Ursprünglich und wild
Münsters Feuertänzer „Haganai“

Münster -

Sie kämpfen mit brennenden Schwertern oder halten lodernde Kugeln in der Hand. Doch die Gruppe Haganai macht weit mehr als eine Feuershow. Sie verbindet Theater, den Rhythmus von Trommelklängen und das Element Feuer zu einem Gesamtkunstwerk.

Dienstag, 07.05.2013, 16:05 Uhr

Unerschrocken ist die Gruppe Haganai aus Münster Feuer und Flamme für die heiße Show.
Unerschrocken ist die Gruppe Haganai aus Münster Feuer und Flamme für die heiße Show. Foto: Haganai

Haganai hat sich vor rund vier Jahren zusammengefunden. „Der Kern der Gruppe besteht aus sechs Aktiven, bei größeren Auftritten kriegen wir Unterstützung“, sagt Thorsten Danneberg . Das Publikum spielt bei den Feuertänzern eine große Rolle und wird in die Aufführungen einbezogen. „Wir wollen die Leute in Bewegung bringen, und es soll einen Energiefluss zwischen uns und den Zuschauern geben“, erklärt Heiko Edsen . Im besten Fall würden die Betrachter anfangen zu tanzen oder zumindest rhythmisch mitzuklatschen.

Die Gruppe verbindet bei ihren Shows verschiedene Elemente. Ein Erzähler liest eine Geschichte vor, die mit den Feuertänzen und -kämpfen dargestellt werden. Feuerschlucken oder akrobatische Elemente runden die Darbietung ab. Dazu trommeln ein oder mehrere Mitglieder des Ensembles.

Dabei achtet Haganai darauf, dass die Geschichte nicht zu tief geht und für Alt und Jung geeignet ist. „Diese Verbindung von Feuershow , Theater und einer Geschichte ist uns noch nicht begegnet“, sagt Danneberg. Zudem würden viele Betrachter nicht glauben, dass die Gruppe aus Münster und Umgebung kommt. „Es gibt Leute, die uns nach einem Auftritt auf englisch angesprochen haben“, berichtet Danneberg.

Äußerlich treten Haganai meistens als Wilde auf. Eine Verkleidung, die bei den Zuschauern am besten ankommt. „Sobald wir die Kostüme anhaben und geschminkt sind, mischen wir uns in den Rollen unter die Leute“, sagt Danneberg. Auch als Wikinger tritt das Ensemble auf. Durch die langen Bärte könne dabei aber nicht alles gezeigt werden.

Neben Kugeln und Schwertern benutzen die Künstler auch Speere, brennende Stäbe und „Pois“. „Das ist eine Kette, an deren Ende eine Kugel angebracht ist und mit denen wir tolle Figuren darstellen können“, erklärt Edsen.

Auch wenn das Publikum möglichst nah an der Show dran sein soll, spielt die Sicherheit eine große Rolle. „Deshalb verzichten wir auch auf das Feuerspucken, das für Zuschauer, aber vor allem für uns sehr gefährlich wäre“, sagt Edsen. Als Brandmittel benutzen die Künstler handelsübliches Lampen-Öl.

Am 29. Juni ist Haganai in Münster zu sehen; im Allwetterzoo ist die Gruppe bei der Veranstaltung „Nachts im Zoo“ mit ihrer Show dabei. „Der Zoo hat etwas ursprüngliches und wildes, das passt zu uns“, sagt Danneberg, der sich auf den Auftritt freut.  

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