat und Marie-Laure Fiaux (v. l.) in der Produktion „Menschendinge“ streiten können.

Münster - Das kennt vermutlich jeder. Plötzlich schlägt die Stunde für den großen Kehraus. Dann ist es an der Zeit, sich von alten Dingen zu trennen und Raum zu gewinnen für Neues. Doch was, wenn einen plötzlich die Gefühle und Geschichten übermannen, die mit jenen Stücken verbunden sind? Von Petra Noppeney


So., 20.10.2019

Junges Theater Cactus zeigt „angerichtet“ Die schreckliche Nutella-Frage

Eine Müll- und Plastikkolonne nähert sich den Zuschauern auf beängstigende Weise.

Münster - Das Junge Theater Cactus thematisiert in „angerichtet“ Klimawandel., Ausbeutung, Verschwendung – und sogar sich selbst. Von Helmut Jasny


Fr., 18.10.2019

Esper Postma in der Ausstellungsreihe „Radar“ „Ich will den Kopf ...“

Diese „Johannesschüssel“-Skulptur aus Eichenholz entstand um 1400.

Münster - Um die schöne Salome und Johannes den Täufer geht es in der aktuellen „Radar“-Ausstellung mit einer Installation von Esper Postma. Von Harald Suerland


Fr., 18.10.2019

Sonia Kacems „Between the scenes“ beim Kunstverein Geheimnisse hinter Markisen

Links vier Kugelelemente, an der Decke vier weitere, die eine Halbkugel bilden – und hinten die großen Markisen.

Münster - Eine große Geste: Die tunesisch-schweizerische Künstlerin Sonia Kacem verwandelt den Ausstellungsraum des Westfälischen Kunstvereins. Von Harald Suerland


Fr., 04.10.2019

Ute Lempers Marlene-Dietrich-Abend in Münster Faszinierende Erinnerungen

Als wäre sie Marlene Dietrich: Ute Lemper geht auf bewegende Art in ihrer Rolle auf.

Münster - Von Kopf bis Fuß auf Marlene eingestellt: Zum leisen Vibrato einer Geige schreitet Ute Lemper elegant-gelassen im engen, hochgeschlitzten schwarzen Abendkleid mit champagner-weißer Stola auf die Bühne des Großen Hauses – und ist nicht mehr sie selbst. Von unseremMitarbeiterHans Lüttmann


Mi., 02.10.2019

Erstes Sinfoniekonzert der neuen Saison in Münster Wenig Platz für Schwelgerei

Shengzhi Guo

Münster - Golo Berg dirigierte im ersten Sinfoniekonzert der Saison in Münster die vierte Sinfonie von Johannes Brahms Von Harald Suerland


Mo., 30.09.2019

Premiere „Nass“ im U2 Das Wasser spielt die Hauptrolle

Hyunjung Kim (l.) und Cornelia Kupferschmid haben offensichtlich Spaß beim Spiel mit dem Element Wasser.

Münster - Drei große Tonnen stehen auf der Bühne. Aus einer holt Hyunjung Kim ihre Musikinstrumente. In der zweiten befindet sich Wasser in diversen Flaschen. Die dritte Tonne hat oben einen Deckel und ist zum Draufsteigen, um das Spiel zwischendurch auf eine andere Ebene zu bringen. Insbesondere Cornelia Kupferschmid macht von dieser Möglichkeit gerne Gebrauch. Von Helmut Jasny


Mo., 30.09.2019

Mikro-Philharmonie „Einklang“ im Jovel Zwei Celli verströmen Herzschmerz

Solistin Anna-Sophie Brosig fand sowohl für Mahlers kindlichen Finalgesang als auch für Mozarts Arien und „Isoldes Liebestod“ die passend betörenden Soprantöne.

Münster - Unermüdlich arbeiten Joachim Harder und die „Mikro-Sektion“ seiner Einklang-Philharmonie daran, üppige Gewächse der Orchestermusik zu beschneiden: Strauch für Strauch, Stück für Stück – bis nur quasi noch die Struktur mit ihren schönsten Melodieblüten hörbar ist. So sind bereits viele faszinierende Hörerlebnisse zu Tage gefördert worden. Von Arndt Zinkant


So., 29.09.2019

Am Tag, als der Regen kam Großes Zeitbild: Rainer Werner Fassbinders „BRD-Trilogie“ in Münster

Maria Braun (Rose Lohmann) macht Karriere. Veronika Voss (Carola von Seckendorff, 3. v. r., kl. Bild) hat das längst hinter sich und gerät in die Fänge von Dr. Katz (Sandra Schreiber, 2. v. r.).

Münster - Die junge Bundesrepublik wirtschaftswundert sich zu neuer Größe, doch die Hinterlassenschaften der Vergangenheit wurden bestenfalls zur Seite gefegt: Das ist der Kern eines Theaterprojekts, bei dem Münsters Schauspielensemble die drei BRD-Filme Rainer Werner Fassbinders an einem Abend stemmt. Der dreiteilige Theaterabend hat viele faszinierende Momente, aber auch Längen. Von Harald Suerland


So., 29.09.2019

Lange Nacht der Neuen Musik Ganz viele neue Hörerfahrungen

Mezzosopranistin Annette Kleine und Clemens Rave

Münster - Klangentdeckungen ermöglichte die Gesellschaft für Neue Musik e. V.: Am Samstag präsentierte sie erneut eine „Lange Nacht der Neuen Musik“ zum 100-jährigen Jubiläum der Westfälischen Schule für Musik. Von 20 Uhr bis 1 Uhr früh spielten Musiker aus der Region, die sich für Neue Musik begeistern. Von Maria Conlan


So., 29.09.2019

Ein Galakonzert krönt das Vocal Festival Münster Chormusik im Wohlfühl-Modus

Der „Junge Chor Münster“ erhielt den „Münster Vocal Award 2019“. Bei der Preisverleihung (kl. Bild, v. l): Moderator Thilo Beckmann, Dr. Annegret Saxe von der Sparkasse Münsterland und zwei Mitglieder des „Jungen Chores“.

Münster - Wer „früher“ noch erlebt hat, vergisst das klassische Samstagsritual nie: Wie man in die warme Wanne steigt und eine grässliche (Schul-)Woche sich im narkotischen Plätschern des Wasserhahns auflöst. Vielleicht meinte der Sänger des Jungen Chors Münster diese Unschuldsseligkeit, als er nach dem Beatles-Evergreen „Come Together“ mit keckem Blick ins Publikum erklärte: „Das ist wunderschöne Musik. Von Günter Moseler


So., 29.09.2019

„Chiname“ mit Xiao Ke und Zi Han im Theater im Pumpenhaus Sind Chinesenimmer fleißig?

Die Performance im Pumpenhaus befragte Chinesen im Ausland nach ihrer Identität.

Münster - 50 Millionen Chinesen leben im Ausland. Das ist mehr, als die meisten Länder an Bürgern im Inland haben. Gemessen an den knapp 1,4 Milliarden Chinesen, die es insgesamt auf der Welt gibt, ist es aber wieder wenig. Doch was bedeutet es eigentlich, Chinese zu sein? Ist es die Abstammung, der Pass oder gibt es so etwas wie eine chinesische Identität? Von Helmut Jasny


So., 29.09.2019

Jazzkonzert mit Lily Dahab im Westfälischen Kunstverein Unerschöpfliche Klangfarben

Sängerin Lily Dahab mit Camilo Villa Robles (l.) am Bass und Gitarrist Jo Gehlmann

Münster - Es knistert im Auditorium des Westfälischen Landesmuseums beim Jazzkonzert des Westfälischen Kunstvereins: Lily Dahab und ihre Band „Bajo un mismo cielo“ elektrisieren mit ihrer Mischung aus lateinamerikanischer Musik (Pop und Folklore) und internationalem Jazz die Zuhörer. Die Fußspitzen und Köpfe tippen und nicken bald schon im Takt, eine Zuhörerin hält es nicht auf dem Stuhl. Von Heike Eickhoff


So., 29.09.2019

Süßes belebt Geist und Gaumen „Herz aus Schokolade“ im Boulevard Münster

Aufregung im Schoko-Laden: Pascal (Patrick Bredow), Meister Henri (Wolfgang Linnenbrügger), eine biedere Schweizerin (Franziska Bienek) und der Doktor (Eric Haug) prallen aufeinander.

Münster - Schokolade mag eigentlich jeder. Und wenn sie dann noch den Rahmen für ein munteres Boulevard-Stück bildet, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Im Boulevard Münster kann der Theaterfreund das jetzt in munteren zwei Stunden erleben. Von Johannes Loy


So., 29.09.2019

Striesow besucht Robert Walsers Welt Wurst, Schnee und ein Büromensch

Devid Striesow war zu Gast beim Weverinck-Abend.

Münster - Wie kommt man wohl als Dichter auf die Idee, über das Wesen und die Substanz von „Asche“ zu schreiben? Oder über eine „Wurst“, die man gerade mit Wonne verzehrt hat und der man nun wortreich nachtrauert? Oder über das Leben des „Zündhölzchens“, das artig mit vielen Kompagnons in der Schachtel liegt und kaum, dass es lebendig wird und entflammt, auch schon wieder verglüht? Von unseremRedaktionsmitgliedJohannes Loy


Sa., 28.09.2019

„How to date a feminist“ im Wolfgang-Borchert-Theater Mit Wucht, Wonne und viel Herz

Frau trifft Mann – oder auch umgekehrt: Rosana Cleve und Johannes Langer spielen das überzeugend.

Münster - Eine Frau trifft auf einen ziemlich devoten Mann, der sich ständig entschuldigt. Kann das gutgehen? Diese Frage verhandelt Samantha Ellis in ihrem Stück „How to date a feminist“. Und im Borchert-Theater kommt muntere Stimmung auf. Von Arndt Zinkant


Do., 26.09.2019

Burkhard Spinnen las aus seinem neuen Roman „Rückwind“ Trössners trostlose Tragik

Burkhard Spinnen bei seiner Lesung im Franz-Hitze-Haus.

Münster - Der Schriftsteller Burkhard Spinnen erzählt in seinem neuen Roman „Rückwind“ über das schwere Schicksal eines Mannes, der seiner Daseins-Katastrophe zu entrinnen sucht. Jetzt stellte er sein Buch im Franz-Hitze-Haus vor. Ein Blick in menschliche Abgründe und Tiefenschichten. Von unseremMitarbeiterGünter Moseler


Do., 26.09.2019

Ausstellung im Franz-Hitz-Haus Eingeweide im Inneren der Häuser

Yuri Kharchenko vor dem Porträt des argentinischen Autors von Jorge Luis Borges

Münster - Gestalterisch sind die Werkzyklen des Künstlers Yuri Kharchenko, die das Franz-Hitze-Haus im Rahmen ihrer Ausstellung „Identitäten“ zeigt, höchst unterschiedlich. Unter dem Titel „Häuser“ firmieren Großformate zu den Stammvätern Israels, deren sinnliche Farbverläufe und assoziative Formensprache an den abstrakt-expressiven Ausdruck Mark Rothkos oder Barnett Newmans erinnern. Von Sandro Heidelbach


Do., 26.09.2019

Ausstellung in der Halle am Hawerkamp Bewusst verzahnt zum Jubiläum

Patricija Gilyte, Ekkehard Neumann, Egle Ulcickaite und Arvydas Zalpys (v. l.), Direktor der Galerie „Meno Parkas“ im litauischen Kaunas, hinter der Arbeit von Povilas Ramanauskas. Rechts die Lichtarbeit von Julija Pociute.

Münster - Zwei gegeneinandergestellte, mit wildem Pinselstrich und poppigen Farben bemalte Folien fallen dem Betrachter ins Auge. Der Platz für die Arbeit des jungen litauischen Künstlers Povilas Ramanauskas in der Mitte der Ausstellungshalle Am Hawerkamp ist exponiert – ohne aber den anderen Werken in der schön konzipierten Ausstellung ihre Wirkung zu nehmen. Von Petra Noppeney


Mi., 25.09.2019

„BRD-Trilogie“ im Theater Münster Der Preis des Wirtschaftswunders

Veronika Voss (Carola von Seckendorff) sehnt sich in den Ruhm vergangener Zeiten zurück und genießt die Schwärmerei eines jungen Sportreporters (Joachim Foerster, l.).

Münster - „Ich bin immer schon fasziniert gewesen von diesem Monster“, sagt Frank Behnke über Rainer Werner Fassbinder, „von jemandem, der sich so radikal dem Theater und dem Kino hingegeben hat.“ Diese Hingabe sei Fassbinders Weg gewesen, große Dinge zu erschaffen. Von Harald Suerland


Mi., 25.09.2019

„Pop Up Art-Gallery“ öffnet am Alten Steinweg Künstler und Galerist in einer Person

Sebastian Osterhaus in seiner „Pop Up Art-Gallery“, die heute ihre Pforten öffnet.

Münster - Wenn Sebastian Osterhaus an die vergangenen zehn Tage zurückdenkt, schwirrt ihm der Kopf. Zuerst entdeckte er bei einem Spaziergang das 630 Qua-dratmeter große, leergestehende Ladenlokal, dann wuchs die Idee, den riesigen Raum mit seinem „shabby chic“ am Alten Steinweg mit einer Galerie auf Zeit zu bespielen – wodurch Osterhaus nun Künstler und Galerist in Personalunion ist. Von Petra Noppeney


Mo., 23.09.2019

Premiere im Wolfgang-Borchert-Theater Spiel mit Geschlechterklischees

Johannes Langer und Rosana Cleve in einer Szene des Vexierspiels „How to date a Feminist“.

Münster - Der Beginn des Plots ist schnell erzählt: Auf einer Kostümparty funkt es zwischen „Robin Hood“ und „Wonder Woman“. Beide sind frisch getrennt, einer Heirat von Steve und Kate steht also nichts im Wege. Nichts? Von Petra Noppeney


Mo., 23.09.2019

Konzert des Kammerchors an der Herz-Jesu-Kirche Hörbare Freude an der Musik

Der Kammerchor an der Herz-Jesu-Kirche präsentierte unter anderem das Requiem von Mozart in der Erphokirche.

Münster - Gleich zwei der beliebtesten Werke der traurigen Chorliteratur hatte der Kammerchor an der Herz- Jesu-Kirche am Sonntag in die Erphokirche mitgebracht: Mozarts Requiem und Händels „Funeral Anthem for Queen Caroline“. Michael Schmutte hatte die musikalische Leitung inne, und das Orchester L’arco Hannover begleitete vorzüglich. Von Heike Eickhoff


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