Hamster kritisieren Wirtschaft
Berliner Kunstverein lässt Facebook-Gemeinde über „Klickshitpreis“ abstimmen

Münster -

Masse macht Klasse – und das von einem Kunstverein. Der „Berliner“ aus Münster macht´s möglich. Bis 26. Dezember können Facebook-Nutzer auf der Seite des „Berliner Kunstvereins“ unter „andere Nutzer“ die Bewerber für den „Klickshitpreis“ finden, „liken“ oder „teilen“ und damit zum Gewinner des mit 1000 Euro dotierten Preises machen. Ein Jury-Preis ist schon vergeben worden an die Berliner Künstler Sophia Hirsch und Johannes Mundiger für ihre tierische Kapitalismus-Kritik.

Mittwoch, 19.12.2012, 16:12 Uhr

Im prämierten Projekt laufen zehn Hamster in ihrem Hamsterrad und erzeugen so „süß, umweltschonend und gesundheitsfördernd“, wie die Künstler schreiben, Strom für ein Laufschriftdisplay, auf dem über einprägsame Slogans die Finanzwirtschaft kritisiert wird. Oliver Breitenstein und Ruppe Koselleck formulieren für die Jury die Begründung: „Ihre Arbeit überzeugt durch einen anwenderfreundlichen Humor, der ebenso der Bildung einer kritischen Masse Vorschub leistet, wie sie der Erweiterung unseres humanen Reflexionsvermögen dienlich scheint.“ Für den „Klickshitpreis“ sind nach wie vor im Rennen Arbeiten von Jae Pas, Martina Muck, Thorsten Grosch, Johannes Angerbauer , Rolf Kirsch, xXcrew, Evelyn Kokes, Maks Danneker, Katja Kottmann und vielen anderen. Neben dem Preisgeld werden die Projekte der Sieger auch realisiert – die Hamster trainieren schon. Der Berliner Kunstverein veranstaltet diesen ersten „open call“ zum Thema „Geld und Energie“ im Rahmen des Projektes „Kritische Masse“ – einer Kooperation vom Künstlerdorf Schöppingen, den Kunsthallen in Ahlen und Münster, dem Fritz- Winter-Haus, dem Westfälischen Kunstverein, dem Kloster Gravenhorst sowie der Galerie Münsterland. Die Verleihung an die beiden Preisträger ist am 15. Februar 2013 um 19.30 Uhr in der Von-Vincke-Straße 17.

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