Branchentreff „Film“
Selbst Tiere haben Star-Allüren

Münster -

Dom-Stadt, Kultur-Stadt, Uni-Stadt – für Nicola Ebel vom Filmservice Münster.Land ist klar: Münster ist auch eine Film-Stadt und die Region „Film-Region“. Es sei schon „unwahrscheinlich, was hier in den letzten Jahren passiert ist“.

Donnerstag, 10.10.2013, 19:10 Uhr

Am Film-Set arbeitet Lucien Stephenson von „Snowbusiness“, wie er Nicola Ebel und den Gästen erklärte. „Frischer oder alter Schnee? Große oder kleine Flocken? Kommt drauf an.“
Am Film-Set arbeitet Lucien Stephenson von „Snowbusiness“, wie er Nicola Ebel und den Gästen erklärte. „Frischer oder alter Schnee? Große oder kleine Flocken? Kommt drauf an.“ Foto: klm

Zum „Warm-up“ des 15. Filmfestivals moderierte die Leiterin des „ Filmservice Münster .Land“ am Nachmittag einen Talk mit Film-Erfahrenen – erfahren jenseits der Kamera . Ob mit Lokalitäten für den Dreh, durch TV-Beiträge oder mit Requisiten: Die Region warte mittlerweile mit manchem auf. „Dreharbeiten im Münsterland“ lautete das Stichwort für den IHK-Branchentreff im Coppenrath-Verlag.

Sein Geschäft an der Frauenstraße etwa räumt Antiquar Michael Solder bis zu vier Mal pro Jahr für den TV-Detektiv „Wilsberg“. Wie seine Erfahrungen mit Film-Menschen seien, wollte Ebel wissen. „Sie sind enorm professionell und im Laden sehr vorsichtig.“ Nur einmal, so Solder, habe er für die Dreharbeiten, die seit 1997 auch bei ihm laufen, „Nein“ gesagt: als alle Regale leer geräumt werden sollten, weil Wilsberg – in der Folge pleite – eine Inventur durchführen wollte. „30 000 Bücher – das ist zu viel.“ Mehr Bücher als früher verkaufe er nicht, aber viele Wilsberg-DVDs.

Als gut wertete auch Gas­tronom Frank Groll aus Billerbeck die Zusammenarbeit für Spielfilme wie „Das Gelübde“ in seinem Lokal und im Ort: Es sei „erstaunlich, wie diese Leute, die so viel arbeiten, auch nach dem Dreh-Tag noch zusammen Zeit verbringen“. Interessante Thekengespräche habe er geführt; für den Streifen „Alte Liebe, alte Sünde“ sei auch im Wohnzimmer seines Vaters gedreht worden. „Fernseh-Leute stehen sehr früh auf und essen auch schon mal nachts.“

Hollywood-Größen wie George Clooney oder Tom Cruise bedient Lucien Stephenson aus Ladbergen: mit Kunstschnee. Für den Dreh von „The Book Thief“ etwa sei eine komplette Landschaft mit unechten Flocken überzogen worden. Film-Erfahrung habe auch der Zoo nach 100 ARD-Folgen „Pinguin, Löwe und Co.“, erzählte Marketing-Mitarbeiterin Stefanie Heeke. Sowohl bei den Pflegern wie auch bei den Tieren gebe es dadurch kleine „Stars“ – und Star-Allüren auf beiden Seiten, sagte sie zur Erheiterung der Gäste.

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