Lustige Streifen holen die Punkte
Der zehnte Kurzfilm-Slam geriet sehr kurzweilig / Ein Gewinner und zwei Zweitplatzierte

Münster -

„Bitte aufpassen, der ist schnell vorbei!“ Mit diesen Worten kündigte Michael Jaffke seinen Beitrag an – einen von neun Kurzfilmen, die beim nunmehr zehnten Kurzfilm-Slam im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Publikums und die „Kurzfilm-Trophäe“ standen.

Sonntag, 24.03.2013, 17:03 Uhr

Volles Haus beim zehnten Kurzfilm-Slam: Durch den unterhaltsamen Abend führten Nicky Schulte (l., Filmfestival Münster) und Andy Weber (TatWort, am Mikro).
Volles Haus beim zehnten Kurzfilm-Slam: Durch den unterhaltsamen Abend führten Nicky Schulte (l., Filmfestival Münster) und Andy Weber (TatWort, am Mikro). Foto: Uta Schleiermacher

Jaffke zeigte am Samstagabend seinem Trickfilm „Schrotto und Schrotta“ und erntete viele Lacher und viel Beifall. Von komödiantischen zu ernsthaften Beiträgen, von Kurzspielfilmen bis zu freieren Formen war ein breites Spektrum vertreten, die lustigen Filme schienen dem Publikum in der Stadthausgalerie aber besonders gut zu gefallen.

Nach jedem Beitrag vergab eine Jury aus sieben Zuschauern Punkte zwischen eins und zehn. Souverän, locker und sympathisch führten die Veranstalter Nicky Schulte ( Filmfestival Münster ) und Andy Weber (TatWort) durch das Programm. Zwischen den Beiträgen durften die Zuschauer Fragen an die Filmemacher stellen, erhielten sie Einblicke in Drehbedingungen, die Entstehungsgeschichte der Filme sowie Informationen rund ums Kurzfilmmachen.

Bereits zum zehnten Mal fand der Kurzfilm-Slam statt. Er hat sich inzwischen in Münsters Kulturkalender etabliert und ist stets gut besucht. Aus der anfänglichen Idee habe sich ein beliebtes und erfolgreiches Format entwickelt, so Nicky Schulte. Drei bis vier Slams gibt es pro Jahr, zu jedem würden 30 bis 40 Kurzfilme eingereicht, aus denen dann eine Auswahl getroffen werde. Die Filmemacher seien frei in der Themenwahl, es würden aber viele Kurzfilmspielfilme eingereicht und viele Filme, in denen es um Beziehungen im weitesten Sinne gehe, so Schulte.

Für Anna Bitter, eine der ausgewählten Filmemacherinnen, ist der Slam eine einzigartige Plattform für Kurzfilme. Er biete Filmemachern eine gute Gelegenheit, ihre Arbeiten zu präsentieren. „Ich bin schon aufgeregt und gespannt, wie das Publikum auf meinen Film reagiert“, sagt sie, „aber darum geht es ja auch, sich zu trauen, sein Werk in die Runde zu werfen.“

Sieger des temporeichen Abends war Robert Hennfahrt (München) mit seinem Film „Wäschespanner“. Tilmann Rademachers „Ganz kleines Kino“ aus Münster und Oguz Teomans „Lover’s Guide“ aus Hamburg teilten sich den zweiten Platz – allesamt eher komödiantische Beiträge. Bei so vielen interessanten Filmen und der unterhaltsamen Moderation kam es auf Platzierungen am Ende gar nicht so sehr an, Dabeisein war alles für Zuschauer wie Filmemacher.

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