Ausstellung „Kontinuum“ von Cordula Hesselbarth
Materie in ihrer schönsten Form

Münster -

Kunst und Wissenschaft – das sind auf den ersten Blick zwei grundverschiedene Disziplinen. Dass man sie dennoch sinnlich zusammenbringen kann, zeigt eine neue Präsentation im Ausstellungsraum am Hawerkamp.

Donnerstag, 23.05.2013, 18:05 Uhr

Die Künstlerin Cordula Hesselbarth vor ihrem Hauptwerk „Kontinuum“.
Die Künstlerin Cordula Hesselbarth vor ihrem Hauptwerk „Kontinuum“. Foto: pn
Bilder und Dialog

Die Ausstellung von Cordula Hesselbarth wird begleitet von öffentlichen Dialogen zwischen Kunst und Naturwissenschaften. Am 2. Juni spricht die Professorin mit dem münsterischen Physiker Prof. Dr. Harald Fuchs über das Thema „Der mittelbare Blick – Bild und Wissenschaft“. Am 9. Juni diskutiert sie mit dem münsterischen Stammzellenforscher Prof. Dr. Hans R. Schöler über „Was ist Leben? – Eigenschaften des Lebendigen“. Die Veranstaltungen finden im Rahmen des Uni-Programms „Münsters Wissen schafft“ statt – jeweils um 11 Uhr in der Ausstellungshalle am Hawerkamp, Am Hawerkamp 31. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung selbst (Eröffnung: Freitag, 24. Mai, 18 Uhr) ist freitags bis sonntags von 15 bis 19 Uhr geöffnet, in der „Schlauraum“-Woche (7.-16.6.) täglich von 15 bis 19 Uhr.

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Manchmal, wenn Cordula Hesselbarth mit Betrachtern ihrer Bilder spricht, lassen diese bei aller Begeisterung durchblicken, dass sie sich Hesselbarths Werke schwerlich über dem heimischen Sofa vorstellen können. Die Künstlerin lacht, als sie dies erzählt. Und sagt dann selbstbewusst: „Meine Intention ist es auch nicht, schön zu malen.“ Denn: „Ästhetische Urteile sind der Natur fremd“, meint Hesselbarth – die nun mit der Ausstellung „ Kontinuum “ in der Ausstellungshalle am Hawerkamp zwischen den Disziplinen Kunst und Wissenschaft vermitteln möchte.

Unbändige Kraft, explosive Energie, pulsierende Dynamik: Diese Eigenschaften assoziiert man mit Hesselbarths Bildern, die Titel wie „Stoffwechsel“, „Nukleus“ und „Kokon“ tragen.

Doch was bringt eine Künstlerin dazu, sich so der Natur zu verschreiben? Interesse natürlich. An naturwissenschaftlichen Fragen wie „Was ist Leben?“ oder „Wie kann aus Materie menschliches Bewusstsein entstehen?“ „Man kann manche Aspekte der Welt nicht verstehen“, erklärt Hesselbarth, „aber man kann sie darstellen.“ Als Professorin am Fachbereich Design der Fachhochschule im Bereich Wissenschaftsillustration kann sie dies sowieso.

Ihre Bilder, darunter das imposante „Kontinuum“, das die 30 Meter lange Wand des Ausstellungsraumes füllt, sind für sie aber keine Abbildungen, sondern „eine autonome sinnliche Sprache mit eigenen Gesetzmäßigkeiten“. „Kontinuum“, bei dem das Grau dominiert, ist wie ein Film aus Einzel-Szenen zusammengesetzt. Am Anfang steht ein Energiestrom, der Teilchen freisetzt, zum chromosomenartigen Strang heranreift, explodiert – und sich am Ende in Schwingungen auflöst. Womit man wieder am Anfang des Werkes wäre.

Und die bunten Arbeiten an der Wand gegenüber – das Bild „Emergenz“ etwa, das Gewebe abbildet – sind so raffiniert komponiert, dass sie durchaus über dem Sofa vorstellbar wären  . . .

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