Mo., 11.02.2019

Musikstadt Münster Sinfonieorchester, Musikhochschule und Westfälische Schule für Musik feiern 100-jähriges Bestehen

Das Flaggschiff der Musikstadt Münster: das Sinfonieorchester mit Generalmusikdirektor Golo Berg (vorne, 4. v. r.).

Münster - Das Jahr 2019 wird als Musikjahr in die Geschichte der Stadt Münster eingehen; denn ein wichtiger Dreiklang in Münsters Musikleben feiert Geburtstag: Sinfonieorchester, die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule werden in diesem Jahr 100 Jahre alt.  Von Johannes Loy

So., 10.02.2019

Proben für die aktuelle „Kappe App“-Saison laufen Gags zwischen Kohlrabi und Ingwer

Gut aufgelegt bei den Proben zu „Kappe App“: Michael Tumbrinck, Gabriele Brüning, Björn Schimpf, Michael Holz, Marcello Lang, Cornelia Kabbaj und Matthias Menne (von links).

Münster - „So funktioniert das!“ Gabriele Brüning ist positiv gestimmt. „Mehr plaudern, mehr unterhalten“, so hat die Regisseurin eben noch ihrem Ensemble geraten und „mehr Energie“ gefordert. Jetzt scheint die Eingangsszene der neuen „Kappe App“-Show halbwegs im Kasten. Die Mitspieler haben Rhythmus, Intonation, Timing und Melodie des für sie noch fremden Textes erfasst. Von Wolfgang A. Müller


So., 10.02.2019

Lioba Albus seziert im Bennohaus die Alltagswelt Kein Bock auf „Fakebook“

Lioba Albus brilliert auch als wasserstoffblondierte „Tussi“. Hier knipst sie offenbar gerade ein Selfie oder guckt in den Spiegel.

Münster - Lioba Albus ist sämtlichen Situationen gewachsen. Selbst ein Ausfall der Technik am Samstag bei ihrem ausverkauften Auftritt im Bennohaus konnte der sympathischen Künstlerin nur ein Lächeln ins Gesicht zaubern. „Ich komme ja aus dem Sauerland, und da hat man sich ja nur mit der Stimme von Berg zu Berg verständigt“, lautete ihr süffisanter Kommentar. Von Axel Engels


Fr., 08.02.2019

Rundgang „Parcours“ mit vielen kritischen Arbeiten Design-Absolventen sind so wütend wie selten zuvor

Mit Nutzen und Nebenwirkungen der Pille hat sich Designerin Madeline Schmolke beschäftigt.

Münster - Am Wochenende findet wieder der Rundgang „Parcours“ der Absolventen des Fachbereichs Design statt. Die frisch gebackenen Designer beziehen zu vielen aktuellen Problemen deutlich Stellung. Von Martin Kalitschke


Mi., 06.02.2019

Manfred Lütz: Kirchenkrise, Jammer und Perspektivwechsel „Der Fachmann für das Kurze“

Umringt von Lesern: Manfred Lütz signierte nach der Lesung im Kleinen Haus sein bei Herder erschienenes Buch „Der Skandal der Skandale“ über „Die geheime Geschichte des Christentums“.

Münster - Manfred Lütz (64) treibt vieles um. Das ewige Jammern oder die „programmierte Frustration“ in der Kirche. Eine Christenheit, die sich im öffentlichen Disput fast immer im Rückwärtsgang befindet. Das ist nichts für den ratternden Rheinländer, Psychiater, Chefarzt, Vatikanberater und Bestsellerautor, der auf Einladung von Weverinck-Management im Theater Münster eineinviertel Stunden am Stück dozierte. Von unseremRedaktionsmitgliedJohannes Loy


Mi., 06.02.2019

Menschen im Münsterland wählten Kulturgüter für eine digitale „Arche“ aus Vom Mischpult bis zum Grubenpferd

Dieses analoge Mischpult, zu finden im Rock’n’Popmuseum Gronau, stammt aus dem legendären Aufnahmestudio der deutschen Avantgarde-Band „Can“ in Köln-Weilerswist. Das Tonstudio wurde 1971 in einem ehemaligen Kinosaal in Betrieb genommen.

Münsterland - In Ibbenbüren ist es der Dampfhaspel aus dem Bergbau geworden, in Borken die traditionelle Maitremsenfeier, in Ahlen ein Hochrad und in Münster ein Grubenpferd: Diese und 25 weitere Kulturgüter – Objekte, Gebäude, Ideen und Bräuche – haben Museumsbesucher bei einer Münsterland-weiten Mitmach-Aktion als bewahrenswert ausgewählt. Von unseremRedaktionsmitgliedPetra Noppeney


Di., 05.02.2019

Anthony Venisse ist Artist, führt aber auch Regie im GOP-Varieté „Tue ich das eine, fehlt das andere“

Pfiffige Regie-Ideen wie das Ballett aus Telefonhörern ziehen sich durch die Show „Bang Bang“ im GOP. Anthony Venisse (Bild unten) hat sie inszeniert.

Münster - Nicht nur durch den seit den 1980er Jahren anhaltenden Erfolg des Cirque du Soleil gilt Kanada in der Welt der Artistik, der Show und des Spektakels als führend. Die starken Zirkusschulen in Montréal und Quebec bringen immer wieder Künstler hervor, die auch in Europa Erfolge feiern. Von Paul Nienhaus


Mo., 04.02.2019

„Teufels Küche“ im Kinder- und Jugendtheater Rabatz zwischen Töpfen und Pfannen

Die Akteure Hyunjung Kim, Walison Lenon de Oliveira Souza und Jiwon Na (v.l.) agieren durchaus geräuschvoll in der Küche.

Münster - Der Teufel ist ein Küchenchef. Und ein Tollpatsch dazu: Wenn Rose Lohmann den Diabolus spielt, stapft sie wie eine Mischung aus Laurel und Hardy zwischen den Töpfen und Pfannen herum. Und wenn etwas schiefläuft, kriegt der Höllenknabe Wutausbrüche, die denen von Donald Duck ähneln. Die Laute, die er dabei macht, sind jenen des cholerischen Enterichs gar nicht mal unähnlich. Von unseremMitarbeiterArndt Zinkant


So., 03.02.2019

Fantastisch surreal: Theo Fransz’ „Co-Starring“ vom Jungen Theater im U 2 Höhen und Tiefen der Pubertät

Der Kuschelhase des Jungen ist passé. Ab sofort wird „Co“ zum „Mittelpunkt des Universums“. Die Herausforderungen, die die Pubertät an den Heranwachsenden stellt, sind nämlich gewaltig.

Münster - Ein junger Mann in buntem Glitzer-Jackett steht auf der dunklen, kleinen U 2-Bühne und blickt in einen imaginären Spiegel. Immer größer wird Cos Entsetzen, als er erkennt, dass er sich über Nacht völlig verändert hat: Das Gesicht entstellen Pickel, an den Beinen, unter den Achseln, überall wachsen Haare. Was tun, wenn die Hormone „werkeln“ und aus einem Kind plötzlich ein „Mann“ wird? Von Isabell Steinböck


So., 03.02.2019

Ensemble Ikarai spielte in der Friedenskapelle „Rumble in the Jungle“ Musikalischer Boxkampf mit Sieg in Runde eins

Hand aufs Herz zur Nationalhymne: Das Ensemble Ikarai setzt auch dieses Vorspiel eines legendären Boxkampfs eindrucksvoll in Szene.

Münster - „Let’s get ready to rumble!“ Das hatte Tim Eber­hardt, der künstlerische Leiter der Friedenskapelle, garantiert noch nie ins Mikrofon gerufen – ganz so, als wäre er der Ring-Ansager Michael Buffer. Aber es hing dort ja auch noch nie ein Boxsack zwischen den Kronleuchtern. Und dass Muhammad Ali mit vier Streichern, Klavier und Schlagzeug Reverenz erwiesen wird, passiert auch nicht alle Tage. Von Arndt Zinkant


Fr., 01.02.2019

Cactus zeigt im Pumpenhaus „Wer sind die Schweine?“ „Make Hühnerstall great again“

Nicht nur politisch hat die Inszenierung „Wer sind hier die Schweine“ des Theaters Cactus Biss. Auch darstellerisch legt sich das junge Ensemble ins Zeug.

Münster - „Der Mensch ist die Ursache allen Übels, denn er konsumiert, ohne zu produzieren.“ Mit diesen Worten ruft Old Major, ein alter Zuchteber, die Tiere auf Jones’ Farm zur Revolution auf. Es ist die Geschichte von der „Animal Farm“, mit der George Orwell 1945 den Übergang der russischen Revolution in die Diktatur Stalins nachzeichnete. Von Helmut Jasny


Fr., 01.02.2019

Sinfonieorchester, Musikhochschule und Musikschule feiern 100. Geburtstag Münsters Musikwelt macht mobil

Mit vereinten Kräften (v.l): Organisator Ulrich Rademacher, Generalmusikdirektor Golo Berg, Musikschulleiterin Friedrun Vollmer, Kulturdezernentin Cornelia Wilkens, Oberbürgermeister Markus Lewe, Universiätsrektor Johannes Wessels und Musikhochschuldekan Michael Keller

Münster - Wer sich zehn oder zwanzig zwanzig Jahren an 2019 zurückerinnern möchte, der kann dies mit einem einzigen Wort tun; denn 2019 wird Münsters „Musikjahr“. Sinfonieorchester, Musikhochschule und Westfälische Schule für Musik zelebrieren ihren 100. Geburtstag. Münster und das Münsterland feiern mit. Von unseremRedaktionsmitgliedJohannes Loy


Do., 31.01.2019

Junges Sinfonieorchester der WWU Man traute den Ohren nicht

Das „Junge Sinfonieorchester an der WWU“ unter der Leitung von Bastian Heymel und mit der Solistin Bomsori Kim

Münster - Gleich vorweg: Vor sieben, acht Jahren hätte niemand dem „Jungen Sinfonieorchester an der WWU“ ein solches Konzertprogramm zugetraut, wie es am Mittwoch in der Aaseeaula zu erleben und bestaunen war. Erst Tschaikowskys Violinkonzert, danach Dvořáks Neunte! Zwei dicke Brocken, die es in sich haben. Mutig, mutig! Aber jede anfängliche Skepsis war schon mit den ersten Tschaikowsky-Takten hinweg gefegt. Von Chr. Schulte im Walde


Mi., 30.01.2019

Zeichnerei ohne Tempolimit „Rundgang 2019“ der Kunstakademie Münster eröffnet

„Carte blanche“ für René Haustein (vorne): Die Klasse von Daniele Buetti (r.) überließ ihm allein den Klassenraum: 500 labyrinthische Kreise, chronologisch sortiert, erzeugen eine schwindelerregend psychedelische Wirkung.

Münster - Beim Rundgang 2019 der Kunstakademie Münster erwartet die Besucher in diesem Jahr viel Erlebniskunst.  Von Gerhard H. Kock


Di., 29.01.2019

90 Jahre Charivari Puppentheater Holzköpfe feiern Geburtstag

Hendrikje Winter (l.) und Paula Zweiböhmer unterstützen Wilfried Plein nicht nur bei der Geburtstagsfeier der 90-Jährigen Kasper, Tod und Teufel.

Münster - Die Jubilare hatten sich prächtig gehalten. Keine Falte, keine Runzel mehr als in früheren Jahren zierten die Gesichter der drei Gründungsmitglieder des Charivari-Ensembles. Alles andere wäre, selbst gemessen an den oft märchenhaften und magischen Welten des Puppenspiels, allerdings auch nachgerade unheimlich: Kasper, Tod und Teufel sind wahre Holzköpfe. Von Wolfgang A. Müller


Mo., 28.01.2019

Universitätschor widmete sich in der Erphokirche Schuberts letztem Lebensjahr Anspruchsvolle Werke in den besten Händen

Der Universitätschor unter Leitung von Ulrich Haspel faszinierte in der Erphokirche große und kleine Zuhörer.

Münster - Mit Schubert ist es ähnlich wie mit Mozart: schaut man auf deren kompositorisches Oeuvre, fragt man sich verwundert, wann die beiden all ihre Musik geschrieben haben. Denn beide Meister wurden bekanntlich nicht alt. Noch mehr deutlich erfahrbar wurde das „Wunder“ Franz Schubert beim Konzert des Universitätschores in der Erphokirche. Von Chr. Schulte im Walde


Mo., 28.01.2019

Pro Musica Orchester im Rathausfestsaal Frisch und walzerselig

Jinhoo Kwag

Münster - Brittens „Soirées Musicales“ versprechen zehn Minuten spritziger Unterhaltung, basieren auf Ideen Rossinis und dienten zugleich dem damals jungen Britten als Übungen im Ins­trumentieren. Das Pro Musica Orchester eröffnete am Sonntag das Konzert im Rathausfestsaal mit diesen fünf bunten, kurzweiligen Sätzen Brittens – eine gute Wahl. Von Heike Eickhoff


So., 27.01.2019

Frank Röpke leitet das Junge Theater Münster Von der Bank zur Bühne

Der 43-jährige Frank Röpke ist der neue Leiter des Jungen Theaters Münster.

Münster - Seine erste Inszenierung am Theater Münster trägt den Titel „Teufels Küche“. Es handelt sich um ein „szenisches Konzert für drei Musiker, einen Schauspieler, Gemüse und viele Kinder“, bei dem es brodelt, dampft und zischt. Damit erfüllt es auch den Geschmack von Frank Röpke, der seit Beginn der Spielzeit 2018/2019 das Junge Theater Münster leitet. Von Petra Noppeney


So., 27.01.2019

Roberto Castello zeigt faszinierendes Gesamtkunstwerk Richtungslos durch die Nacht

Die Tänzer auf einer Wanderung durch immer wieder neue Räume aus Licht und Schatten

Münster - Die Musik gibt die Gangart vor – ein monotoner Rhythmus, der auf den Hörer einhämmert und ihn gleichzeitig in Trance versetzt. „Licht“ befiehlt eine Lautsprecherstimme, und ein heller Kubus schält vier Tänzerinnen und Tänzer aus der Nacht heraus. In den Knien wippend und mit schlenkernden Armen stehen sie auf der Bühne und wirken dabei wie Marionetten, denen man die Schnüre gekappt hat. Von Helmut Jasny


Fr., 25.01.2019

Kleists Novelle im Wolfgang-Borchert-Theater Marquise in Rage

Rosana Cleve als Marquise von O. ist keine still vor sich hinleidende Heldin.

Münster - Es geht um Vergewaltigung und gesellschaftliche Ächtung: Kein Wunder, dass bei der Inszenierung der „Marquise von O.“ von Tanja Weidner der Bezug zu #MeToo auftaucht. Heinrich von Kleists Novelle wird im Wolfgang-Borchert-Theater zu einer zeitgemäßen Geschichte, die den Zuschauer herausfordert. Vor allem weil ein entscheidendes Detail aus Kleists Fassung fehlt. Von Harald Suerland


Mi., 23.01.2019

Initiative möchte den Bildhauer Rudolf Breilmann posthum ehren Pättken, Weg oder Ehrentafel?

Der renommierte münstersche Bildhauer Rudolf Breilmann (1929-2018) kurz vor seinem 80. Geburtstag im Jahre 2009. Freunde und Wegbegleiter plädieren dafür, einen Weg oder eine Straße nach ihm zu benennen. Das stößt zurzeit auf Schwierigkeiten.

Münster - Vor einem Jahr, am 20. Januar 2018, starb in Münster der Bildhauer Rudolf Breilmann im Alter von 88 Jahren. Nun hat sich unter der Federführung des Münsteraners Henning Stoffers eine Initiative gebildet, die Breilmann mit einem Straßen- oder Wegenamen ehren möchte. Doch es scheint schwer zu sein, diesen Wunsch umzusetzen. Von Johannes Loy


Mi., 23.01.2019

Autor Volker Kutscher liest in Münsters Erbdrostenhof „Wenn Kommissar Rath Nazi würde, wäre es aus“

Peter Körte (l.) lauscht wie das Publikum im Erbdrostenhof dem lesenden Volker Kutscher

Münster - „Babylon Berlin“ gehörte zu TV-Highlights des Jahres 2018. Die Verfilmung der Krimiserie eröffnete Volker Kutscher, dessen Roman „Der nasse Fisch“ als Vorlage zur Serie diente, einen neuen Leserkreis. Im Erbdrostenhof in Münster las der Autor aus „Marlow“ - seinem jüngsten Werk aus der Reihe - und gewährte Einblicke in seine Arbeit. Von Petra Noppeney


Mo., 21.01.2019

Neues Politik-Standardwerk aus dem Verlag Aschendorff Wie Demokratie funktioniert

Präsentieren das neue Standardwerk „Demokratie in Deutschland“: Prof. Dr. Andreas Kost und Iman Shooshtari (Landeszentrale für Politische Bildung NRW), die Autoren Prof. Dr. Klaus Schubert und Johannes Keil sowie Aschendorff-Buchverlagsleiter Dr. Dirk F. Paßmann und Lektor Julian Krause (v.l.).

Münster/Düsseldorf - Die deutsche Demokratie gilt seit Jahrzehnten als stabil, vorzeigbar und sogar beispielhaft. Sie ist Ergebnis eines langen historischen Prozesses aus Kriegen, Diktaturen, Kata­strophen, aber auch demokratischen Zwischenspielen und Aufbrüchen. Von unseremRedaktionsmitgliedJohannes Loy


Mo., 21.01.2019

„Bang Bang“ im GOP-Variete Das ist wie ein artistischer Urknall

Bunt und turbulent geht es in der neuen Show zu.

Münster - „Bang Bang“ – das klingt wie zwei Schüsse. Wobei es in der gleichnamigen Show, die jetzt im GOP-Varieté Münster ihre Premiere feierte, eher um die Schnappschüsse eines Fotografen ging. Aus dieser einfachen Grundidee heraus entwickelte der französische Regisseur Anthony Venisse ein mehr als zweistündiges Bühnenspektakel, das erstklassig unterhielt. Von Paul Nienhaus


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